Skip to main content

Staubsauger im Test


Einen Staubsauger zu kaufen, ist heute gar nicht mehr so einfach. Denn die praktischen Geräte, die in keinem Haushalt mehr fehlen dürfen, gibt es in vielen Ausführungen. Handstaubsauger bieten sich genau so an, wie Bodengeräte. Staubsauger ohne Beutel machen den Saugern mit Beuteln zunehmend Konkurrenz. Spezielle Staubsauger richten sich an Haushalte, in denen Allergiker leben. Und nicht zuletzt werben Hersteller mit Geräten, die besonders viel Ausstattung mitbringen oder über sehr lange Stromkabel verfügen.

Das ist wichtig beim Staubsauger Kauf

Staubsauger gibt es in unzähligen Varianten und Bauarten. Bevor man sich auf den Weg macht, ein passendes Gerät zu kaufen, sollten deshalb grundsätzliche Fragen geklärt werden. Denn vor Ort, in der entsprechenden Abteilung eines Kaufhauses oder eines Fachmarktes, ist Fülle der angebotenen Geräte so groß, dass man schnell den Überblick verliert.

Deshalb klärt der kluge Käufer folgende Fragen:

  • Wohnung oder Einfamilienhaus – wo kommt das Gerät zum Einsatz?
  • Teppiche oder Hartböden – welcher Untergrund überwiegt?
  • Staubbeutel ja oder nein – welcher ist Favorit?
  • Allergiker im Haus – muss es speziell sein?
  • Tierhaare – welche Herausforderungen gibt es noch?

Anhand der Antworten auf diese Fragen lässt sich der Kreis der infrage kommenden Staubsauger bereits etwas einengen. Ein Staubsauger für Hartböden und glatte Teppiche zum Beispiel ist etwas anderes als ein Gerät, das hochflorige Teppiche in der gesamten Wohnung mit einem guten Saugergebnis bearbeiten kann. Hat der Käufer eine Vorauswahl an Geräten getroffen, geht es in den direkten Vergleich, um aus dem Kreis der potenziellen Staubsauger für den eigenen Bedarf das richtige auszuwählen.

Dafür vergleicht man nach folgenden Gesichtspunkten:

  • Handhabung: Ältere Personen sollten auf Leichtgängigkeit setzen.
  • Saugleistung: Nicht nur hohe Wattzahlen sichern ein gutes Saugergebnis.
  • Motorleistung: Auch hier muss es keine überdimensionierte Ausführung sein.
  • Filtersysteme: Allergiker sollten auf HEPA Filter setzen.
  • Regulierung der Leistung: Wichtig für ein gutes Saugergebnis.
  • Betriebsgeräusche: Vor allem billige Geräte sind oft laut.

Außerdem gibt es noch weitere Kriterien, die beim Kauf eines Staubsaugers entscheidend sein können. Viele Käufer setzen auf zahlreiches Zubehör. Düsen zu Wechseln sind wichtig, wenn neben Hartböden und Teppichen auch Polstermöbel angesaugt werden sollen. Zu viele Extra-Düsen müssen es allerdings nicht sein. Eine breitere Düse und ein paar schmalere Düsen sowie eine Düse mit einer starken Bürste und eine Düse mit einer kurzhaarigen Bürste reichen aus. Entscheidend ist auch das Gewicht eines Staubsaugers. Ein Bodenstaubsauger lässt sich zwar ziehen, ist das Gerät zu schwer beweglich, engt das die Handhabung aber stark ein. Vorsicht bei starker Belastung: Wer einen schweren Staubsauger am Kabel zieht, beschädigt dieses unter Umständen. Ist das Gerät etwas schwerer, dann spricht das für ein massives Gehäuse.

Der Vorteil: Dieser Staubsauger ist leiser als andere Geräte. Dann aber sollte auf die Rollen am Gerät geachtet werden. Sie müssen stabil sein und sich leicht bewegen.

Bodenstaubsauger oder Handstaubsauger: Eine Frage des Einsatzes

Die meisten Menschen behaupten tatsächlich, ein Handstaubsauger sei weniger wert als ein Bodenstaubsauger. Das stimmt nicht. Beim Saugergebnis können moderne Handstaubsauger ohne Probleme mit fast jedem robusten Bodenstaubsauger mithalten. Denn die Leistungswerte der Gerätetypen unterscheiden sich kaum noch. Die wichtigsten Kriterien sind bei der Wahl des passenden Typs die Größe der Wohnung oder des Hauses, welche Fläche gereinigt werden muss und wie verschmutzt diese in der Regel ist.

