Freitag , 7 August 2020
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Chavez verdächtigt USA als Aggressor

hugo_chavezAls vor wenigen Tagen die beiden Nachbarländer, Kolumbien und Venezuela, ihre diplomatischen Beziehungen abbrachen, erinnerte The Intelligence daran, dass die Vereinigten Staaten seit vorigem Jahr nicht weniger als sieben Militärbasen in Kolumbien unterhalten. Nun äußerte sich auch Präsident Hugo Chavez zu diesem Thema. Für ihn ist die Gefahr eines Krieges größer als während der „vergangenen hundert Jahre“. Hugo Chavez wurde im Jahr 2006 mit überwiegender Mehrheit in seine dritte Amtsperiode gewählt. 

Louis Alfonso Hoyos, der kolumbianische Abgesandte zur Organisation der Amerikanischen Staaten warf Venezuela in einer offiziellen Ansprache vor, 1.500 linksgerichtete Rebellen zu beherbergen. Hugo Chavez reagierte daraufhin mit der Rückbeorderung des venezolanischen Botschafters aus Kolumbien. Die Armeen beider Länder befinden sich in Alarmbereitschaft.

Wie zu erwarten, und nicht unbegründet, verweist Hugo Chavez auf die Möglichkeit, dass die Vereinigten Staaten hinter den Aggressionen stecken könnten. Im August des Vorjahres unterzeichneten die beiden Staaten einen Militärpakt, der den USA sieben Militärbasen in Kolumbien zur Verfügung stellt, angeblich zur Bekämpfung des Drogenhandels. Chavez wörtlich: „Falls es zu einer bewaffneten Aggression gegenüber Venezuela kommen sollte, von kolumbianischem Territorium oder von irgend wo anders aus, die vom Yankee-Imperium vorangetrieben wird, würden wir unsere Öllieferungen in die Vereinigten Staaten einstellen, auch wenn wir hier Steine essen müssten!“ Im gleichen Gespräch bemerkte Chavez, dass die Kriegsgefahr höher sei als während der vergangenen 100 Jahre.

In vielen westlichen Ländern genießt Hugo Chavez ein zweifelhaftes Image und wird oft sogar mit Diktatoren verglichen. Bei den letzten Präsidentschaftswahlen, am 3. Dezember 2006, konnte Chavez 7.309.080 Stimmen, oder 62,84 Prozent, für sich Verbuchen. Sein stärkster Gegenkandidat, Manuel Rosales, erhielt nicht mehr als 4.292.466 Stimmen, was 39,60 Prozent entsprach. Ein derart deutlicher Sieg, nachdem Chavez seit 1999 Präsident des Landes ist, zeigt, dass die Mehrheit des Volkes deutlich hinter ihm steht.

In keinem guten Einvernehmen steht Chavez mit den Vertretern des internationalen Großkapitals. Kurz nach seiner Wiederwahl verstaatlichte er die venezolanische Telefongesellschaft und kurz darauf die Elektrizitätswerke. Außerdem bricht er immer wieder Abkommen mit internationalen Ölkonzernen und verlangt von diesen, einen Teil ihrer Einnahmen durch die Förderung venezolanischen Öls in Form von Steuern an den Staat abzuliefern. In den meisten westlichen Ländern werden Steuern der Masse der minderbemittelten Bürger abverlangt, während „internationalen Investoren“ Sonderrechte eingeräumt werden.

 

Quellen: Pravda, Wikipedia Hugo Chavez (spanisch), Wikipedia Wahlen 2006 (spanisch)

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