Mittwoch , 3 Juni 2020
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Chemtrails, Verschwörung und eine Erklärung in den Wetternachrichten

chemtrailsNatürlich, jeder kennt sie, die Kondensstreifen am Himmel. Manchmal verschwinden sie schnell, dann halten sie sich länger, und gelegentlich folgt massive Wolkenbildung. Manche Leute, die dieses Phänomen beobachten, sprechen von Chemtrails. Dieses Wort als Suchbegriff bei Wikipedia eingegeben, führt schon im ersten dort geschriebenen Satz zum Begriff: Verschwörungstheorie! Ein US-Meteorologe sprach kürzlich die Wahrheit aus. Und er wusste, wovon er sprach. Er war nämlich jahrelang angehöriger des US-Marine-Corps.

Dass es Spinner auf dieser Welt gibt, die hinter jeder Aktion und hinter jeder Erscheinung einen zentral gesteuerten Komplott vermuten, sei unumstritten. Allerdings, das Aufgreifen eines Themas, das allgemein wenig Beachtung findet, sogleich als Verschwörungstheorie zu verdrängen, wäre nicht minder als Unsinn einzustufen. Wenn wir etwa über ein geheimes Treffen in Dublin berichten, vertreten wir dadurch keine Verschwörungstheorie, sondern wir informieren über Fakten. Soeben sind wir auf die Aufzeichnung eines Wetterberichtes im US-amerikanischen Fernsehen gestoßen, in der ein Meteorologe, der zuvor bei den US-Streitkräften gedient hatte, genau erklärt, worum es sich bei den sogenannten Chemtrails handelt.

Zuvor aber kurz zu den ganz normalen Kondensstreifen, die Flugzeuge oft am Himmel hinterlassen. Dazu schreibt Wikipedia:

Bei der Verbrennung von Treibstoff in Flugzeugtriebwerken entstehen im Wesentlichen Kohlendioxid, Wasserdampf, Stickoxide und vor allem bei kerosinbetriebenen Triebwerken auch Ruß.

Rußpartikel bilden, zusammen mit anderen Partikeln, Feinstaub.

Die in Fahrzeugen eingebauten Katalysatoren reduzieren den Ausstoß von Feinstaub auf ein Minimum. (Nicht jedoch die Giftstoffe, ansonsten wäre es schließlich nicht mehr möglich, sich durch Inhalieren von Auspuffgasen das Leben zu nehmen.) Flugzeugtriebwerke stoßen aber immer noch Unmengen von Feinstaubpartikel aus. Liegt die Luftfeuchtigkeit entsprechend hoch, führt dies zur Wolkenbildung. In einer, schon vor längerer Zeit im kanadischen TV ausgestrahlten, Dokumentation wurde in diesem Zusammenhang darauf verwiesen, dass am 12. September 2001 in ganz Nordamerika die Sonne schien. Warum? Wegen des Flugverbotes anlässlich der Katastrophe am Tag davor.

Verschwörungstheoretiker behaupten nun, dass, ungeachtet des Feinstaubes, von Flugzeugen auch andere Partikel, etwa Aluminiumstaub ausgestoßen werden. Gewiss, die vermuteten Motive dafür verlieren sich oft in wilden Spekulationen. Doch was hat der Meteorologe Kevin Lollis vor einigen Tagen erklärt? Im folgenden Video kommt er, nach etwa 1:10 Minuten auf das Wetter in Kalifornien zu sprechen. Er verweist auf eine ungewöhnliche Situation und deutet auf Streifen ausgeprägter Wolkendecken.

„Das ist weder Regen noch Schnee. Glauben Sie es oder nicht: Die amerikanischen Luftstreitkräfte stoßen „Chaff“ (Häcksel, Spreu) aus. Das sind winzige Aluminium-Stückchen, manchmal auch aus Plastik oder sogar metallisierte Papierteilchen. Das wird für Anti-Radar-Zwecke eingesetzt und offensichtlich sind sie gerade dort oben und üben. Natürlich, sie (die US-Streitkräfte) werden das nicht bestätigen, aber ich war auf einige Jahre bei den Marine-Corps und ich sage Ihnen hier und jetzt, das ist es!“

 

Kevin Lollis ist Chefmeteorologe beim amerikanischen Wettersender KTVL. Die folgende Aufzeichnung stammt von Donnerstag, dem 6. Mai 2010:

 

{youtube}9Yl0Dc9EGZE{/youtube}

 

Am 6. Juni erhielten wir zu diesem Thema ein Email mit kompetenten Ergänzungen:

 

Die Ausbringung von Düppeln hat nichts, aber auch gar nichts mit Verschwörung zu tun. Bloß damit, dass viele Meteorologen ignorant genug sind, simple physikalische Fakten fachgebietsübergreifend zu beurteilen.

Das Wetterradar funktioniert auf der gleichen Wellenlänge (Frequenz) wie militärisches Radar, wobei letzteres den Vorrang genießt.

Jedes (Militär- Anm.)Flugzeug hat Düppel (Chaffs) an Bord. Früher waren das Stanniolstreifen, heute sind es Kunststofffasern mit Aluminiumbedampfung, deren Länge von wenigen Zentimetern auf die Resonanzfrequenz des militärischen Radars abgestimmt ist: Radartäuschung. Statt eines Flugzeugs sieht der Gegner eine kilometerlange Spur am Radar.

Die Folge ist klar: diese Fasern sind für das gleichfrequente Regenradar ebenso gut sichtbar wie für militärisches Radar. Als Folge sieht der Meteorologe „Geisterwolken”, denn die Düppelwolken erscheinen im Wetterradar als Regen, Wolken sind aber auf dem Satellitenbild nicht sichtbar.

Dumm zudem, dass auch die Meteorologie selbst Düppel zur Strömungsverfolgung in hohen Luftschichten nutzt. Gerade dann sollten sie es besser wissen.

Nach der Lektüre des Wikipedia-Artikels sollte klar sein, dass es sich bei Düppeln nicht um Feinstaub handelt. Beim nächsten Spaziergang könnt Ihr sie ja mal suchen, die Büschel gehen auch in Deutschland herunter (Übungen über der Nordsee + Wind aus Norden).

Nichts Verschwörerisches. Nur Physik.

Ebenso wenig verändern Düppek das Wetter, nur das Wetterradar stellt sie genau so dar wie Regen.

Gruß Horst

 

Noch zur Sache: die Wetterbeeinflussung bei Rußpartikeln ist deswegen gegeben, weil diese Feinstäube Tropfenkeime für die vorhandene Luftfeuchte bilden können.

Dies ist bei Düppeln nicht gegeben, sie sind viel zu groß und bleiben nicht lange genug in der Luft.

Im Video zum Beitrag ist eine “Regenfront” aka Düppel-Geisterwolke zu sehen, die auch über Deutschland schon mehrfach aufgetaucht sind. Zwar ist der Einsatz von Düppeln über Land verboten, bei Übungen über der Ost- und Nordsee werden sie jedoch in einer Höhe von bis zu 10km ausgebracht. Je nach Wetterlage treibt der Wind (wie im US-Beispiel) die Düppel Hunderte von Kilometern weiter.

Gruß Horst

 

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