Sonntag , 26 Mai 2019
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Das 5. Gebot: Du sollst nicht töten – Gedanken zu Osama Bin Laden

merkel_dachEr ist tot. Bestattet. Manche glauben schon seit 2007. Ob wir herausfinden werden, wann Osama Bin Laden nun gestorben ist, bleibt fraglich. Eine klare Antwort jedoch auf die Frage, welch perverse Menschheit wir, auch hier im Lande, haben, ist allerdings mit den neuesten Ereignissen mehr als gegeben. Du sollst nicht töten, so lautet das fünfte Gebot Gottes. Mag man nun einem Glauben angehören oder nicht – dieses Gebot ist und bleibt glaubensunabhängig! Und was erleben wir aktuell? Freudenjubel über den Tod eines Menschen, der zwar ebenfalls Blut an seinen Händen hatte, jedoch immerhin ein Lebewesen war.

Ich verfolge die Nachrichten, sehe Bilder und lausche den Worten, die besonders aus den politischen, verschmutzten Mündern entweichen. Wie kann ich einer Bundeskanzlerin Respekt zollen, die sich derart über den Tod eines Menschen freut? Öffentlich, ohne auch nur mit den Mundwinkeln zu zucken? Welch Vorbildfunktion hat sie, so wie viele andere Frauen und Männer, die in der Öffentlichkeit auftreten und bestimmte, nicht gerade unwichtig zu nennende Positionen inne haben, auf unsere Kinder und Jugend?

Du sollst nicht töten. Und am besten noch ein elftes Gebot dazu, das da lauten sollte „und dich nicht über den Tod eines Menschen erfreuen und in Euphorie darüber ausbrechen!“. Es ist beschämend und erschreckend. Was bringen wir unseren Kindern bei? Du sollst niemanden seelisch oder körperlich verletzen! Du sollst Leben schützen! Und dann spricht eine Bundeskanzlerin derartige Worte aus! Pfui Teufel, sag ich nur und stelle gleichzeitig die Frage, wohin all das noch führen soll.

Der Tod von Osama Bin Laden ist das eine, was folgen wird, das andere. Vermessen zu glauben, dass nun Friede, Freude und Eierkuchen herrscht, denn auch dieser Mann, mag er noch so furchtbar in seinem Tun gewesen sein, hat Menschen hinterlassen, die in lieben und vermissen werden. Man tritt diese Menschen, die nichts für sein Tun können, in ihren Emotionen und Leid mit Füßen. Egal was ein Mensch getan hat, dass Recht auf Pietät und Respekt hat jeder. „Es freut mich, dass Osama Bin Laden getötet wurde!“, so die Aussage der Bundeskanzlerin Merkel. Toller Mensch, tolles Vorbild, nicht wahr. Und sie ist nicht die Einzige, die derartige Aussagen macht. Obama und Konsorten, Politiker, Justizangestellte, Geheimdienste, Medienschaffende und viele „zivile“ Personen machen es ihr gleich. Und geben somit in meinen Augen die wahre Armseligkeit der Menschheit ebenso preis als auch den neuen Freifahrschein zum Töten.

Du sollst nicht töten. Vielleicht denken wir alle einmal intensiver über diese vier Worte nach, denn keiner von uns ist garantiert geschützt vor dem Tod. Und ob unsere Angehörigen dann lachend den Freudentanz zelebrieren werden, ist mehr als fraglich.

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