Mittwoch , 3 Juni 2020
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Kriegsgewinnler schrecken auch vor Betrug nicht zurück

pentagonDer Schutz von Leben und Gesundheit zählt in unserer modernen Welt zu den höchsten Devisen. Ehrlichkeit und Gesetzestreue gelten ohnehin als unverzichtbare Voraussetzung für harmonisches Zusammenleben. Die Kriege der Neuzeit werden – angeblich – geführt, um Bürger andere Länder von ihren Tyrannen zu befreien. Welcher Schelm mag da wohl denken, dass vor allem Öl und Geld im Spiel sein könnten? Findet ein Senator sogar noch heraus, dass Betrugsfälle in Milliardenhöhe vorliegen, dann sollte dies für Schlagzeilen sorgen. Die Wirklichkeit ist leider anders. Der Vorfall findet beiläufig Erwähnung. Dass die Milliarden der Steuerzahler, sobald sie dem Pentagon übertragen sind, seltsame Wege beschreiten, ist zumindest seit einem Jahrzehnt bekannt.

Während Zehn-, wenn nicht Hunderttausende Menschen in den beiden zur Zeit von Amerika und dessen Bündnispartnern geführten Kriegen ihr Leben verlieren, der Rest der Bevölkerung all die Leiden des Krieges auf sich nimmt, sind – wie seit jeher – bewaffnete Konflikte für andere ein blühendes Geschäft. Der unabhängige Senator des Bundesstaates Vermont, Bernie Sanders, leitete Ermittlungen über die Geschäftsgebarungen des amerikanischen Verteidigungsministeriums ein. Dabei stellte sich heraus, dass innerhalb von zwei Jahren ein Großteil des Budgets von 280 Milliarden Dollar für Auftrage an 200 Unternehmen verwendet wurde, gegen die zivilgerichtliche Urteile vorliegen. Gegen 30 davon liegen sogar strafrechtliche Verurteilungen wegen Betrugs vor. Trotzdem erhielten sie gleichzeitig Aufträge in einem Ausmaß von 682 Millionen Dollar. Unter den spärlichen Meldungen über diesen Skandal findet sich u. a. folgendes Detail:  Ein Unternehmen namens AEY Inc. mit Sitz in Miami, Florida, hatte einen Auftrag über 300 Millionen Dollar für Munition erhalten, die sich bei ihrer Verwendung im Krieg gegen Afghanistan als minderwertig erwies. Es handelte sich um ein für die Verwendung in der US-Armee gebanntes Produkt aus China. Durch neue Verpackung wurde der Eindruck vermittelt, dass diese Munition aus Albanien stamme. Der Besitzer des Unternehmens wurde im Jahr 2009 zu vier Jahren Haft wegen verschwörerischen Betrugs verurteilt.

Wenn das amerikanische Verteidigungsministerium Aufträge an Unternehmen vergibt, die von amerikanischen Gerichten wegen Betruges verurteilt wurden, dann sollte man annehmen, dass amerikanische Medien darüber berichten. Einige tun es auch. Der Name des Senators, Bernie Sanders, bei Google-News eingegeben führt auch zu über 200 Treffern. Die meisten der Zeitungen, die darüber berichten, gelten zwar durchaus als verlässliche Quelle, doch die wirklich bekannten Namen der etablierten Medien tauchen nicht auf.

Dieser Vorfall erinnert aber auch an einen Skandal aus dem Jahr 2001, der eigentlich nicht in Vergessenheit geraten sollte. Im folgenden Video rollte CBS-News schon vor Jahren ein sonderbares Eingeständnis des damaligen US-Verteidigungsministers Donald Rumsfeld auf. Am 10. September 2001 gestand dieser vor laufender Kamera ein, dass Ausgaben von 2,3 Billionen Dollar nicht belegbar seien. 2,3 Billionen Dollar sind aus dem Pentagon verschwunden. Durch die Zahl der Bürger der Vereinigten Staaten geteilt, korrespondiert dieser Betrag mit $ 7.500 pro Person und rund dem Doppelten pro Steuerzahler. Am nächsten Tag ereignete sich das tragische Unglück. Meldungen darüber, dass die – den offiziellen Angaben zufolge durch ein Flugzeug ausgelöste – Explosion im Pentagon am 11. September alle Daten zum Rückverfolgen der unbelegbaren Ausgaben vernichtete, finden zwar keine eindeutige Bestätigung, doch bis heute ist nicht bekannt, wohin dieses Vermögen verschwunden ist.

 

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