Donnerstag , 26 Mai 2022
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Opiumkrieg in Afghanistan

ahmad_wali_karzaiAhmed Wali Karzai, Halbbruder des afghanischen Präsidenten, „aus Amerikas Gnaden“, Hamid Karzai, wurde von seinem eigenen Leibwächter erschossen. Er galt als der Herrscher von Kandahar. Wer in Afghanistan über Macht verfügt, dem steht auch der Weg zu Reichtum offen. Seit dem Einmarsch der NATO-Truppen, blüht nämlich wieder der Mohnanbau. Natürlich wäre es absurd, allein darin die Ursachen für die Besetzung des Landes zu vermuten, doch, dass der amerikanische Geheimdienst CIA gerne im Drogengeschäft mitmischt, lässt sich sogar bei Wikipedia nachlesen. Und es war nie ein Geheimnis, dass Ahmed Wali Karzai zu den größten Opiumhändlern des Landes zählte.

Die offizielle Position Karzais war eher bescheiden. Er stand lediglich dem Provinzrat vor. Doch, so berufen sich mehrere Zeitungen auf direkte Informationen aus der Region, er war der Mann, bei dem alle Fäden zusammenliefen.

Obwohl sich rasch ein Sprecher der Taliban telefonisch meldete und die ehemalige Regierungsorganisation als Auftraggeber für den Mord identifizierte, wird dies allgemein eher bezweifelt. Einerseits sollen sich auch andere Organisationen für die Tat verantwortlich erklärt haben und, andererseits, hätte sich die Taliban schon mehrmals mit Gewalttaten gebrüstet, mit denen sie nichts zu tun hatte.

Afghanistan galt seit jeher als einer der weltgrößten Lieferanten für Opium, eine Droge, die aus Mohnsammen gewonnen und meist zu Heroin weiter verarbeitet wird. Wie The Intelligence schon vor über einem Jahr berichtete, wurde der Mohnanbau von der Taliban-Regierung jedoch unterbunden. Im Juli des Jahres 2000 erklärte Mullah Mohammed Omar diesen als un-islamisch, worauf sich innerhalb eines Jahres die Anbaufläche von geschätzten 82.000 Hektar um nicht weniger als 91 Prozent reduziert hatte.

Dass der Mohnanbau nach dem Einmarsch der NATO-Truppen wieder eine Hochblüte erlebt, wird mit wirtschaftlichen Problemen der Landbevölkerung erklärt.

Nun, ob der Mord an Ahmed Wali Karzai wirklich im Zusammenhang mit Opium steht, dabei handelt es sich natürlich in erster Linie um eine Vermutung. Allerdings, wenn ein Drogenhändler plötzlich erschossen wird, was sonst sollte man annehmen? Ein Racheakt, weil er mit der CIA kollaborierte, wäre natürlich nicht auszuschließen. Allerdings würde dies ebenso auf das Drogengeschäft verweisen.

Wie so oft füllt es Zeitungsleser mit Verwunderung, dass es kaum Hinweise auf den Umstand gibt, dass die Taliban-Regierung den Mohnanbau erfolgreich unterbunden hatte. Ob das den deutschen Soldaten bewusst ist, die dort ihr „Vaterland verteidigen“?

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