Mittwoch , 26 Juni 2019
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Israelische Quelle bezeichnet Mossad für den Terroranschlag von Teheran verantwortlich

benny gantzMehrere israelische Zeitungen berichten, unter Verweis auf die Sunday Times, dass der Mordanschlag auf den iranischen Wissenschaftler Mostafa Ahmadi Roshan von Mossad-Agenten ausgeführt wurde. Es sei das Ziel derartiger Anschläge, den Wiederaufbau der Nuklearanlagen nach einem bevorstehenden Bombenangriff zu erschweren. Von offizieller israelischer Seite wird die Verantwortung für den Anschlag weder bestätigt noch dementiert. Hohe Militärangehörige machen gleichzeitig aber kein Geheimnis daraus, dass Mordanschläge im Iran in ihrem Interesse liegen.

Der Anschlag auf den stellvertretenden kaufmännischen Direktor der Uran-Anreicherungsanlage in Natans, am 11. Januar, zeigt alle Kriterien einer Geheimdienst-Operation. Die Gewohnheiten des 32-jährigen Wissenschaftlers müssen bestens bekannt gewesen sein. Unter Verweis auf einen Artikel in der Sunday Times, der sich wiederum auf israelische Quellen beruft, berichtet Haaretz von einem Kontrollraum in nächster Nähe, von dem aus Mostafa Ahmadi Roshan beobachtet wurde, als er, zusammen mit seinem Chauffeur und Leibwächter, sein Auto bestieg, um den Weg zur Arbeit anzutreten. „Es gibt keinen Spielraum für Fehler“, wird der namentlich nicht genannte israelische Informant zitiert. „Jedes Versagen bringt naturgemäß nicht nur ein Risiko für die ausführenden Agenten mit sich, es könnte die Sache zu einem internationalen Skandal ausweiten.“ Dementsprechend sollen mehrere israelische Agenten mit der Beobachtung der Umgebung, des Hauptquartiers des iranischen Geheimdienstes sowie dem Abhören des Polizeifunkverkehrs beauftragt gewesen sein. Der eigentliche Mörder näherte sich schließlich mit einem Motorrad dem Fahrzeug des Wissenschaftlers und brachte die todbringende Bombe mit einem Magnet an der Außenseite an. Bisherigen Berichten zufolge, gelang ihm die Flucht unerkannt. Der israelischen Quelle zufolge, handelt es sich bei diesem Anschlag um den „Vorboten eines Militärschlages“.

Während die Jerusalem Post auf die offizielle Darstellung Israels verweist, die eine Verantwortung für den Anschlag weder bestätigt noch dementiert, finden, durch zwei hohe Militärangehörige ausgesandte, verschlüsselte Botschaften Erwähnung, die in das besagte Bild passen würden. Einer der beiden, Militärsprecher Brigadegeneral Yoav Mordechai, erklärte auf seiner Facebook-Seite, dass er zwar nicht wüsste, wer den iranischen Wissenschaftler ermordet hätte, dass er ihm aber auch mit Sicherheit keine Träne nachweine. Generalstabschef Generalleutnant Benny Gantz erklärte vorige Woche vor der Knesset, dass 2012 ein „kritisches Jahr“ für Teheran sei und dass es mehr „unnatürliche Ereignisse“ geben werde.

Zwar liegt die Offenlegung der israelischen Atomgeheimnisse bereits 25 Jahre zurück, doch war es auch damals die Sunday Times, durch welche die detaillierten Informationen, die vom israelischen Nuklear-Experten Mordechai Vanunu ins Ausland geschmuggelt wurden, Veröffentlichung fanden. Wenige Tage vor Erscheinen der Ausgabe am 5. Oktober 1986 wurde Vanunu durch eine, als amerikanische Touristin getarnte, Mossad-Agentin nach Rom gelockt, von wo aus er nach Israel entführt wurde. Obwohl er die gesamte Strafe wegen Hochverrats abgebüßt hat und am 21. April 2004 aus dem Gefängnis entlassen wurde, ist es Mordechai Vanunu für den Rest seines Lebens nicht erlaubt, Israel zu verlassen oder auch nur mit Ausländern Gespräche zu führen.

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