Samstag , 7 Dezember 2019
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Deutsche Waffen in Libyen? Alles ein Missverständnis (Achtung Satire!)

gewehr_g36Sie haben es sicherlich auch gelesen, die Geschichte von angeblichen deutschen Waffenlieferungen nach Libyen. Der Herr Gadhafi hat seine Truppen scheinbar mit Erzeugnissen einer Technologieschmiede namens Heckler & Koch aus Baden-Württemberg ausgerüstet. Zumindest wird das behauptet. Nicht nur, dass die Welt davon ausgeht, wir hätten gekniffen, nein – jetzt sollen wir durch Waffenlieferungen doch beteiligt gewesen sein. Wenn sie mich fragen, so geht das nicht – das kann nicht sein, was die Welt oder wer auch immer von uns annimmt oder uns unterstellt.

Beschäftigen wir uns doch mit Heckler & Koch. Auf der Unternehmenswebseite habe ich mich ausführlich informiert. Das Unternehmen schreibt über sich:

Seit mehr als 50 Jahren erfüllen die Produkte von Heckler & Koch die anspruchsvollsten Anforderungen von Sicherheitskräften, Polizeien und Sondereinsatzkräften sowie der Bundeswehr, der NATO und NATO assoziierter Staaten im Bereich der Handfeuerwaffen.“

 

Aha – Handfeuerwaffen, ich gebe zu, diese Bezeichnung ist etwas sperrig. Aber wer sagt denn, es müssen Gewehre sein, ist ein Wegwerffeuerzeug nicht auch etwa eine Handfeuerwaffe? In allen einschlägigen Gesetzen dieser Republik, auch in denen der EU, keines verbietet die Produktion und den Vertrieb von Feuerzeugen. Warum sollen wir Deutschen auf den Exporten von Feuerzeugen verzichten? Es gibt keinen Grund. Der Dachverband der Feuerzeughersteller wird mir sicher recht geben und auf die Gefährdung der Arbeitsplätze hinweisen, wenn wir keine Feuerzeuge mehr nach Libyen verkaufen dürfen.

Und dafür, dass auch Sicherheitskräfte, gleich welcher Ausprägung, Feuerzeuge verwenden, dafür kann Heckler & Koch nichts.

Der einsame deutsche Landser in Afghanistan benötigt dringend das Feuerzeug, um auf seinem Feldkocher seinen Tee warmzuhalten. Wollen die Kritiker wirklich, dass deutsche Soldaten im Einsatz nur noch kalten Tee trinken können? Nein, das machen wir nicht mit.

Das Unternehmen erklärt am 31.08. auf eindrucksvolle Art und Weise folgendes:

Stellungnahme von Heckler & Koch zu Spekulationen über Waffenlieferungen nach Libyen

Heckler & Koch hat keine Waffen nach Libyen geliefert!

Zum Thema Waffenlieferungen nach Libyen nimmt Heckler & Koch wie folgt Stellung:

Es gab es zu keinem Zeitpunkt Lieferungen des Gewehrs G36 oder anderer HK-Produkte durch die Heckler & Koch GmbH oder ihr verbundene Unternehmen oder Organisationen nach Libyen. In Libyen aufgetauchte Waffen sind unrechtmäßig über einen Heckler & Koch nicht bekannten Weg beschafft worden.

Heckler & Koch ist ein Unternehmen, das sich an Recht und Gesetz der Bundesrepublik Deutschland hält. Heckler & Koch beliefert Streitkräfte und Polizeikräfte sowohl in NATO-Staaten als auch in Nicht-NATO-Staaten, die politisch als zuverlässig bewertet werden. Das Unternehmen tut dies in enger Abstimmung mit den deutschen Behörden und nach deren Genehmigung. Heckler & Koch versteht sich als Teil der Sicherheitsinfrastruktur der freiheitlich-demokratischen Welt und bewegt sich auf sicherem Rechtsgrund.

Bravo, damit ist doch alles gesagt – jetzt wissen wir Bescheid. Stolz und Dankbarkeit empfinde ich, bewiesen ist es, wir waren das nicht, Basta.

Um allerletzte Zweifel auszuräumen, nochmals Zitate von Heckler & Koch zum G 36 C:

G36C 5.56mm x 45

Für spezifische, taktische Einsatzzwecke, insbesondere im Bereich der Polizei, müssen selbst bei kompakten Gewehren Zugeständnisse im Bereich der Handlingeigenschaften gemacht werden. Die Ingenieure von Heckler & Koch waren sich dessen bewusst und haben das G36 K mit dem Ziel modifiziert, es in Bezug auf die Größe und das Gewicht weiter zu reduzieren.

Damit ist bewiesen, wir haben mit Kriegswaffen nichts am Hut. Das Unternehmen, welches ursächlich seine Wurzeln in der Herstellung von Feuerzeugen hat, hat es diversifiziert. Neues Aufgabenfeld ist die Reduzierung von Gewicht, und sonst nichts. Die Firma macht sich damit mehr als einzigartig gut um die Volksgesundheit verdient. Es geht um den Abbau überzähliger Pfunde, um Entschlackung.

Verehrte Neider unserer Exportstärke und unserer Durchschlagskraft, wir geben nicht auf und kümmern uns weiter um die Gesundheit der Völker. Neben dem angemessenen Körpergewicht wollen wir durch den Export von Feuerzeugen sicherstellen, dass sich die Menschen in der Dritten Welt dank unserer Feuerzeuge eine warme Mahlzeit zubereiten können. Mehr gibt es zu diesem Vorgang nicht zu sagen.

In diesem Sinne…

© Peter Reuter

Die Texte in kursiv/fett hervorgehobenen Texte wurden der Homepage der Firma Heckler & Koch entnommen.

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