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Neue Bankenhilfe nun offiziell angekündigt

merkel_2007Schon am 10. September sickerten Informationen an die Öffentlichkeit, dass die deutsche Regierung an neuen Finanzhilfen für den Bankensektor arbeite. Heute wurde es offiziell. Kanzlerin Merkel verlautete aus Brüssel, dass die deutsche Regierung bereit sei, wenn notwendig, eine Kapitalisierung der Banken durchzuführen. Diese Zusage, wieder einmal Steuergelder in den Finanzsektor umzuleiten, führte zu einem sofortigen Kursanstieg an der Frankfurter Börse. Die gleichzeitig entstehende Frage lautet: Wie lange werden sich die Bürger dieses Spiel noch gefallen lassen?

Es waren drei Mitglieder der Koalitionsparteien, die es vorzogen, ihre Namen nicht zu nennen, durch welche die Geheimpläne an die Öffentlichkeit gelangten. Schon Anfang September wurde ein neues Rettungspaket für den Finanzsektor besprochen. Obwohl einige internationale Medien darüber berichteten, blieb The Intelligence die einzige deutschsprachige Online-Zeitung, die ihre Leser darüber informierte. Allerdings, mit einer einzigen vorübergehenden Ausnahme. Auch die Märkische Allgemeine hatte einen kurzen Bericht veröffentlicht. Der Link führt mittlerweile jedoch ins Leere. Immerhin, wer mit The Intelligence vertraut ist, wäre somit auch informiert, dass die plötzlich zugesagte Finanzhilfe keineswegs auf einer spontanen Entscheidung beruht. Ungeachtet, wie die offizielle Erklärung lauten möge.

An der Frankfurter Börse führte die Ankündigung zu einem sofortigen Kursanstieg. Nachdem der Handel während der Vormittagsstunden einen leichte Abwärtstendenz zeigte, schloss der DAX mit 5.473,03 Punkten, was einem Plus von 4,91% entspricht.

Wo das Geld für eine Unterstützung von Banken, die durch einen griechischen Zahlungsausfall in Schwierigkeiten geraten könnten, letztendlich herkommen soll, wurde vorläufig nicht näher erklärt. Es ist wohl kein Geheimnis, dass die deutschen Staatsschulden bereits zwei Billionen Euro betragen. Milliardenbeträge lassen sich, zumindest vorübergehend, ausschließlich durch neue Verschuldung auftreiben. Für diese Verbindlichkeiten haftet, ebenso wie für die bereits bestehenden, der Bürger. Zu hoher Wahrscheinlichkeit wird also wieder das gleiche passieren wie im Jahr 2008. Der Staat wird sich beim Finanzsektor verschulden, um dem Finanzsektor aus der Patsche zu helfen. Lässt sich in einer derartigen Strategie Logik erkennen?

Durchaus! Während Banken und andere Finanzinstitute über Jahrzehnte hinweg ihre sagenhaften Gewinne außer Landes brachten, wird das Volk zur Kasse gebeten, wenn diese Institute vorübergehend in Schwierigkeiten geraten. Das einzige, was zur Verwunderung anregt, ist die Tatsache, dass sich die Bürger eines demokratischen Staates so etwas noch immer gefallen lassen. Doch was sagte diesbezüglich schon Henry Ford vor fast einem Jahrhundert?

„Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh!“

Ausführlicher Bericht über das Versprechen der Kanzlerin bei Zeit-Online.

 

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