Donnerstag , 8 Dezember 2022
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Robbenjagd hat begonnen

seehundAus gutem Grund gehen die internationalen Tierschützer wieder einmal auf die Barrikaden. Die kanadische Regierung hat auch dieses Jahr mehr als 300.000 Robben zum Abschlachten freigegeben. Am meisten Anstoß erregt die überaus brutale Art des Abschlachtens, wie das folgende kurze Video auch zeigt. Allerdings, die Situation scheint sich deutlich zu verbessern. Nicht nur der Markt verlangt nach immer weniger Robbenfellen, dieses Jahr retten auch die Wetterbedingungen unzähligen Robben das Leben. Die Jäger selbst würden, laut einer Meinungsumfrage, alternative Einnahmequellen begrüßen.

In der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador wird seit Donnerstag wieder auf Robben Jagd gemacht. Immer wieder schockieren die Bilder. Zwar nicht ausschließlich, doch oft genug werden die Tiere, viele von ihnen nur wenige Monate alt, mit Knüppeln erschlagen, bevor ihnen das Fell abgezogen wird. Das Fleisch wird zurück gelassen. Robben zeigen dem Menschen gegenüber kaum Scheu. Ihre mangelnde Bewegungsfreiheit an Land bzw. am Eis nimmt ihnen beinahe jede Möglichkeit zur Flucht.

Im Gegensatz zu Deutschland, war der Winter im Osten Kanadas dieses Jahr unglaublich warm. Somit müssen die Robbenjäger wesentlich weiter in den Norden, was rund die Hälfte davon abhält, sich an der diesjährigen Jagd zu beteiligen.

Dass die Angaben zu den, zum Töten freigegebenen, Zahlen von Zeitung zu Zeitung zwischen 330.000 und 380.000 variieren, ist völlig bedeutungslos. Wie schon im Vorjahr, sollen nicht mehr 60.000 bis maximal 70.000 Tiere getötet werden. Die Preise für Felle fallen immer tiefer. Die Nachfrage sinkt ständig, wobei es sich um eine durchaus begrüßenswerte Reaktion der Öffentlichkeit handelt.

Die kanadische Zeitung The Gazette berichtete vor wenigen Tagen von einer Meinungsumfrage, bei der rund die Hälfte der 181 registrierten Robbenjäger Neufundlands und Labradors zwischen dem 7. Dezember 2009 und dem 24. Januar dieses Jahres angesprochen wurde. Die Hälfte der Befragten erklärte, dass sie auf die Jagd verzichten würden, wenn ihnen die Regierung den Ausfall an Einnahmen ersetzen würde. In anderen Quellen finden sich Hinweise auf die Höhe der Einnahmen pro Jäger, die bei etwa 5.000 Dollar liegen.

robben_videoHierzu muss bemerkt werden, dass es sich bei den Robbenjägern grundsätzlich um Fischer handelt. Die einst überaus fischreichen Gewässer dieser Region, bringen jedoch nur mehr einen Bruchteil der ehemals erzielten Fangergebnisse. Der genannte Betrag dient in erster Linie der Erhaltung der Boote. Alternative Einnahmemöglichkeiten lassen sich in Neufundland und Labrador kaum finden.

Ob es nun die sinkende Nachfrage nach Robbenpelzen sein wird oder doch eine, von der Regierung angebotene, Kompensation, für die nahe Zukunft besteht durchaus Hoffnung, dass diese eindeutig unmenschliche Art der Jagd zu einem Ende kommen könnte. Das Video zeigt Aufnahmen aus dem Jahr 2008, kann aber wegen der brutalen Szenen leider nicht eingebettet werden. Um es zu sehen, ist es notwendig, sich bei Youtube einzuloggen. Zum Video

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