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Bohrhammer im Test

Wenn es um die Bearbeitung stahlharter Wände geht, kommt der Bohrhammer zum Einsatz. Deshalb wird er als das Kraftpaket unter den Werkzeugen bezeichnet. Wenn Heimwerker bei massiven Wirkstoffen an die Grenzen physischer Belastbarkeit kommen, ist der Bohrhammer ein geeignetes Mittel, mit dem Vollziegel, Beton oder Granit bearbeitet werden können. Was ist bei einem Bohrhammer zu beachten und was bietet er? Dieser Testbericht erläutert die wichtigsten Features des Bohrhammers und liefert interessante Details, um das geeignete Modell zu finden, das den eigenen Anforderungen gerecht wird.



Bohrhammer: Powerpaket für Heimwerker und Profis

Hand- und Heimwerker bedienen sich des Bohrhammers, um Löcher in mineralisches Material wie Beton oder Stein zu bohren. Das zu bohrende Material wird durch den Schlagimpuls des Bohrers zermürbt. Durch die Drehbewegung wird die Scheide des Bohrers umgesetzt, sodass der Werkstoff gebrochen wird. Im professionellen Bereich kommt eher pneumatisches Werkzeug zum Einsatz, während Heimwerker der elektrischen Variante den Vortritt geben.

Kein Leisetreter

Der Bohrhammer ist kein „Leisetreter„. Das Power-Paket ermöglicht das kontinuierliche Vorarbeiten durch stabiles Mauerwerk und die Lautstärke erfordert das Tragen eines Gehörschutzes. Ca. 108 Dezibel wirken auf das Trommelfell ein, wenn das Werkzeug zum Einsatz kommt. Bei älteren Modellen können auch übe 120 Dezibel erreicht werden, weshalb Lärmschutz obligatorisch ist.

Wieviel Watt?

Im Bohrhammer Test fällt auf, dass beim Kauf die Wattzahl gerne vernachlässigt wird, da andere Parameter wie Schlagenergie, Einzelschlagstärke oder Hammerwerk in den Fokus rücken. Generell gilt die Regel „je höher die Wattzahl, desto größer die Leistung des Modells„. Im Test stellten sich Modelle, die über eine Wattzahl zwischen 500 und 1000 aufweisen als gute Wahl für Heimwerker.

Schlagenergie und Joule

Bei einem Bohrhammer beschreibt die „Einzelschlagenergie„, auch als „Einzelschlagstärke“ bezeichnet, die Energie, die über einen Schlag mit dem Gerät auf das zu bearbeitende Material ausgeübt wird. Die Schlagenergie wird in Joule gemessen. Im Testbericht wird attestiert, dass die Schlagenergie bei einem Bohrhammer einen Wert aufweisen sollte, der zwischen 1,5 und 3,5 Joule angesiedelt ist. Die Schlagstärke steigt proportional zu der Größe des Modells, weshalb bei einem größeren Modell durchaus von ein doppelt so hoher Joule-Wert erreicht werden kann. Passionierte Heimwerker sind gut beraten, sich für eine kleinere Version zu entscheiden und sich mit einer Schlagenergie zu begnügen, die 2,5 Joule erreicht. Im Testbericht erfährt man, dass eine gute Schlagwirkung für den professionellen und privaten Einsatz wichtig ist. Eine regelbare Schlagwirkung ist ideal. Die Auslegung des Schlagwerkes ist wichtig, Dieses sollte aus einem soliden material bestehen. Dadurch lassen sich Schäden nach wenigen Anwendungen umgehen. Auch wenn der Bohrhammer massiv gebaut ist, sollte er nicht zu schwer sein, denn bereits nach wenigen Löchern können Ermüdungserscheinungen in Armen und Schultern auftreten.

Tipp: Meistens benötigen nur Profis größere Energiereserven, um Beton oder Stein bohren zu können. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel, sodass jeder die Schlagstärke findet, die den eigenen Anforderungen entspricht.

