Antibiotika aus der Antike: Bier als Heilmittel
Die meisten Menschen gehen davon aus, dass Antibiotika als medikamentöses Therapeutikum eine neuzeitliche Entwicklung ist. Wissenschaftler fanden allerdings heraus, dass der heute gebräuchliche antibiotische Wirkstoff Tetracyclin schon zu Zeiten der Nubier, und somit seit rund 2.000 Jahren, zu Heilzwecken verwendet wurde. Ein Zufallsprodukt der Natur? Dem kann, basierend auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, widersprochen werden, denn nicht nur das Volk der Nubier, sondern auch die alten Jordanier oder Ägypter, wussten durch einen bestimmten Brauprozess heilende Kräfte aus dem Korn zu holen. Die Basis-Flüssigkeit für das Antibiotikum: Das Bier.
Dem „Gerstensaft“ Bier werden gerade in der Naturheilkunde schon seit sehr langer Zeit heilfördernde Kräfte zugesprochen. Kräftige Haare und Fingernägel, eine verbesserte Hautstruktur oder als natürliche Einschlafhilfe - Bier, als Heilmittel, hat bis heute eine Hochkonjunktur und wird folglich innerlich wie äußerlich im Sinne der Gesundheit wohldosiert eingesetzt. Dass das einstige Bier der alten Völker als Antibiotikum seine Verwendung fand, konnte der Anthropologe George Armelagos von der Emory Universität bereits im Jahr 1980 erstmalig in den Knochen von Mumien nachweisen. Dachte der Bioarchäologe anfänglich, dass der antibiotische Wirkstoff Tetracyclin zufällig in den Mumienknochen vorhanden war, konnte er in einer längeren Forschungsarbeit tatsächlich herausfinden, dass die hohen Antibiotika-Konzentrationen wohl gezielt von den Menschen zu heilenden Zwecken eingesetzt wurden.



