Dienstag , 23 Juli 2019
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„Deutschen liegt Fremdenhass in den Genen“

stadler_parlamentsrede_screenshotDiese Behauptung stammt aus dem Mund von Kadri Ecvet Tezcan, zur Zeit türkischer Botschafter in Österreich. Als Generalkonsul in Hamburg bezeichnete er im Jahr 1993 die Deutschen als ausländerfeindlich. In einem Interview, das in Österreich für Schlagzeilen sorge, kritisierte er sowohl die Politik des Gastlandes als auch dessen Bevölkerung. In einer leidenschaftlichen Parlamentsrede (Video) forderte der österreichische BZÖ-Abgeordnete Ewald Stadler Außenminister Spindelegger auf, den türkischen Botschafter Kadri Ecvet Tezcan zur „persona non grata“ zu erklären.

In dem, am 9. November in der Presse veröffentlichten, Interview mit dem türkischen Botschafter kritisiert dieser sowohl die österreichische Integrationspolitik als auch die Einstellung der Bürger. Diesen warf er unter anderem vor, sich für andere Kulturen nur während des Urlaubs zu interessieren. In seinen Vorwürfen zur Ausländerfeindlichkeit scheint Herr Tezcan zwischen Deutschland und Österreich keine Grenze zu ziehen. Unter Berufung auf einen Bericht im Focus, erinnert ein Artikel in der Presse an Tezcans beleidigende Äußerung aus dem Jahr 1993: „Es gibt in Deutschland Ausländerfeindlichkeit. Sie haben sie in den Genen”

Tezcans jüngste Äußerungen sorgten im ganzen Land für Entrüstungen. Besonders engagiert zeigt sich Ewald Stadler, einer von 17 Abgeordneten des „Bündnis Zukunft Österreich“ (BZÖ). In einer mitreißenden Rede vor dem österreichischen Parlament rollte er schockierende Vorfälle aus der Türkei auf, die sich insbesondere gegen christliche Geistliche richteten. Allen voran berichtete er in Details von der Ermordung des katholischen Bischofs von Anatolien, Luigi Padavese. Der 63-Jährige wurde von seinem ehemaligen Chauffeur, dem 26-jährigen Murat Altun am 3. Juni dieses Jahres, unter dem Ausruf „Allah hu akbar“, zuerst durch acht Messerstiche schwer verletzt und danach trennte ihm dieser den Kopf ab. Wie türkische Medien berichten, wurde bei dem Attentäter von einer psychiatrischen Klinik „geistige Umnachtung“ diagnostiziert, was ihn vor einer entsprechenden Strafe schützen könnte.

Als Stadler von weiteren Ermordungen christlicher Priester in der Türkei berichten wollte, fühlte er sich unterbrochen und erklärte leidenschaftlich, dass derartigen Vorfällen allgemein wenig Beachtung geschenkt wird. Im Gegensatz dazu, was würde passieren, wenn einem türkischen Würdenträger „ein Haar gekrümmt“ werden würde? Sofort verwies er jedoch darauf, dass in Österreich noch kein einziger türkischer Würdenträger angegriffen worden sei.

Stadler forderte in seiner Rede die sofortige Abberufung des türkischen Botschafter Kadri Ecvet Tezcan. Ob seine Worte als ausländerfeindlich oder als situationsbeleuchtend eingestuft werden sollten, darüber wird sich wohl jeder selbst sein Urteil bilden. Die Zahl der Türken in Österreich wird auf rund 250.000 geschätzt und beträgt somit nicht mehr als etwa drei Prozent der Bevölkerung.

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