Samstag , 8 August 2020
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Oberstes Gericht in Botswana gibt den Buschleuten kein Recht

buschmannGestern berichteten wir hier auf The Intelligence über die Buschleute in Botswana, die ihre Heimat in einer der trockensten Regionen der Erde, der Kalahari-Wüste, haben. Im gestrigen Bericht, konnte man nachlesen, wie die Regierung in Botswana versucht das indingene Volk aus dem Central Kalahari Game Reserve zu vertreiben. Und das etwa nicht seit kurzer Zeit, sondern schon seit Jahren. Heute nun erreichte uns von Survival International e. V. die Nachricht, dass das Oberste Gericht in Botswana, welches von den Buschleuten um Rechtsprechung gebeten wurde, nun zu einem Urteil kam. 

Für die Menschen in dem Wüsten-Reservat, wurde mit dem heutigen verkündeten Urteil des Obersten Gerichtshofes, jegliche Hoffnung auf den Zugang zum einzigen Wasserbohrloch des Reservates, zerstört. Bereits seit dem Jahr 2002 müssen die Kalahari-Bewohner in ihrem Reservat ohne Wasser auskommen. Um das wertvolle Nass, welches bekanntlich zum Überleben absolut notwendig ist, doch noch zu erhalten, konnten lange Zeit die Angehörigen der Buschleute von außerhalb des Reservates mit Eseln das Wasser in das Schutzgebiet bringen. Dass dies nun auch nicht mehr möglich ist, konnte ebenfalls gestern dem Bericht entnommen werden.

Obwohl im Jahr 2006 die, durch derartige Regierungsmaßnahmen ausgehende, Vorgehensweise von Staatsseite aus, von dem selben Obersten Gerichtshof als verfassungswidrig und unrechtmäßig angesehen wurde, ist das heutige Gerichtsurteil ein herber, wenn nicht lebensbedrohlicher, Rückschlag für das indigene Volk der Kalahari-Wüste. Der Direktor der Nicht-Regierungsorganisation Survival International, Stephen Corry, sprach in seiner Pressemeldung wahre Worte aus, die jedem Touristen von Botswana doch zu denken geben sollten: „In den letzten zehn Jahren ist Botswana für indigene Völker zu einem der härtesten Orte der Welt geworden. Wenn Buschleuten das Wasser auf ihrem Land vorenthalten wird, während Touristen, Tiere und Diamantenhersteller es frei erhalten können, sollten sich alle Menschen fragen, ob Sie diese Regierung wirklich mit ihren Reisen und Schmuckeinkäufen unterstützen wollen.” Was nun aus den Frauen, Männern und Kindern im Central Kalahari Game Reserve, die nachwievor kein Wasser erhalten, werden soll, ist eine berechtigte Frage und konnte durch die heutige Pressemittteilung, leider noch nicht beantwortet werden.

Weitere Informationen über dieses Thema, welches die Menschenrechte regelrecht beiseite  lässt, finden sich auf der Webseite der Organisation.

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