Pro und contra Handstaubsauger

Handstaubsauger, die mit Akku betrieben werden, eignen sich für die kleine Verschmutzung zwischendurch. Handstaubsauger mit einem normalen Stromanschluss von 230 Volt sind leistungsstärker, allerdings sorgt die durchgehend geringere Länge des Stromkabels für einen nicht sehr großen Einsatzradius.

Handstaubsauger sind schön kompakt. Sie lassen sich leichter verstauen. Allerdings ist ihr Fassungsvermögen viel geringer. Die Staubbeutel sind schneller voll und müssen getauscht werden.

Ideal sind Handstaubsauger in kleineren Wohnungen. Die Handhabbarkeit der kompakten Geräte sorgt in engen Räumen für ein gutes Saugergebnis. Fußleisten und Kanten sind gut erreichbar. Polstermöbel lassen sich ohne Probleme absaugen.

Wohnungen mit zwei Ebenen und Häuser mit mehreren Stockwerken verlangen geradezu nach einem Handstaubsauger. Wer möchte einen schweren Bodenstaubsauger schon über die Treppen wuchten. In manchen Fällen kann der Handstaubsauger auch als Zweitgerät überzeugen.

Pro und contra Bodenstaubsauger

Große Wohnungen brauchen in der Regel einen Bodenstaubsauger. Werden nur auf einer Ebene Hartböden und Teppiche gereinigt, spielen die großen Geräte ihren Vorteil voll aus.

Viele Familienmitglieder plus Haustiere machen so viel Staub und Dreck, dass ein Bodenstaubsauger her muss. Das Fassungsvermögen seiner Staubbeutel sorgt dafür, dass die Hausfrau durch die gesamte Wohnung saugen kann, ohne lästiges Austauschen der Beutel.

Große Bodengeräte brauchen viel Platz. Wer sich einen solchen Staubsauger zulegt, muss ihm einen komfortablen Parkplatz zuweisen können.

Aktionsradius: Wohnsituation entscheidet

Die wenigsten Menschen machen sich beim Kauf eines Staubsaugers Gedanken über dessen Aktionsradius. Dabei ist dieser wichtig, um beim saugen das Stromkabel nicht ständig in eine andere Steckdose stecken zu müssen. Besser ist es, gleich etwas mehr Geld zu investieren und einen Staubsauger mit einem längeren Kabel zu kaufen. Entscheidend bei einem Staubsauger mit einem großen Aktionsradius ist der Mechanismus zum Aufrollen. Ist das Kabel lang, braucht es im Gerät auch viel Platz. Außerdem muss die automatische Rückführung des Kabels gut funktionieren.

Folgende Kabellängen gibt es beim Staubsauger

5 bis 6 Meter

Diese Staubsauger eignen sich ausnahmslos für sehr kleine Wohnungen oder die Reinigung eines kleinen Zimmers. Wer eine mittelgroße Wohnung hat und durch geöffnete Türen auch in anderen Räumen saugt, ist mit dieser Kabellänge nicht gut bedient.

8 bis 10 Meter

Modelle mit dieser Kabellänge sind schon etwas besserer Standard. Ideal ist eine Reichweite von 10 Metern. Rechnet man die Länge des Staubsaugerrohres hinzu, ist ein großes Zimmer ohne Probleme zu reinigen. Auch über mehrere Zimmer ist der Staubsauger ohne lästiges Wechseln der Steckdose einsetzbar. Hindernisse lassen sich außerdem leichter umfahren und müssen nicht umständlich aus dem Weg geräumt werden.

10 bis 15 Meter

Ein Staubsauger für eine normale Wohnung braucht einen solchen Aktionsradius im Prinzip nicht. Soll das Gerät in einem Einfamilienhaus mit Treppe eingesetzt werden, ist diese Länge für das Kabel optimal. Bei der Anwendung des Staubsaugers sollte darauf geachtet werden, dass leichtere Gegenstände, wie etwa Bodenvasen, leicht umgerissen werden oder Menschen über das Kabel fallen können.

