Donnerstag , 22 August 2019
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Dienen mobile Hinrichtungen in China für Organspenden

china_exekutionsbusMysteriöse Dinge geschehen in China und selten erlaubt die kommunistische Regierung nähere Einblicke. So lässt sich auch die Zahl der jährlich vollstreckten Todesurteile nur schätzen. Mit Sicherheit sind es jedoch mehr als im Rest der Welt zusammen. Öffentliche Hinrichtungen gehören zur Tagesordnung. Allerdings, mittlerweile gibt es etwa 40 Kleinbusse, in denen Verurteilte mittels Giftspritze exekutiert werden. Von offizieller Seite ist nur bekannt, dass die Überreste umgehend eingeäschert werden. Es gibt jedoch berechtigte Annahmen, dass davor die Organe der Hingerichteten entnommen werden. Zur Abdeckung der Kosten.

Die vorsichtigsten Angaben zu den Zahlen der jährlich in China vollstreckten Todesurteile belaufen sich auf etwa 1.700. Andere Schätzungen gehen von 10.000 Fällen aus. Insgesamt sind es in China 68 verschiedene Delikte, die mit dem Tod bestraft werden können. Dazu zählen, neben Mord und Totschlag, auch Korruption, schwerer Diebstahl, wiederholter Betrug und Steuerhinterziehung. Im Vergleich dazu, in den USA werden jährlich etwa 60 Todesurteile vollstreckt.

Schon seit dem Jahr 1997 werden kleine, 24-sitzige Autobusse von der Jinguan-Gruppe zu sogenannten „mobilen Exekutions-Einheiten“ umgebaut. Von außen erscheinen die fahrbaren Hinrichtungskammern wie normale Polizeifahrzeuge. Im Inneren befindet sich eine Pritsche. Der Todeskandidat wird darauf festgeschnürt, eine Injektionsnadel wird in seinen Arm gestochen und auf Knopfdruck wird eine giftige Substanz injiziert, die innerhalb von ein bis zwei Minuten zum Tod führt. Der Vorgang wird von mehreren Kameras gefilmt. Angeblich wird, zur Beruhigung der Nerven, sanfte Musik gespielt.

Einem, schon vor einiger Zeit erschienen, Artikel in Mail-Online zufolge, führten Menschenrechtsorganisationen verdeckte Ermittlungen durch. Dementsprechend, befinden sich in den Todesfahrzeugen neben Sicherheitskräften auch Mediziner, die sich umgehend daran machen, dem Körper alle Organe, mit Ausnahme des Herzens, zu entnehmen. Dieses soll, nach Verabreichung der tödlichen Droge Pentobarbital, die zum Stillstand des Herzens und der Atemfunktion führt, für Transplantationen nicht verwendbar sein. Für die Entnahme der Organe stehen nur wenige Minuten zur Verfügung. Die Kühlbehälter können daraufhin umgehend in Krankenhäuser oder zu Flughäfen für den Weitertransport gebracht werden.

Die Körper von Hingerichteten werden in China nicht der Familie überlassen, sondern sofort im Anschluss an die Exekution verbrannt. Dadurch wird jede Evidenz derart schockierender Praktiken restlos vernichtet.

In China werden jährlich rund 20.000 Transplantationen durchgeführt. Zwar gibt es seit dem Jahr 2006 ein Gesetz, das die Entnahme von Organen Verstorbener, ohne deren zuvor abgegebener Einwilligung, ausdrücklich verbietet, ebenso wie es Jugendlichen unter 18 nicht mehr erlaubt ist, eine Niere zu spenden, doch sind Kriminelle von dieser Regelung ausgenommen.

Als weitere Bestätigung der in China staatlich sanktionierten Organentnahme von Hingerichteten dient die Information eines Mitarbeiters der Polizei, der für den Betrieb einer traditionellen Hinrichtungsstätte durch Erschießung verantwortlich ist. Mail-Online gegenüber erklärte er in Details, dass es sich beim Zeitfaktor um das größte Problem bei der Organentnahme handle. Nieren würden innerhalb von 30 Minuten nach Eintritt des Herzstillstandes ihre Funktionsfähigkeit einbüßen. Für die Entnahme der Leber stünden sogar nur fünf Minuten zur Verfügung. Die Exekutionsfahrzeuge seien, seiner Überzeugung nach, für die rasche und effiziente Organentnahme wesentlich besser ausgerüstet.

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