Samstag , 18 Januar 2020
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Klimaforschung die tut Not, doch wer zuviel forscht wird bedroht

schmelzender_gletscherAngesichts der sich häufenden Wetterextreme ist es durchaus im Sinne der Bevölkerung, rechtzeitig vor drohenden Gefahren gewarnt zu werden, um, nicht zuletzt mit Hilfe der durch Forschung gewonnenen Erkenntnisse, Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Sollte man meinen. Allein in Australien sorgten Anfang des Jahres Überschwemmungen dafür, dass Landstriche so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen „down under“ lagen. Es liegt aber nicht immer an den Wetterkapriolen, wenn Klimaforscher in lebensbedrohliche Situationen geraten, in Australien steckt eine Interessengruppe dahinter, die mit massiven Einschüchterungsversuchen, schriftlich oder als Telefonterror, die Veröffentlichungen der Forschungsergebnisse und somit die Aufklärung der Bevölkerung zu verhindern versucht.

Wie der Sender ABC News berichtet, werden Wissenschaftler der Australischen Nationaluniversität (ANU) zunehmend mit Morddrohungen überschwemmt, der Vizekanzler Prof. Ian Young spricht von massiven Drohungen im letzten halben Jahr, in den vergangenen Wochen nahmen die Belästigungen nochmals zu. Die Sicherheitsvorkehrungen auf dem Unigelände wurden entsprechend erhöht, die Forscher in sichereren Gebäuden untergebracht. Auch David Koroly, Universität Melbourne, erhalte regelmäßig Morddrohungen nach Interviews, und laut Anna-Maria Arabia, Sprecherin der Australian Scientific and Technological Societies, machen solche Drohungen selbst vor unabhängigen Parlamentariern nicht Halt, die sich in entsprechende Debatten einbringen wollten. Sogar Mitglieder des Oberhauses verglichen Wissenschaftler mit Nazis.

Die Angst der Strippenzieher vor Verlusten muss mächtig sein, denn eines ist klar: Die Ergebnisse einer von der Regierung in Canberra in Auftrag gegebenen Studie zeigen deutlich, dass so nicht mehr weitergewirtschaftet werden kann:

Häufigkeit und Ausmaße der Naturkatastrophen werden zunehmen, im schlimmsten Falle wird mit einem Anstieg des Meeresspiegels um 1,1 Meter in den nächsten 90 Jahren gerechnet. 274.000 Wohnhäuser, 8.000 Geschäftshäuser, bis zu 35.000 km Straßen und Schienen des Landes wären gefährdet. Der zu erwartende Schaden wird mit 226 Milliarden Australischer Dollar beziffert.

Der Klimawandel und die damit drohende Polarschmelze sind aber längst ein globales Problem, sattsam bekannt und trotzdem immer aufs Neue aus dem Bewusstsein verdrängt. Auch aus diesem Grunde möchte Cousteau-Enkel Philippe mit einer weiteren Reportage die Dramatik ins Gedächtnis rufen: In 30 Jahren bereits könnte die Arktis eisfrei sein, befürchtet er.

Die eindrückliche Dokumentation von Philippe Cousteau zum Klimawandel in der Arktis wird unter dem Titel „Extreme Science“ am 16. Juli, um 22.00 Uhr auf CNN Deutschland ausgestrahlt.

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