Samstag , 26 September 2020
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Regierung unterbindet Wassertransport für Kalahari-Volk

kalahariWasser bedeutet Leben. Doch genau das ist in der Kalahari-Wüste in Botswana Mangelware, denn bei dieser Wüstenregion handelt es sich um einen der Teile auf der Erde, der als eine der trockensten Regionen gilt. Und doch leben dort die Ureinwohner des Landes im Central Kalahari Game Reserve (CKGR), die nun durch die Regierung Botswanas im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Trocknen sitzen gelassen werden. Angehörige der Kalahari-Buschleute dürfen diesen kein Wasser bringen. Was bezweckt die Regierung von Botswana mit diesem unverständlichen Verbot Menschen die Möglichkeit zum überlebenswichtigen Wasser zu geben? 

Wie die weltweit agierende Nicht-Regierungsorganisation Survival International e.V. in einer aktuellen Pressemitteilung verlauten ließ, verbergen sich hinter der Handlungsweise der Regierung Beweggründe, die sehr gezielt in die Richtung gehen, dass die Buschleute aus dem Reservat vertrieben werden sollen. Ein Ziel, das schon seit Jahren von Regierungsangehörigen in Botswana angestrebt wird, jedoch durch die Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes des Landes nicht leicht zu erreichen ist. In dem Gerichtsurteil sprachen die Richter den Kalahari-Buschleuten das Recht zu, in dem Land ihrer Vorfahren leben zu dürfen. Folglich sind sie rechtens in dem Central Kalahari Game Reservat. Allerdings scheinen die Regierungsmitglieder kein Mittel zu scheuen, um die Menschen trotzdem aus dem Reservat zu vertreiben.

So dürfen die Angehörigen der Buschleute kein Wasser auf dem Rücken von Eseln in das Wüstengebiet bringen und das, obwohl die Regierung selbst für das Wasserloch, innerhalb des Reservates, den Zugang untersagt hat. Angesichts der herrschenden Trockenzeit bedeutet jedoch das Wasser außerhalb des Schutzgebietes die Überlebensgrundlage der dort ansässigen Menschen. Der fadenscheinige Grund des untersagten Wassertransportes der Angehörigen: Esel sind im Reservat verboten. Doch dies scheint eine neue Regelung der Erlaubnis zu sein, die zudem mit zweierlei Maß gerechnet wird. Während die Bewohner weder mit einem Fahrzeug, noch mit Eseln, das Wasser zu ihren Familien transportieren dürfen, scheint das Betreten des Reservates für Touristen kein Problem darzustellen. Im Gegenteil, denn diesen ist durchaus der Zutritt auf einem Esel, Kamel oder anderen zu reitenden Tier erlaubt.

Interessanterweise wurde durch die Regierung von Botswana, für deren Besucher, die Genehmigung für ein luxuriöses Safari-Camp mit Bar und Swimmingpool erteilt. Dass hierzu weitere Wasserlöcher gebohrt werden und diese für die wilden Tiere eine Tränke darstellen sollen, scheint ebenfalls kein Problem zu sein. Zudem wird vermutlich, nach Kenntnisstand der Organisationsmitglieder von Survival International, genau in dieser Region die Lizenz für eine Diamantenmine erteilt werden, was jedoch bedingt, dass ebenfalls nach weiteren Wasserstellen gebohrt werden muss. Allerdings wohl abermals ohne die Erlaubnis, dieses Wasser an Buschleute abzugeben. Diese haben mittlerweile eine Klage eingereicht, um für ihr Recht zu kämpfen. Das Urteil wird noch für diese Woche erwartet und es ist zu hoffen, dass die Richter in Botswana nicht wie Justitia, wie die oftmals im Realen zu erlebenden Gerichtsurteile verdeutlichen, blind für die Rechte der Kalahari-Bewohner sind.

Weitere Informationen finden sich zu diesem menschenrechtsverletzenden Thema auf der Webseite von Survival International e. V.

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