Drei Millionen Liter Erdöl im Kalamazoo-Fluss
Der 267 km lange Kalamozoo-Fluss führt überwiegend durch Naturgebiete und Marschland im US-Bundesstaat Michigan. Aus einer gebrochenen Ölpipeline flossen geschätzte drei Millionen Liter Rohöl in diesen Zufluss des Michigansees. Von den dramatischen Schäden an der Natur abgesehen, enthält das Öl dieser Pipeline einen besonders hohen Anteil an Benzol, was zu schweren Erkrankungen der Anrainer führen kann. Dutzende Familien haben ihre Häuser aus Sicherheitsgründen verlassen. Der Betreiber der Pipeline sowie die lokalen Behörden haben sofortige Maßnahmen für die Reinigungsarbeiten eingeleitet.
Der dramatische Unfall der Ölplattform Deepwater Horizon erhöhte das Interesse der Öffentlichkeit an den Gefahren für die Umwelt durch Ölverseuchung. So erinnerten einige Meldungen an die seit Jahrzehnten immer wiederkehrenden Ölverschmutzungen in Nigeria, teils durch Nachlässigkeit, teils durch Böswilligkeit verursacht. Vor rund einer Woche wurden in China 430 Quadratkilometer des Gelben Meeres durch Erdöl verseucht.
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Gestern wurde von US-Medien verlautet, dass durch eine schadhafte Pipeline in Michigan zumindest 800.000 Gallonen (mehr als drei Millionen Liter) Rohöl in den Kalamazoo-Fluss austraten. Der Zutritt zu mehreren, an den Ufern gelegenen, Naturparks wurde umgehend verboten.