Arten von Bohrhämmern

Der Markt bietet drei Arten von Bohrhämmern, die in

  • pneumatische
  • elektrisch-mechanische
  • hydraulische

unterteilt sind.

Pneumatischer Bohrhammer

Ein pneumatisches Modell wird mit Druckluft betrieben. Die Druckluft wird mittels einer Flatter- oder Kugelventils gesteuert. Der dadurch angetriebene Kolben schlägt auf ein Schlagstück. Dieses schlägt dann auf das Einsteckende der Bohrstange. Das Schlagstück weist eine Umsatzvorrichtung auf, die dafür sorgt, dass sich das Schlagstück sowie die eingesteckte Bohrstange beim Rückprall drehen. Ein pneumatisches Exemplar weist, je nach Verwendungszweck, ein Gewicht zwischen 40 und 50 kg auf.
Bei einem Bohrhammer der elektrisch angetrieben wird und die Luftkompression nutzt, handelt es sich um ein elektro-pneumatisches Modell. Im privaten Bereich kommen solche Ausführungen eher seltener zum Einsatz.

Hydraulische Bohrhämmer

Vom Prinzip her arbeiten hydraulische Modelle ähnlich wie andere Bohrhämmer. Der Unterschied besteht darin, dass das Arbeitsmedium die Hydraulikflüssigkeit ist. Hydraulische Exemplare zeigen ein Gewicht, das bei mehr als 150 kg liegt, weshalb sie ausschließlich im gewerblichen Bereich eingesetzt werden.

Elektro-mechanischer Bohrhammer

Elektro-mechanische Modelle ähneln der Funktion eines Verbrennungsmotors, denn sie arbeiten mit Zylinder und Pleuel. Die Drehbewegung des Motors wird durch die Bewegung der Pleuelstange in eine geradlinige Bewegung umgewandelt, in dem der Zylinder auf den Schlagbolzen trifft. Elektro-pneumatische Bohrhämmer finden eher im privaten Bereich Verwendung, denn sie arbeiten ohne den Schwung der Luftkompression und des Schlaggewichtes. Für den Einsatz in den eigenen vier Wänden reicht ein elektrisches Exemplar aus. Im Bohrhammer Test zeigte sich, dass das Werkzeug auch ohne Druckluft wunderbar und störungsfrei arbeitet, auch wenn es eine niedrigere Leistung aufweist als das elektrisch betriebene Werkzeug.

Zwei Arten von Schlagwerken

Bohrhammer gibt es in zwei Schlagwerk-Arten. Unterschieden wird in Pneumatische und Federschlagwerke.Im Gegensatz zum Federschlagwerk besteht das pneumatische Schlagwerk aus mehreren Teilen wie Schlagbolzen, Kolben, Schläger und Exzentrorad. Die Wirkung des Elektromotors wird durch das Exzenterrad in eine Hubbewegung umgesetzt. Durch die Rückwärtsbewegung des Kolbens entsteht ein Unterdruck, der dafür sorgt, dass der Schläger nach hinten gezogen wird. Gleichzeitig entsteht ein Überdruck zwischen der Kompression und dem Kolben.Dadurch wird der Schläger nach vorne beschleunigt und kann auf den Schlagbolzen auftreffen. Dieser Impuls wird auf die komplette Werkzeugschaft übertragen. Durch den Schlagbolzen wird die Maschine mit dem Dichtungsring gegen Staub und andere Verunreinigungen geschützt.

Vorteile eines Bohrhammers

Der größte Vorteil eines Bohrhammers liegt darin, dass es kaum einen Gegner gibt, den er nicht bezwingen kann. Keine herkömmliche Wand kann sich effektiv gegen den Bohrhammer zur Wehr setzen, denn er arbeitet solide und effizient. Obwohl der Bohrhammer kein Leisetreter ist, arbeitet er vergleichsweise mit einer geringen Geräuschkulisse. Das liegt an den geringeren Drehzahlen und den geringen Anpressdruck. Mit einem relativ geringen Kraftaufwand kann der Bohrhammer vielseitig eingesetzt werden. Das pneumatische Schlagwerk ist wesentlich verschleißärmer und belastbarer als die Schlagbohrmaschine mit Ratschenverzahnung.

