Mittwoch , 30 September 2020
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Gefährliche Spannungen um Korea-Krise

suedkoreanische_kriegsmarineBeim Versenken eines Schiffes handelt es sich um einen Kriegsakt. Nordkorea wird beschuldigt, am 26. März eine Korvette der südkoreanischen Kriegsmarine mittels eines Torpedos angegriffen zu haben. Die Behauptung wird durch die Ermittlung einer internationalen Kommission unterstützt. Die USA  sagen Südkorea jede Unterstützung zu. China, mit engen Verbindungen zu Nordkorea, ruft zu einer friedlichen Beilegung der Situation auf. Russland verhält sich neutral, zeigt sich von den vorgelegten Beweisen, von offizieller Seite her, jedoch noch lange nicht überzeugt. Nordkorea droht mit Krieg, im Falle von Repressalien.

Lange Jahre war es ausnehmend still um Nordkorea, Teil von Bushs „Achse des Bösen“. Plötzlich sank ein südkoreanisches Schiff in strittigen Gewässern. Zur großen Überraschung, wurde sogleich nach dem Vorfall Ende März Fremdverschulden weitgehend ausgeschlossen.

Doch nun, am 20. Mai, präsentierten die internationalen Experten, deren Herkunft nur selten Erwähnung findet, die Resultate ihrer Arbeit. Ein Torpedo nordkoreanischer Herkunft trug Schuld an dem Unglück. Auch hatte wenige Tage davor ein nordkoreanisches Kriegsschiff seine Basis an der Küste des Gelben Meeres verlassen.

Russland hat von offizieller Seite aus noch keine Stellungsnahme zu dem Vorfall abgegeben. Einem Artikel in der englischen Ausgabe der Pravda zufolge, gab Andrey Nesterenko als Sprecher des russischen Außenministeriums am 21. Mai bekannt, dass keine überzeugenden Beweise für eine Verantwortung Nordkoreas zur Verfügung stünden. Was in Russland zu besonderen Zweifeln anregt, ist der Umstand, dass die internationalen Experten ausschließlich aus den USA und aus Ländern stammen, die den Vereinigten Staaten gegenüber freundlich gesinnt sind: Großbritannien, Schweden und Australien.

Nordkorea weist alle Anschuldigungen kompromisslos zurück. Für den Fall, dass diese gerechtfertigt sind, gelten berechtigte Zweifel, dass sich Nordkorea eine derartige Provokation ohne vorherige Absprache mit China geleistet hätte.

Am Ende des Artikels in der Pravda steht geschrieben, dass es offensichtlich ist, dass die USA, Südkorea und Japan auf Sanktionen gegen Nordkorea bestehen werden. Russland und China könnten anderer Meinung sein.

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