Mittwoch , 22 Mai 2019
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Preisliche Umverteilung für Stromverbraucher

Weiter und immer weiter wird an den Strompreisen geschraubt. Insbesondere im kommenden Jahr wird sich einiges ändern – hauptsächlich zum Nachteil der Verbraucher. Nun hat sich laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung das Forschungsinstitut ewi ER&S mit den möglichen Folgen der kommenden Stromreform auseinandergesetzt.

Umverteilung wird ersichtlich

Die Netzreform bringt demnach eine Umverteilung mit sich. Gerade die Industrie, die auf Hochspannungsnetzwerke angeschlossen ist, wird sich auf eine gewaltige Preisänderung einstellen müssen. Im Westen steigen die Netzentgelte um bis zu 72 Prozent, während sie im Osten um bis zu 28 Prozent sinken.

Da kommen Endverbraucher noch relativ glimpflich davon. Allerdings müssen sie sich im Westen auf einen Preisanstieg von bis zu sechs Prozent einstellen. Der Osten kommt dagegen bis zu drei Prozent günstiger weg.

Grund für diese Umverteilung ist ein Gesetzentwurf zur Modernisierung der Netzentgeltstruktur.

Strom wird insgesamt teurer

Während der Osten künftig ein wenig günstiger wegkommt und der Westen ordentlich draufzahlt, wird Strom insgesamt immer teurer. Dies liegt nicht am eigentlichen Strompreis, denn der ist unschlagbar günstig – zumindest an der Börse. Steuern und Abgaben wie unter anderem die Ökosteuer mit der die Energiewende finanziert werden sollte, schlagen aber kräftig zu und verteuern die Strom insbesondere für die privaten Endverbraucher. Ein Strompreisvergleich fördert deshalb häufig zu Tage, dass es zwar günstigere und teurere Anbieter gibt, die Strompreise insgesamt aber steigen.

Wer es in Betracht zieht, den Stromanbieter zu wechseln, der sollte sich allerdings mit den Kündigungsbedingungen seines aktuellen Stromanbieters ebenso vertraut machen wie mit den Vertragsbedingungen des künftigen Stromanbieters. Ein Strompreisrechner kann bereits dabei helfen, sich einen groben Überblick über die Konditionen zu verschaffen.

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