Vorteile des Bohrhammers im Überblick:

  • ermöglicht dauerhaftes sowie effizientes Arbeiten
  • geringe Drehzahlen und geringer Anpressdruck sorgen für weniger Geräuschentwicklung
  • hohe Lebensdauer
  • effektive Schlagkraft bei minimaler Kraftaufwendung

Um schweren Wänden aus Beton zu Leibe zu rücken, sind Bohrhämmer effiziente Helfer. Vor dem Kauf sollte man sich überlegen, für welchen Einsatz das Gerät verwendet wird, denn er verrichtet seine Aufgaben mit hoher Effektivität und Zuverlässig.

Gut zu wissen: Es hat den Anschein, als sei der Bohrhammer in seiner Anwendung relativ stark eingeschränkt. Man sollte bedenken, dass es sich bei der Einschränkung nur um Anwendungsbereiche handelt, für die der Bohrhammer nicht geeignet ist. So eignet sich eine Bohrmaschine besser, um Mörtelmasse oder Leim anzurühren. Auch Sandstein oder weichere Gipswände sollten mit einem Kombihammer bearbeitet werden, denn die starken Hammerschläge des Bohrers verursachen Vibrationen, die die Kontrolle der Bohrerspitze erschweren.

Das Gewicht

Das Gewicht ist ein entscheidender Faktor beim Kauf eines Bohrhammers. Damit das Modell den eigenen Ansprüchen gerecht wird und nicht ungenutzt im Werkzeugschrank steht, sollte dem Gewicht Aufmerksamkeit geschenkt werden. Ist das Modell zu schwer, wird die Handhabung während des Bohrvorgangs extrem beeinträchtigt. Die eigene Kraft sollte weder über- noch unterschätzt werden. Selbst die stärksten Handwerker arbeiten sauberer mit dem Bohrhammer, wenn er ein Gewicht hat, das den eigenen Kräften entspricht und diese nicht überfordert. Im Bohrhammer Test zeigte sich, dass ein leichtes Modell Kraft spart und die Arbeit erleichtert. Durch ein geringeres Gewicht kann man auch länger und effektiver mit dem Werkzeug arbeiten. Im Test stellte sich heraus, dass das Gewicht von ca. 2 Kg als oberster Richtwert gelten sollte. Sollen hauptsächlich Arbeiten über Kopf erledigt werden, ist es ratsam, ein Modell mit minimalem Gewicht zu wählen.

Akkubetrieb

Im Bohrhammer Test stellte sich heraus, dass ein akkubetriebener Bohrhammer für den Einsatz im privaten Bereich ausreichend ist. Der Akkubetrieb sorgt für einen flexiblen Einsatz, denn man ist nicht von einer externen Stromversorgung abhängig. Der Akkubohrhammer ist eine gute Ergänzung, wenn der Bestand bereits auf elektrisches Werkzeug eingestellt ist.

Tipp: Zahlreiche Akkus können flexibel bei unterschiedlichen Geräten eingesetzt werden. Deshalb kann es sich lohnen, sich bei den Werkzeugen auf einen Hersteller festzulegen.

Kabelbetriebene Modelle

Bohrhämmer, die mit Kabel betrieben werden, können immer eingesetzt werden, wenn ein Stromanschluss in Reichweite ist. Der Vorteil der kabelbetriebenen Modelle liegt darin, dass man eine durchgängige Einzelschlagstärke vorfindet und arbeiten kann, ohne auf die Akkuladung zu achten. In der Regel wird der Bohrhammer für den privaten Bereich dort eingesetzt, wo auch ein Stromanschluss vorhanden ist. Der Betrieb mit Kabel hat auch den Vorteil, dass die Akkus nicht mitgetragen werden müssen und man sich vor dem Gebrauch keine Gedanken machen muss, ob die Akkus ausreichend geladen sind.

