Dienstag , 23 Juli 2019
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Brustkrebsvorsorge und das Geschäft mit der Angst

mammographieEine Geschichte, die, wenn sie nicht so traurig wäre, hier zu Ihrer Belustigung beitragen könnte, passierte mir heute, was mich dazu bringt, mich mal wieder an Sie, liebe Leser von The Intelligence, zu wenden. Da habe ich doch im Briefkasten eine Einladung von der zentralen Stelle der KV Nordrhein in Düsseldorf, zum „Mammographie-Screening, ein Programm zur Früherkennung von Brustkrebs für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren.“

Mein erster Gedanke war: Und die 70-jährigen können ruhig schon mal den Löffel abgeben, oder wie?, wandte mich dann doch „meiner Einladung“ zu, die wohl eindeutig an eine Frau Wilhelmine Wut gerichtet war. Ich wusste nicht genau, ob mich der Fehler des Mammographie-Screening Programms ärgern, oder belustigen sollte, wurde dann aber doch neugierig und sah mich in der beigelegten Broschüre etwas genauer um. Mitgeliefert wird die mit einem Fragebogen zur Anamnese, welchen man ausgefüllt zur Untersuchung mitbringen soll, was also heißt, dass schon mal davon ausgegangen wird, dass sie da auch wirklich hingehen, nur weil es von der Kasse bezahlt wird und um den wir uns später noch kümmern.

Zunächst schlug ich diese Broschüre auf und wurde mit jeder Seite mehr von ihr erschlagen. Das Mammographie-Programm, so teilt man mir stolz mit, wurde mit großem Aufwand eingerichtet und stellt ein zusätzliches Angebot zu der jährlichen Krebsvorsorgeuntersuchung dar. Es erfüllt die strengen Qualitätskriterien der „Europäischen Leitlinien“, was auch immer das zu bedeuten hat.

Bevor ich zum eigentlichen Grund meines Ärgers komme, will ich, wenn mir das als Mann überhaupt möglich ist, die Untersuchung ein wenig beschreiben. Soweit ich weiß, ist es beileibe kein Vergnügen, wenn einem die Brust zwischen zwei Kunststoffglasplatten geklemmt wird. Ich selbst hatte mal so was und weiß, das es nicht einfach ist, selbst wenn eine männliche Brust, durch ein Geschwür vergrößert ist, die da einzuklemmen, ohne das es nicht scheiße weh tut.

Richtig spannend wird es aber erst, wenn der Befund, erstellt durch zwei unabhängige Ärzte, oder Ärztinnen (was mich beruhigt hat, dass Frauen da jetzt auch mal zu Wort kommen), verdächtig ist, das heißt, Sie könnten Brustkrebs haben, man ist sich aber noch nicht sicher,

Dann kommt es, Achtung, liebe Frauen, zu einer sogenannten Stanzbiopsie, bei der man Ihnen eine Nadel, so groß wie ein Schaschlikspieß in die Brust stößt, um etwas Gewebe entnehmen zu können.

Nennen Sie mich eine typisch männliche Memme, aber den Schmerz wünsche ich selbst meinen besten Freunden nicht. Schon alleine der Anblick dieses Spießes ist eine Zumutung. Die Aktion an sich stellt für mich zudem großen Blödsinn dar, da danach sowieso nochmal die Brust genauer geröntgt wird. Was übrigens, wie jeder weiß, zu einem erhöhten Krebsrisiko führt, aber na ja.

Dann kommt auf der nächsten Seite der Hammer, der mich schlicht umhaut, nämlich unter dem Punkt: „Welche Risikofaktoren gibt es?“ Sollte ich mich hier jetzt zu einer, sagen wir mal Gegenpanik verleiten lassen, so verzeihen Sie mir das bitte, aber ich denke, bei diesem Thema wird sich sowieso jeder seine eigenen, verantwortungsvollen Gedanken machen müssen und was ich darüber denke, sollte sie in keinster Weise dabei beeinflussen.

