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Bügeleisen im Test

Auf der Suche nach einem Bügeleisen bietet der Markt die Auswahl zwischen Trockenbügeleisen oder Dampfbügeleisen. Weiter zeigen sich Varianten mit unterschiedlicher Dampfleistung oder Selbstreinigungsfunktion. Dieser Testbericht klärt über die verschiedenen Modelle auf und gibt informative Tipps, welche Variante mit welchen Vorteilen verbunden ist.


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Trockenbügeleisen

Diese Variante arbeitet mit physikalischem Druck und Hitze. Durch elektrischen Strom wird die Bügelsohle gleichmäßig erhitzt. Der Vorteil des Trockenbügeleisens liegt in dem geringeren Gewicht und der einfachen Handhabung. Durch schlanke Bügelsohlen werden Problemecken wie Taschen, Kragen oder Saum einfacher erreicht als bei der Dampfvariante. Der Nachteil der Trockenbügeleisen liegt darin, dass schwerer Stoff sowie tiefe Falten schwieriger zu bügeln sind, als mit einem Dampfbügeleisen. Zudem ist es oft erforderlich, den Stoff vor dem Bügeln leicht anzufeuchten.

Dampfbügeleisen

Bügeleisen mit Dampffunktion arbeiten mit Wasserdampf. Dieser wird an der heißen Bügelsohle erzeugt. Ab einer Dampfleistung von 130 Grad ist kein manueller Druck mehr erforderlich, um perfekte Bügelergebnisse zu erreichen. Der Vorteil eines Dampfbügeleisens liegt darin, dass der Stoff durch den Wasserdampf aufgequirlt wird, wodurch das manuelle Befeuchten entfällt. Doppelseitige und tiefe Falten sind mit dem Dampfbügeleisen einfach glätten. Auch schwere Stoffe können mit einem Bügeleisen, das mit Dampf arbeitet, mühelos geglättet werden. Die sehr hohe Leistungsaufnahme von 2000 Watt der Dampfvarianten begründet einen Nachteil. Für die Dampfleistung wird Wasser benötigt, weshalb es zur Verkalkung kommen kann. Im Testbericht zeigt sich, das Modelle, die über eine Selbstreinigungsfunktion verfügen, dieses Problem automatisch beheben, sodass sich der Kalk nicht in der Bügelsohle und den Düsen ablagert. Hersteller haben Verfahren entwickelt, mit denen das Wasser ionisiert wird. Statt mit Selbstreinigungsfunktion arbeiten manche Bügeleisen mit destilliertem Wasser, sodass es nicht zur Kalkentwicklung kommen kann. Im Bügeleisen Test zeigen sich verschiedene Qualitätsunterschiede bei den Bügeleisen, weshalb die Parameter Hitzeentwicklung, Aufheizzeit, Dampfentwicklung und Material der Sohle näher betrachtet werden.

Hitzeentwicklung

Bügeleisen müssen eine gewisse Hitze erreichen, damit die Stoffe glatt werden. Um empfindliche Materialien nicht zu verbrennen, muss das Bügeleisen verschiedene Einstellungen bieten, die unterschiedliche Materialien berücksichtigen. Im Test zeigt sich, dass diese Option sehr wichtig ist und es mindestens drei bis sechs unterschiedliche Gradstufen geben sollte. Optimal sind Geräte, bei denen sich der Hitzegrad einfach ablesen und wunschgemäß einstellen lässt. Die Aufheizzeit sollte nicht länger als 1 Minute dauern. Wer schnell etwas bügeln möchte, hat oft kaum Zeit eine lange Aufheizzeit abzuwarten.

Wieviel Dampfdruck ist erforderlich?

Bei Bügeleisen wird die Dampfmenge in Gramm pro Minute angegeben. Im Testbericht zeigt sich, dass Allrounder durchschnittlich eine Dampfmenge (Dampfdruck) von 40 Gramm pro Minute aufweisen sollten, damit ein müheloses Bügeln möglich ist, das ohne manuellen Druck auskommt. Um schwere Textilien, wie Jeans oder Leinen zu bügeln, weisen viele Bügeleisen einen zusätzlichen Dampfstoß auf. Der Dampfstoß ist sinnvoll und sorgt dafür, dass eine hohe Dampfmenge ausgestossen wird, die Falten sowie festes Material mühelos walzt. Wer selten schwere Textilien bügelt, kann auf den zusätzlichen Dampfstoß verzichten.

Dampfspitze und Dampfauslässe

In der Regel heizen Bügeleisen nicht völlig gleichmäßig auf. Hinten sind die Bügeleisen deshalb kälter als vorne, weshalb es wichtig ist, dass das Modell über eine Dampfspitze verfügt. Diese sorgt dafür, dass der Dampf auch an der Spitze ausgestossen wird. Wichtig ist die Lage und Anzahl der Dampfauslässe an der Sohle des Bügeleisens. Die Temperatur der Sohle ist normiert. Bügeleisen, die mit drei Stufen arbeiten, verfügen über einen Punkt, der durchschnittlich mit 110 Grad arbeitet und zwei Punkten, die ca. 220 Grad bieten. Wie gut und schnell das Bügeleisen aufheizt, ist aus der Wattzahl ersichtlich. Je höher diese ausfällt, desto schneller heizt das Bügeleisen auf. Geräte mit Standardausführung sind für alltägliche Bügelarbeiten durchaus ausreichend.

Sohlenmaterial: Edelstahl, Aluminium oder Durilium

Die Sohle des Bügeleisens sollte kratzfest sein, damit sie über eine lange Zeit gut über die Textilien gleitet. Hersteller bieten eine Vielzahl an fachsprachlichen Ausdrücken wie Durilium, Alumite, Autoclean oder Glissium, um das Sohlenmaterial zu bezeichnen.

