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Flug durch Vulkan-Asche

british_aiways_flight_9Der Vulkanausbruch auf Island legt den Flugverkehr in Nordeuropa lahm. Handelt es sich dabei um eine übertriebene Vorsichtsmaßnahme? Keineswegs! Die Probleme, die bei einem Flug durch Vulkan-Asche entstehen, sind erst seit dem Jahr 1982 bekannt, als eine Boeing 747 der British Airways über dem Indischen Ozean damit konfrontiert wurde. Zuerst zeigten sich unerklärbare Lichteffekte vor dem Cockpit-Fenster. Auch die Passagiere beobachteten, wie die Triebwerke sonderbar zu leuchten begannen. Und dann vielen sie aus. Eines nach dem anderen, bis sich die Boeing, vom nächsten Flughafen durch eine unüberwindbare Bergkette getrennt, über dem Meer im Gleitflug befand.

Am 24. Juni 1982 startete British-Airways-Flug 9 vom Londoner Heathrow-Flughafen, um sich, mit mehreren Zwischenlandungen, auf die lange Reise nach Neuseeland zu begeben. Die, damals noch völlig unbekannten, Effekte begannen um 20:40 Uhr Ortszeit, also nach Einbruch der Dunkelheit, in einer Flughöhe von 11.300 Metern, mitten über dem Indischen Ozean. Lichteffekte vor dem Cockpit-Fenster, Rauchentwicklung in der Kabine, extrem gestörter Funkverkehr und schließlich der totale Ausfall aller Triebwerke. Rund 165 km hätten im Gleitflug zurück gelegt werden können. Zwar hätte dies ausgereicht, um den nächstgelegenen Flughafen in Jakarta zu erreichen, wenn nicht die hohen indonesischen Berge zu überqueren gewesen wären. In einer Höhe von 4.100 Metern unternahm der Kapitän der Maschine, Eric Moody, einen letzten Versuch, die Triebwerke doch wieder in Gang zu setzen, bevor er eine überaus gefährliche, und meist katastrophal endende, Wasserung vorbereiten hätte.

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Zur großen Überraschung – und natürlich auch Freude – der Crew, ließ sich Triebwerk um Triebwerk starten. Doch, sobald eine bestimmte Flughöhe erreicht war, setzten die gleichen Effekte erneut ein.

Letztendlich wurde entschieden, den Flug in einer Höhe von 3.700 Metern fortzusetzen, was gerade ausreichte, um die vor ihnen liegenden Berge sicher zu überqueren. Erst nach der geglückten Landung wurde das Ausmaß des Schadens deutlich. Die ganze Maschine war von feinen Kratzspuren übersät. Erst später wurde klar, dass die Probleme durch Asche ausgelöst wurden, die durch den Ausbruch des Vulkans Gunung Galunggung auf Java in die Luft geschleudert wurde.

 

Mehr Details über den verhängnisvollen British-Airways-Flug 9 finden sich bei Wikipedia. Beim folgenden Video handelt es sich um die deutsche Bearbeitung eines mitreißenden amerikanischen Dokumentarfilms, in dem nicht nur die Szenen dramatisch nachgestellt wurden, sondern auch Interviews mit Crew-Mitgliedern und Passagieren zu sehen sind.

 

 


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