Einstellung und Drehzahlbegrenzung

Die Drehzahl hängt davon ab, wo gebohrt wird. Weiter kommt es auf die Tiefe an, die das Loch haben sollte. Der Testbericht rät zu einem Modell, das mit einer Drehzahlbegrenzung ausgestattet ist. Diese sollte nach Möglichkeit stufenlos einzustellen sein. Das gilt für den Links- und Rechtslauf des Bohrhammers gleichermaßen.

Tipp: Materialen sind unterschiedlich. Marmor bohrt sich anders als Stein oder Beton. Deshalb sind unterschiedliche Drehzahlen erforderlich, um ein optimales Ergebnis zu erreichen.

Zubehör und Werkzeugwechsel

Mit dem besten Bohrhammer lässt es sich nicht meißeln, wenn das nötige Zubehör fehlt. Je mehr die Grundausstattung des Bohrhammers bietet, desto weniger Geld muss für weitere Zubehörteile ausgegeben werden. Häufig ist eine einzelnes Zubehörteil sehr teuer, weshalb es sich lohnt, bereits auf die Grundausstattung des Bohrhammers zu achten und besser ein wenig mehr Geld zu investieren, wenn man mehr Zubehör benötigt. Wer ein Modell sucht, mit dem man auch meißeln kann, sollte darauf achten, dass ein Meißelhammer dabei ist. Nur mit dem speziellen Meißelhammer ist ein ordnungsgemäßes Meißeln möglich. Der Zubehör muss nicht nur vorhanden, sondern schnell und einfach zu wechseln sein. Wichtig ist, dass der Meißelhammer und anderer Zubehör schnell sowie einfach zu wechseln sind. Ein langsamer Wechsel vom Meißelhammer und anderem Zubehör bedeutet immer, dass sich das Arbeiten unnötig in die Länge zieht. Wer den Bohrhammer vielseitig einsetzen möchte, ist gut beraten, einen Kombihammer zu wählen. Mit dem Kombihammer bestehen Möglichkeiten, so dass man mit speziellen Nuten bohren und wahlweise meißeln kann.

Tipp: Ein Modell mit Kombihammer ist für den flexiblen Einsatz geeignet und erspart den Kauf von zusätzlichem Zubehör.

Verabreitung und Qualität garantieren vielseitigen Einsatz

Bohrhammer verfügen über eine extreme Einschlagstärke, die mit einfacher Muskelkraft nicht oder nur mühsam zu erreichen ist. Das Hammerwerk sollte bei einem Bohrhammer immer hochwertig sein. Um einen nachhaltig soliden Betrieb und Einsatz zu gewährleisten, sollte der Bohrhammer hochwertig verarbeitet sein. Das beginnt beim Hammerwerk und endet bei dem Gehäuse. Neben dem Hammerwerk sollte man beim Kauf auf die Einzelschlagstärke achten, die am besten variabel verstellbar sein sollte. Im Bohrhammer Test stellte sich heraus, dass es wichtig ist, die Stärken variabel einstellen zu können. Dadurch kann der Bohrhammer sich dem Material anpassen und auch bei weniger schwerem Einsatz keine Zerstörungen hervorrufen. Tasten und Knöpfe sollten gut erreichbar sein, damit Nutzer zeitnah reagieren können. Das Werkzeug ist idealerweise mit Zubehör ausgestattet. Im Bohrhammer Test erwiesen sich Ausführungen, die zwar ein wenig teurer waren, aber Zubehör boten, nachhaltig die günstigere Variante sind. Im nachhinein weitere Zubehörteile zu kaufen, kann zu einer teuren Investition werden. Der Bohrhammer erleichtert die Arbeit, sollte aber ein möglichst geringes Gewicht haben, denn bei einem längeren Einsatz wird das Gewicht gerade bei Bohrarbeiten zu einer Belastung. Entscheidend ist, dass das Modell nach den eigenen Anforderungen ausgewählt wird. Kommt es selten zum Einsatz, kann ein akkubetriebenes Modell ausreichend sein, während beim häufigen Gebrauch einem Exemplar der Vorzug zu geben ist, das mit Kabel betrieben wird.