Die Sohle besteht generell aus drei Materialien:

  1. Edelstahl
  2. Aluminium
  3. Durilium

Edelstahl ist der Klassiker unter den Sohlenmaterialien. Das Metall ist kratzfest und gleitet gut über Textilien. Aluminium zeichnet sich dadurch aus, dass es extrem kratzfest ist und das Bügeleisen gut gleitet. Sehr hochwertige Modelle bieten eine Keramiksohle und weitere Beschichtungen, die die Gleitfähigkeit verbessern sollen. Bei einem Durilium-Bügeleisen handelt es sich um eine Variante, die härter sein soll als Stahl und eine extreme Kratzfestigkeit aufweist. Weiter bieten diese Modelle einen zusätzlichen Autoclean-Überzug, der verhindert, dass Unreinheiten an der Sohle anhaften. Der Nachteil dieser Varianten besteht darin, dass dieser Überzug Microfasern verbrennen kann.

Tipp: Auch die beste Sohle leidet nach unzähligem Einsatz. Um das heiße Bügeleisen wieder gut glatt gleiten zu lassen, kann die Sohle zwischendurch mit einem Silikonspray oder Zahnpasta gereinigt werden. Alternativ lohnt es sich von Zeit zu Zeit, über ein Stück zerknüllte Alufolie zu bügeln, um kleine Anhaftungen zu entfernen. Auf keinen Fall sollten spitze Gegenstände eingesetzt werden, um die Sohle zu reinigen und die Bügelergebnisse zu verbessern.

Bügelwasser oder Leitungswasser?

Entkalkungsfunktionen, Vertikaldampf oder ein Tropfstopp zählen heute zur Standardausstattung bei Bügeleisen. Einige Hersteller bieten Modelle an, die mit Leitungswasser zu füllen sind. Falls das Bügeleisen nicht mit Leitungswasser arbeitet, ist destilliertes Wasser oder spezielles Bügelwasser erforderlich, das extra gekauft werden muss. Damit das Wasser einfach einzufüllen ist, sollte auf eine ausreichend große Öffnung des Wassertanks geachtet werden, die gut zugänglich ist. Der Wassertank muss sich wasserdicht verschließen lassen, denn das verhindert das Austreten des Wassers auf die Bügelfläche. Der Wassertank wirkt sich auf das Gewicht und die Größe des Bügeleisens aus.

Sicherheit: Abstellfläche, Abschaltung und Überhitzungsschutz

Bügeleisen sind immer ein potentieller Brandherd, wenn ein unsachgemäßer Gebrauch vorliegt. Geräte sollten immer über eine stabile Abstellfläche verfügen, damit ein sicherer Stand gewährleistet ist. Auch bei standsicheren Eisen kann es zu einem Wackelkontakt kommen, der einen Brand auslösen kann, wenn das Gerät ohne Aufsicht angestellt wird. Modelle, die eine automatische Abschaltung besitzen, stellen keine potentielle Brandgefahr dar. Einige Bügeleisen verfügen über eine automatische Abschaltung, wenn die Hand vom Griff genommen wird. Weiter sollte das Gerät mit einem Überhitzungsschutz ausgestattet sein, der dafür sorgt, dass das Gerät sofort ausgeschaltet wird, wenn eine bestimmte Temperatur überschritten wird. Bei Modelle, die mit Vertikaldampf arbeiten, ist mehr Vorsicht geboten. Der Vertikaldampf erleichtert das Bügeln, muss aber ordnungsgemäß eingesetzt werden.

Leichte Handhabung

Ein Bügeleisen sollte gut in der Hand liegen, damit auch eine größere Bügelsession keine Probleme bereitet. Ergonomisch geformte Griffe, die mit kleinen Noppen versehen sind, sorgen für eine perfekte Handhabung. Das Modell sollte auch ohne starke Druckausübung für beste Bügelergebnisse sorgen. Durch eine spitze und schmale Vorderseite können Ärmelbündchen oder Knopfreihen ohne manuelle Druckausübung leicht erreicht werden.

Individuelle Anforderungen statt Mainstream

In unserem Bügeleisen Test hat sich gezeigt, dass ein Dampfbügeleisen oder ein Trockenbügeleisen immer nach den eigenen Bedürfnissen ausgerichtet sein sollte. Weiter sind Dampfdruck, Kabellänge, Gewicht und mehrere Gradeinstellungsstufen wichtig, damit das Bügeln erleichtert wird. Die Wahl des Bügeleisens richtet sich nach den Einsatzgewohnheiten. Wer selten bügelt, ist mit einem einfachen Modell ohne Dampf gut bedient. Für den häufigen Einsatz empfiehlt sich ein Dampfbügeleisen, das über eine Dampf- sowie Stoßdampffunktion verfügt. Standardmodelle mit schlichten Funktionen reichen in der Regel aus, um einfache und robuste Stoffe glatt zu bügeln. Für empfindlichere Stoffe eignen sich Bügeleisen, die mit mehreren Funktionen ausgestattet sind und das Bügeln wesentlich erleichtern.
Bei einem Dampfbügeleisen lohnt sich eine automatische Reinigungsfunktion, denn diese erspart das regelmäßige Entkalken. Zumindest sollte ein Dampfbügeleisen über ein Entkalkungsprogramm verfügen, das in regelmäßigen Abständen durchgeführt wird. Moderne Bügeleisen verfügen über eine Warnfunktion, damit die regelmäßige Entkalkung nicht vergessen wird.