Mittwoch , 21 August 2019
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Eine einzige Bombe könnte einen ganzen Kontinent lahmlegen

blast spaceDie plötzliche Warnung kommt vom britischen Unterhaus. Doch die Möglichkeit eines derart vernichtenden Militärschlages ist seit Jahrzehnten bekannt. Unter Verweis auf die Gefahr, die von einer einzigen Atombombe in Händen eines „Schurkenstaates“ ausgehen könnte, wird an die Verletzbarkeit der modernen Elektronik erinnert. Dass bei der in aller Stille in München abgehaltenen Konferenz über „den Krieg der Zukunft“ ähnliche Themen behandelt werden, ist anzunehmen. Um welche Art von Bombe handelt es sich, deren Vernichtungsradius einen ganzen Kontinent einschließen könnte? Der wesentliche Faktor ist nicht die Sprengkraft, sondern die Höhe der Zündung. Der dabei entstehende Effekt wird als „elektromagnetischer Puls“ bezeichnet.

Stellen Sie sich vor, sie fahren über die Autobahn. Plötzlich gehen alle Lichter an ihrem Fahrzeug aus. Und auch die Zündung. Zum selben Zeitpunkt scheinen auch alle anderen Autos von ähnlichen Problemen betroffen zu sein. Gleichzeitig fällt im ganzen Land der Strom aus. Obwohl in Krankenhäusern sofort die Notstromaggregate zu arbeiten beginnen, erweisen sich trotzdem alle Geräte als funktionsunfähig. Ein landesweiter oder gar kontinentweiter Stillstand.

Als im Jahr 1951 der Film „Der Tag an dem die Erde stillstand“ in den Kinos lief, handelte es sich noch um eine Zukunftsvision. Heute könnte ein derartiges Szenario Wirklichkeit werden.

Ausführliche Erklärungen zum Begriff „elektromagnetischer Puls“ finden sich bei Wikipedia. Die Erläuterungen über das Auslösen durch eine Atomexplosion werden mit folgendem Satz eingeleitet:

Ein nuklearer elektromagnetischer Impuls, abgekürzt NEMP (engl. Nuclear Electromagnetic Pulse) oder auch HEMP (High Altitude Nuclear Electromagnetic Pulse) wird indirekt als Folge von intensiver Gammastrahlung in einigen 100 km Höhe über der Erdatmosphäre im Zusammenhang mit dem Erdmagnetfeld in der Atmosphäre durch den Compton-Effekt ausgelöst. Eine solch starke transiente Gammastrahlungsquelle ist nur durch eine Atomexplosion zu erzeugen.“

Nachdem das Verteidigungskomitee des britischen Unterhauses eine diesbezügliche Warnung ausgesprochen hatte, berichteten mehrere englische Tageszeitungen über diese Gefahr. Einem Bericht im Telegraph zufolge, würde eine Atomwaffenzündung in einer Höhe von rund 50 km alle elektronischen Geräte in einem Umkreis von rund 770 km zerstören. Erfolgt die Explosion in einer Höhe von 500 km über der Erdoberfläche, vergrößert sich der Vernichtungsradius auf über 2.000 km. Zum Vergleich: Die Distanz zwischen Madrid und Moskau beträgt 3.437 km.

Wie die Münchner tz informiert, fanden sich am vergangenen Dienstag 50 Vertreter von Militär und Wissenschaft zur „geheimsten Konferenz Münchens“ im Hotel Vier Jahreszeiten ein. Behandelt wird die Kriegsführung der Zukunft. Schon lange entscheidet nicht mehr die Zahl der verfügbaren Soldaten über den Ausgang eines Krieges, sondern die Technik. Zwar sind militärische Einrichtungen, Verteidigungssysteme und auch Kriegsschiffe gegen Angriffe mittels Energiewaffen gewappnet, doch die Infrastruktur eines Landes ließe sich somit durch einen einzigen Schlag restlos zerstören.

Schon bei Atomwaffentests in den 1960er-Jahren über dem Pazifik wurden die auftretenden technischen Störungen an Schiffen, die sich in vermeintlicher sicherer Distanz aufhielten, festgestellt. Was sich seit damals jedoch völlig veränderte, ist die Abhängigkeit der gesamten modernen Infrastruktur von Elektronik. Sollte es einer Atommacht tatsächlich in den Sinn kommen, einen derartigen Angriff auszuführen, wären die Folgen für die Zivilbevölkerung unvorstellbar.

Zu hoher Wahrscheinlichkeit ist anzunehmen, dass es sich bei den diesbezüglichen Berichten in englischen Zeitungen um einen Teil jener Propaganda handelt, um einen bevorstehenden Militärschlag gegen den Iran zu rechtfertigen. Schließlich bemühen sich die westlichen Medien seit Jahren, die politische Führung Irans als unberechenbar darzustellen. Zu wesentlich mehr Sorge sollte jedoch der Umstand veranlassen, dass sowohl Russland als auch China in den landeseigenen Medien erklärten, den Iran gegen einen Überfall durch westliche Staaten zu verteidigen, auch wenn dies zu einem Weltkrieg führen sollte. Trotzdem mehren sich die Anzeichen, dass sich ein Militärschlag bereits in Vorbereitung befinden könnte. Würde die militärische Stärke aller NATO-Staaten zusammen ausreichen, um in einem Krieg gegen diese beiden Supermächte bestehen zu können? Moderne Waffensysteme mögen solche Spekulationen unterstützen. Für die Menschheit bleibt zu hoffen, dass sich die Entscheidungsträger vielleicht doch noch durch Reste dessen auszeichnen, was wir gemeiniglich als Vernunft bezeichnen.

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