Samstag , 18 Januar 2020
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Unser großes Sommerinterview mit dem Herrn Rösler (Achtung Satire)

roesler_portraitMeine Damen und Herren, eine der großen Presse-Sommerloch-Traditionen in Deutschland ist ein aufgezeichnetes Gespräch mit Politikerinnen oder Politikern, welches meist nicht ausgezeichnet ist. Für wen dies so ist, die oder den Fragenden, die oder den Antwortenspender(in) oder für sie, die es immer wieder auf sich nehmen, es tatsächlich zu lesen, das bleibt offen. The Intelligence, die führende Plattform für Informationen aus Politik und Satire, widmet sich ab sofort ebenfalls dieser Tradition, wohl wissend, dass nie klar ist, ist es eigentlich Politik oder Satire oder Satire oder Politik. Heute geht es um ein ausnehmend ernstes Gespräch, wir begrüßen recht herzlich Herrn Rösler von der FDP.

Guten Tag, sehr geehrter Herr Rösler, welches Thema liegt ihnen momentan besonders am Herzen?

Recht schönen guten Tag und vielen herzlichen Dank für die Einladung zu diesem Gespräch, welches von Respekt der demokratischen Parteien in diesem Land geprägt ist, welche sich im großen Markt der Leistungen für die reichen durch die weniger reichen Bürger auszeichnet und so immer mehr beweist, der Markt ist der Schlüssel.

Das haben sie sehr schön gesagt, welches Thema bitte liegt ihnen an ihrem Herzen?

Die Partei, ich, mein Vorgänger, der Generalsekretär, die Fraktion, der Lenkungsausschuss und die leitenden Gremien der einzelnen Landesverbände arbeiten sehr stark an neuen und revolutionären Konzepten im Bereich der Bildung, um den jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich dem Markt zu stellen und mit Respekt und Demokratie für uns zu arbeiten.

Welches revolutionäre Konzept können wir von der FDP, also von ihnen, letztendlich erwarten?

 

Wie sie wissen, befindet sich der Markt, ob in der Politik, der Wissenschaft und auch in der Bildung in einem stetigen Veränderungsprozess. Fakten oder Dinge, welche mit Respekt und Demokratie behandelt wurden, sie verlassen das Terrain des Marktes und werden durch andere Fakten oder Dinge ersetzt oder zumindest ergänzt. Solch eine Entwicklung spüren wir besonders im Bereich der Mathematik, dort unglaublich progressiv und fordernd im Abschnitt dessen, was wir allgemein das kleine Einmaleins nennen. Denken Sie an den Markt, egal an welchen – dort sind die Zahlen unterhalb Sex, pardon – der sechs, diese sind unwichtig und unrelevant geworden. Keine Provision, egal aus welchem Markt, bewegt sich in diesen niederen Sphären. Die kleinste relevante Einheit liegt über dem, was bisher fünf Prozent war. Deshalb werden die Zahlen zwischen der 0,1 und der 5,99 nicht mehr individuell abgehandelt oder betrachtet. Denken sie nur an Wahlen, welche Rationalisierungen auf diesem Markt dadurch möglich werden. Steht bei der Stimmabgabe fest, dass der Faktor 0,1 % erreicht ist, dann wird dieser Anteil als Sex, verzeihen sie bitte, als 6 % definiert und gewichtet. Wir glauben mit dieser Maßnahme den Anforderung des modernen Marktes entgegen zu kommen, und wir haben somit Demokratie im Respekt. Das ist es doch, was uns allen weiter hilft, was dieses Land nach vorne bringt.

Vielen Dank für diese interessanten Ausführungen, nun zu den Fragen der Redaktion. Wie sehen sie die Situation am Horn von Afrika und die kritische Ernährungslage für so viele Menschen?

Nun, keine Frage, wir müssen und wir werden helfen. Unser Ansatz weicht deutlich von den Ansätzen unserer Freunde in der EU ab, er ist revolutionär. Es ist doch niemandem gedient, wenn wir weiter und immer wieder Nahrungsmittel nach Afrika schaffen. Wir sind dafür, Hilfe zur Selbsthilfe zu ermöglichen. Wenn die Menschen dort mit Respekt den demokratischen Markt verstehen, wenn sie unsere Art des Rechnens lernen, dann werden sich enorme Chancen durch enorme Märkte abbilden. Wir glauben, dass bedingt durch die natürliche Fluktuation der Bevölkerung die Grundlagen geschaffen werden, diese Märkte einzurichten und zu prosperierendem Leben zu verhelfen. Die Teile der Bevölkerung, welche nicht am Fluktuationsprogramm teilnahmen, die haben dann markttechnische Demokratie und Respekt. Unsere Industrie wird sich gerne eingeben und diese Märkte aufbauen. Ihr gehört für die Übernahme dieses Risikos unser Respekt. Steuerlich werden wir dies dadurch fördern, dass bezahlte Provisionen bis Sex % nicht mehr nachgewiesen werden müssen.

Das sind ja ganz außergewöhnliche Perspektiven, welche sie uns aufzeigen, sehr geehrter Herr Rösler. Was passiert aber, wenn sie die nächste Wahl verlieren?

Diese Frage zeigt eine ungeheuere Respektlosigkeit und das Unverständnis der Redaktion für politische Prozesse. Die Wählerin, der Wähler – sie haben jede Menge Respekt und Achtung vor demokratischen Märkten, welche durch die Provisionsregelung und dem jetzt möglichen Steuerabzug genau wissen, dass der Markt es gut und demokratisch mit ihnen meint. Für die Umsetzung all der aufgezählten Punkte braucht es eine starke FDP. Das wollen die Menschen in diesem Land.

Herr Rösler, vielen Dank für das Gespräch.

 

© Peter Reuter

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