Freitag , 7 August 2020
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Das Spiel mit dem Krieg

flugzeugtraeger_uss_george_washingtonDie unzähligen Kriegseinsätze der USA während der vergangenen Jahrzehnte werden grundsätzlich als Landesverteidigung bezeichnet. Selbst im Zweiten Weltkrieg war Amerika in der glücklichen Situation, alle Kampfhandlungen außer Landes zu führen. Hawaii war bis zum Jahr 1959 ein US-Militärstützpunkt und wurde erst dann zum Bundesstaat. US-Truppen sind rund um die Welt stationiert. Unter Einsatz eines der mächtigsten Flugzeugträgers, der  USS George Washington, präsentiert die USA ihre Stärke vor der Küste Nordkoreas, dessen Drohungen als Bluff abgetan wurden. Wie würde das Weiße Haus und das Pentagon reagieren, wenn eine andere Militärmacht ihre Manöver vor der Küste der USA abhalten würde? 

Die Medien, die uns mit den neuesten Nachrichten versorgen, sind überwiegend pro-amerikanisch eingestellt. Als die irakische Armee im Jahr 1990 in Kuwait einmarschierte, erfolgte ein Angriff durch die USA. Als Serbien sich wehrte, seine Rohstoffvorkommnisse internationalen Investoren zu überlassen, erfolgte ein Militärschlag durch die USA (unter dem Vorwand der Verteidigung Kosovos). Seit fast zehn Jahren bemühen sich die USA, zusammen mit NATO-Verbündeten, Afghanistan zu kontrollieren. Während die Weltöffentlichkeit überzeugt werden soll, dass es sich um eine Befreiungsaktion gegen die Taliban handelt, wird diese Organisation jedoch immer stärker. Wer will sich schon von ausländischen Militärmächten gegen Landsleute verteidigen lassen? 2003 erfolgte ein erneuter Angriff gegen Irak, angeblich, um zu verhindern, dass der mittlerweile getötete Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen produzieren könnte. Vor internationalen Kommissionen wurde eindeutig festgestellt, dass es sich bei diesen Behauptungen um eine Lüge gehandelt hatte, weswegen der damalige US-Außerminister Colin Powell letztendlich auch zurücktrat. Weiterhin sterben täglich Menschen in dem völlig destabilisierten Land. Und weiter wird das Märchen von der Befreiung erzählt. Und immer noch finden sich zu viele Menschen, die dieses Märchen auch glauben.

Seit Jahren wird Iran mit Krieg gedroht und wir wissen nicht, welche Macht den wirklichen Angriff bis jetzt zu verhindern wusste. Wieder wird von Atomwaffen erzählt. Dass Iran ein Abkommen mit der Türkei und Brasilien getroffen hat, um Uran für die friedliche Verwendung in diesen Ländern anreichern zu lassen, wird dabei völlig ignoriert. Neue Wirtschaftssanktionen werden verhängt und die EU schließt sich wieder einmal freudig an. Was bedeuten eigentlich Wirtschaftssanktionen? Stellen Sie sich vor, einer ihrer Nachbarn zwingt alle Läden in Ihrer Nachbarschaft, Ihnen den Verkauf von Lebensmitteln zu verwehren. Wie würden Sie ein derartiges Vorgehen beurteilen? Als Kampfansage, würde ich sagen.

Als das südkoreanische Kriegsschiff Cheonan aus vorläufig unerklärten Gründen sank, wurde anfangs ein Verschulden Nordkoreas ausgeschlossen. Erst später stellte eine sogenannte „internationale“ Kommission, die ausschließlich aus Mitgliedern pro-amerikanischer Staaten bestand, fest, dass ein, in Nordkorea hergestelltes, Torpedo den Untergang, bei dem 46 Matrosen ihr Leben verloren, verursacht haben soll. Sofort sind die USA zur Stelle, verhängen Sanktionen und präsentieren ihre Militärmacht.

Wir gehen all zu leichtfertig davon aus, dass es Amerikas erstes Interesse sei, den Weltfrieden zu erhalten, unter Diktaturen leidende Menschen mit internationaler Demokratie zu beglücken, der ganzen Welt Freiheit und Wohlstand zu offerieren. Werfen wir jedoch einen Blick auf die Vereinigten Staaten selbst, so sehen wir einen unglaublich hohen Prozentsatz notleidender Bürger. Menschen, die auf Unterstützungen bei Nahrungsmitteln, sogenannten Food-Banks, angewiesen sind. Millionen von Menschen, die trotz eines Arbeitsplatzes in Zelten Wohnen, weil sie sich mit ihrem Einkommen keine Miete leisten können. Unglaublich hohe Verbrechensraten. Die soziale Situation in den USA ist keineswegs beispielhaft, zumindest nicht im positiven Sinne.

Es wurde bekannt, dass im berüchtigten Lager von Guantanamo-Bay Unschuldige eingesperrt waren. Man weiß, dass Folter angewandt wird. Insbesondere im Zusammenhang mit den Kriegen in Irak und Afghanistan taucht immer wieder der Verdacht von Kriegsverbrechen auf, dem grundsätzlich nicht nachgegangen wird.

Wie würde Amerika oder die westliche Welt reagieren, wenn irgend eine ausländische Macht sich in die Politik Amerikas einmischen würde? Wie würde ein Manöver, direkt vor der US-Küste beurteilt werden? Die Welt fürchtet, dass Iran eine Atombombe basteln könnte. Amerika hat fast 10.000 davon. Und die USA sind das einzige Land in der Geschichte, die jemals Atomwaffen eingesetzt haben, und zwar für einen Angriff gegen die Zivilbevölkerung zweier japanischer Städte, Hiroshima und Nagasaki.

Es wäre an der Zeit, zu erkennen, dass die amerikanische Kriegspolitik nicht im geringsten die Interessen der amerikanischen Bevölkerung vertritt, auch wenn die CNN- und Fox-News-Gläubigen den verbreiteten Dogmen Gehör schenken, an der Illusion von Wohlstand im eigenen Land festhalten, während sie bei Visa oder Master-Card um eine Erhöhung des Kreditrahmens betteln. Und wer Amerika wirklich kennt, will keinesfalls, dass Deutschland oder irgend ein anderes europäisches Land diesem Beispiel folgt.

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