Samstag , 18 Januar 2020
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Positives von der EU: Arzneimittel-Infos ab 2012 frei verfügbar

arzneimittel_drageesNebenwirkungen, Wechselwirkungen oder auch unverständliche Beipackzettel machen uns jüngeren Verbrauchern das Leben oftmals ebenso schwer als auch vielen Senioren (siehe unseren Beitrag zur Priscus-Liste) sowie chronisch Kranken. Nur selten erfährt man genaueres über ein Arzneimittel, so dass man nicht selten ratlos vor dem Dilemma des Unwissens steht. Damit könnte es nun ab 2012 vorbei sein, denn dann sollen, sofern keine Hindernisse mehr auftauchen, jedem Verbraucher Arznei-Infos im Web freizugänglich, zum Nachlesen, zur Verfügung stehen.

Eine neue Transparenz über mögliche Nebenwirkungen der unterschiedlichen Medikamente, so lautet das Ziel, welches aktuell durch das Europäische Parlament diskutiert wird und auch kurz vor dem Beschluss steht. Wie die Ärztezeitung berichtet hat, soll zum Thema einer Verbesserung der Medikamentenüberwachung (Pharmakovigilanz) das Europäische Parlament gestern eine Abstimmung über einen entsprechenden Gesetzesentwurf durchgeführt haben. In diesem Gesetzesentwurf wird ab 2012 Patienten über das Web die Möglichkeit geboten, sich frei über nationale und auch europäische Arzneimittel Informationen einholen zu können.

Hierbei soll es eine Datenbank der Europäischen Arzneimittelagentur EMA geben, an welche die Arzneimittelhersteller entsprechende Informationen über mögliche Nebenwirkungen eines Medikamentes angeben sollen. Gültigkeit besteht folglich für Präparate, die sowohl eine zulassungsgemäße als auch eine nicht-zulassungsgemäße Verwendung innerhalb der EU und Drittstaaten beinhalten. Diese Datenbank namens „Eudravigilance“ wird somit zu einer einzigen Quelle werden, die für Medikamentenhersteller und nationale Behörden zum Speisen mit relevanten Informationen dienen soll.

Für Patienten wird es mit der Online-Präsenz zudem ersichtlich werden, dass ein Arzneimittel oder ein medizinisches Produkt hinsichtlich seines Wirkstoffes noch eine Überwachung benötigt, was wiederum durch einen Hinweis geschehen und der durch ein schwarzes Symbol eine Kennzeichnung erfahren soll . Ergänzend ist geplant, dass auch die Beipackzettel in verschiedenen Sprachen online abrufbar sind und zudem eine bessere Lesbarkeit für Laien beinhalten sollen. Eine Neuerung, die nicht nur aus den Reihen der SPD begrüßt wird, sondern vor allem langwierige Gespräche zwischen EU-Parlament, EU-Kommission und Ministerrat im Vorfeld nach sich zogen. Vermittlungsgespräche und Verhandlungen, die jedoch für alle Patienten einen entscheidenden Vorteil mit sich bringen werden, da für Patienten ermöglicht, ab der Einführung, eine zentrale Anlaufstelle vorhanden ist, die somit, besonders im Bereich der medikamentenbedingten Nebenwirkungen, eine deutlich unabhängigere Transparenz gegenüber den Pharmaunternehmen bietet.

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