Dienstag , 29 September 2020
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Mitglieder einer geheimen Spezialeinheit in Afghanistan getötet

chinookDer geläufige Name dieser Einheit ist „SEAL Team 6“. Zu Berühmtheit gelangte diese durch einen Auftrag, der Anfang Mai weltweit für Schlagzeilen sorgte: Die Liquidierung von Osama Bin Laden in Pakistan. Am Samstag kamen beim Absturz eines US-Helikopters vom Typ „Chinook“ 30 amerikanische und 8 afghanische Soldaten ums Leben. Rund zwei Dutzend davon waren Mitglieder der genannten Spezialeinheit. Details über den Abschuss des Hubschraubers sind nicht bekannt, Meldungen zufolge, sollen jedoch die Taliban die Verantwortung übernommen haben.

Der von den Amerikanern initiierte sogenannte „Krieg gegen den Terrorismus“ ist durch sonderbare Zufälle gespickt. Bei der Zahl von 30 US-Soldaten, die am Samstag beim, vermutlich durch Beschuss mittels einer Panzerfaust hervorgerufenen, Absturz eines Hubschraubers ums Leben kamen, soll es sich um den größten Verlust an einem einzigen Tag, seit Beginn des Afghanistan-Krieges, handeln. Die Los Angeles Times berichtet, dass es sich bei 22 der Getöteten um Mitlieder einer hochspezialisierten Spezialeinheit handelt. Der offizielle Name lautet: “United States Naval Special Warfare Development Group” (NSWDG), besser bekannt als “SEAL Team 6”.

Wie auch der Eintrag bei Wikipedia (englisch) wissen lässt, unterliegen alle Informationen über diese Einheit höchster Geheimhaltung. Es ist jedoch durchaus bekannt, dass, zumindest den Behauptungen der US-Regierung zufolge, Osama Bin Laden am 2. Mai von Mitgliedern dieser Einheit getötet wurde.

Auch ein Artikel bei Die Welt verweist auf diesen Umstand. Hier wird von 22 „Seals“ berichtet, von denen 17 dem „Team 6“ angehört haben sollen.

Wie nicht anders zu erwarten, verweist das Pentagon in aller Deutlichkeit darauf, dass es sich bei den Getöteten nicht um die gleichen Männer handelt, die für die Liquidierung Bin Ladens eingesetzt wurden. Möglichkeiten, diese Behauptung zu überprüfen, stehen selbstverständlich nicht zu Verfügung. Somit lässt sich auch die Aussage eines Julius Sequerra nicht bestätigen, der sich auf einen namentlich nicht genannten, pensionierten US-Oberst beruft, demzufolge es sich durchaus um die selben Männer gehandelt haben soll.

Fest steht jedenfalls, dass Mitglieder des Teams 6 ausschließlich für streng geheime und hochspezialisierte Einsätze herangezogen werden. Welchen Auftrag sie in Afghanistan hätten durchführen sollen, unterliegt natürlich ebenfalls der Geheimhaltung. Dass es Taliban-Kämpfern nun gelungen sein mag, genau diesen Hubschrauber abzuschießen, dabei handelt es sich offensichtlich um einen der unerklärlichen Zufälle. Und zwar ungeachtet, ob sich die angeblichen Bin-Laden-Killer tatsächlich an Bord befanden oder nicht.

Mangels eindeutig verlässlicher Informationen, insbesondere in Bezug auf die Namen der getöteten Mitglieder der geheimen Spezialeinheit, lassen sich leider keine konkreten Schlüsse aus den genannten Zusammenhängen ziehen. Spekulationen, dass auf diesem Wege die wenigen Zeugen, die über die tatsächlichen Vorfälle vom 2. Mai in Pakistan, der angeblichen Liquidierung Bin Ladens, bescheid wussten, finden zwar im Internet bereits Verbreitung, allerdings fehlt es an Fakten. Was bleibt ist lediglich ein bitterer Beigeschmack, der in jenes Bild passt, dass durch das angebliche Versenken des Leichnams von Bin Laden im Meer aber ohnehin schon entstanden ist.

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