Entscheidendes Kriterium: Die Staubaufnahme

Einer der wichtigsten Teile in fast jedem Test für Staubsauger ist die Staubaufnahme. Gut ist ein Gerät nämlich nur dann, wenn es Staub und Fusseln ohne Rückstände von den verschiedenen Böden saugt. Am einfachsten gestaltet sich die Staubaufnahme bei Hartböden. Parkett oder Laminat ohne Fugen abzusaugen, stellt die wenigsten Geräte vor große Herausforderungen. Wer plant, das Gerät nur auf sehr glatten Böden einzusetzen, ist also bereits mit einem recht einfachen Staubsauger gut bedient. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus. Staubsauger sollten auf beinahe jedem Untergrund gute Resultate liefern.

Eine größere Herausforderung ist ein Dielenboden. In den Fugen zwischen den einzelnen Dielen versteckt sich nicht nur Staub sondern auch Sand und anderer Dreck. Haushalte, die solche Böden haben, sollten den neu angeschafften Staubsauger hier sofort einem Test unterziehen. Schafft das Gerät es ohne große Probleme, rückstandsfrei die Fugen auszusaugen, handelt es sich um eine gute Anschaffung. Teppiche mit längeren Fasern können für viele Staubsauger eine Herausforderung sein. Geräte mit hoher Wattzahl saugen sich in voll aufgedrehten Zustand gern mal am textilen Untergrund fest. Dann muss die Leistung etwas gedimmt werden, damit sich Stabsaugerrohr und Düse gut bewegen lässt. Erst dann lässt sich auch feststellen, wie gut die Staubaufnahme ist.

Ein vollständiger Testbericht ist nichts ohne den Test der Saugleistung bei einem gefüllten Staubbeutel. Ist der Staubbeutel halb gefüllt, darf dem Gerät noch lange nicht die Kraft ausgehen. Auch dann sollte die Staubaufnahme noch gut sein, sonst hält der ständige Wechsel des Stabbehälters die Hausfrau über die Maßen auf. Wer hier beim Testbericht genau hinsieht, kauft nicht den falschen Staubsauger.

Beutellos ist auf dem Vormarsch

Die Deutschen saugen am liebsten mit einem Staubsauger, der ganz klassisch über mit Staubbeutel ausgerüstet werden muss. Auf zehn verkaufte Staubsauger kommen hierzulande sieben Beutelgeräte. Doch auch Staubsauger ohne Beutel finden zunehmend Freunde. In beinahe jedem Testbericht wird deshalb neben den Staubsaugern mit Beutel auch häufig mindestens ein Gerät getestet, das beutellos ist.

Argument Budget

Staubsauger mit Beutel sind durchweg günstiger als Geräte, die beutellos daherkommen. Bereits für um die 100 Euro gibt es Beutelstaubsauger zu kaufen, die im Test ein gutes Saugergebnis liefern. Geräte ohne Beutel haben ein Sparpotenzial, weil sie keinen Bedarf an Staubbeuteln haben.

Entscheidung Nutzung

Viel Dreck und Staub auf großen Flächen verlangen nach einem beutellosen Staubsauger. Hier lohnt es sich, beim Kauf gleich etwas mehr Geld auszugeben. Das gilt auch für Haushalte, in denen viele Kinder wohnen oder Haustiere für eine Fülle abzusaugender Tierhaare sorgen. Auch auf großen Flächen lohnt sich der Einsatz von Geräten ohne Beutel.

Wichtig für Allergiker

In Wohnungen, in denen Allergiker leben, sollten Beutelstaubsauger zum Einsatz kommen. Die beste Variante bei einem Staubsauger mit Beutel ist die Filtertechnik HEPA. Zwar haben auch Geräte ohne Beutel die HEPA Filtertechnik. Doch beim Entleeren zeigt sich der Unterschied. Einem Beutelstaubsauger kann der Beutel fast ohne Verlust von Staub und Dreck entnommen werden. In modernen Geräten Werden die Staubtüten sogar verschlossen, bevor sie herausgenommen werden. Ein beitelloses Gerät verursacht immer einen Staubverlust beim Ausleeren. Das ist für den normalen Menschen kein Problem, kann aber für einen Allergiker gefährlich werden.

Kritikpunkt Lautstärke

In manchem Testbericht wird auf die Lautstärke von Staubsaugern, die beutellos sind, hingewiesen. Ein Beutelsauger ist in der Regel leiser als ein Gerät ohne Beutel. Es ist die Zyklon-Technik, die einen Staubsauger ohne Beutel etwas lauter daherkommen lässt. Auch der Testsieger macht hier keine Ausnahme. Regulieren lässt sich die Lautstärke nicht, weil die Drehzahl eines beutellosen Gerätes konstant ist.