Also: Das mit dem Alter das Risiko steigt, an Brustkrebs zu erkranken, ist schon mal sehr, sehr relativ, zeigen uns doch Millionen von chinesischen Rentnerinnen, jeden Morgen gegen 5 Uhr im Park das genaue Gegenteil. Auch wenn in asiatischen Ländern vielleicht die Suizidrate weit höher ist als bei uns, was den Krebs betrifft, spielt der da keine besonders große Rolle.

Dass sich das Risiko verdoppelt, wenn ein Fall von Brustkrebs in der engeren Familie vorkam, halte ich für genauso blödsinnig, kommt es doch schlicht und einfach auf Ihre Lebensweise und ihre Ernährung an. Wenn Sie Krebs bekommen, weil irgendwo wieder ein Kraftwerk in die Luft geflogen ist, wovon sie aber gar nichts wissen, hat das sicher nichts mit der Schwester zu tun.

Dass also Medikamente zur Hormontherapie, Alkoholmissbrauch, Röntgenstrahlen, oder Übergewicht das Risiko erhöhen zu erkranken, ist genauso für viele andere Krankheiten gegeben, wenn sie bei einer solchen Lebensführung auch noch ständig Medikamente für Bluthochdruck, Magengeschwüre oder sonst was dazu nehmen.

Und jetzt kommt der Clou, der Mega-Hammer, wie man heute sagen würde, denn da kommt folgender Satz, den ich zitieren möchte:

Keine Rolle spielen psychische Faktoren, wie die innere Einstellung, Lebensfreude oder Stress.“

Ich möchte Sie wirklich bitten jetzt mal kurz inne zu halten und sich diesen Satz auf der Zunge zergehen zu lassen …, bitte.

Das größte Problem und die unwahrscheinliche Gefährlichkeit der Schulmedizin ist genau dieser Faktor. Nämlich die Unfähigkeit den Menschen nicht als Symptomträger, sondern als Ganzes zu sehen. Mit all dem, was ihn ausmacht. Ich finde diesen Satz, dass die Psyche keine Rolle spielt, bei der Entstehung von Krebs geradezu bestrafenswert, diese Leute sollten mal eine Zeit lang eingesperrt zur Besinnung kommen.

Wie man so etwas annehmen kann, liebe Leser und besonders liebe Frauen, ist mir ein Rätsel und hören sie einmal in sich hinein, dann wissen sie ganz genau, wie sich ihr körperlicher Zustand, schon ganz normal jeden Tag verändert, je nachdem wie es ihnen emotional gesehen geht. Erzählen sie mir bitte nicht, sie hätten das noch nicht bemerkt?!

Um ganz ehrlich zu sein, und noch mal ohne die Gefahr einer Krebserkrankung in irgendeiner Weise runter zu spielen, hört sich dies alles, für mich nach viel Geld an, das es mit ängstlichen Frauen zu verdienen gibt. Ähnlich der Farce, die vor einigen Jahren mit den jugendlichen Mädchen und dem Gebärmutterhalskrebs abgelaufen ist.

Ich kann nur sagen, „Pfui“!

Zum Schluss noch ein paar Worte über den Eingangs erwähnten Fragebogen. Dem anbei liegt nämlich – wie vom Jobcenter – ein Terminverschiebungs-Fax-Formular bei, das sie sozusagen zwingt, sich da zu entschuldigen, wenn sie nicht hingehen wollen, oder zu dem Termin, der ihnen genannt wurde nicht können.

Nochmal …, „Pfui“!

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2 Kommentare

  1. Die Frage ist doch: Was hat ein Arzt daran sie gesund zu machen?
    Die Antwort: Er wird arbeitslos!
    Die Kunst des Arztes liegt darin sie Krank zu halten ohne dass sie zu früh versterben.
    Heute geht es nur noch ums Geld und nicht mehr um den Patienten.

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