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2012 – Droht eine globale Katastrophe?

sonneneruptionNein, wir setzen uns nicht mit Doomsday-Spekulationen auseinander. Weder biblische Prophezeiungen noch der, in besagtem Jahr endende, Maya-Kalender können wirkliche Befürchtungen schüren. Auch ist kein Komet bekannt, der sich auf Kollisionskurs mit der Erde befindet. Trotzdem, wird für dieses Jahr ein Ereignis erwartet, dass den gesamten Planeten mit ungeahnten Konsequenzen treffen könnte. Ein Ereignis, das vor 150 Jahren das letzte Mal in diesem Ausmaß eingetreten ist, damals allerdings nur wenig Schaden anrichten konnte. Sollte das Gleiche jedoch in unseren Tagen wieder passieren, und eines Tages wird dies der Fall sein, so könnte unsere Zivilisation, so wie wir sie kennen, zu einem plötzlichen Ende kommen. Die Gefahr droht von der Sonne. Selbst die NASA warnt vor dem Auftreten besonders starker Sonnenstürme im Jahr 2012.

Nicht nur lebensnotwendige Wärme und Licht werden von der Sonne in Richtung Erde gesandt, sondern auch sogenannte Sonnenwinde. Diese bestehen vorwiegend aus elektrisch geladenen subatomaren Teilchen, Protonen und Elektronen. Diese Partikel werden größtenteils vom Magnetfeld der Erde abgeschirmt. Nur beim Auftreten stärkerer Sonnenwinde, auch Sonnenstürme genannt, dringt ein Teil davon in die Atmosphäre ein, was zum Auftreten von Nordlichtern führt.

Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen verstärkter Sonnenfleckenaktivität und dem Auftreten von Sonnenstürmen. In regelmäßigen Abständen, etwa alle elf Jahre, verändert sich die Polarität der Sonne, was eine verstärkte Sonnenaktivität vorhersagen lässt. Besonders intensive Sonnenstürme wurden in jüngster Zeit in den Jahren 1989 und 2003 festgestellt, was, im ersten Fall in der kanadischen Provinz Quebec, und im zweiten Fall in Südschweden, zu Stromausfällen geführt hat.

Im ersten von drei Teilen der Dokumentation, „Gefährlicher Stern – die Erforschung der Sonne“, werden die Entstehung und die Auswirkungen von Sonnenstürmen sehr bildlich dargestellt:

 

Das bisher, seit Beginn der Geschichtsschreibung, intensivste Ereignis, der „perfekte Sonnensturm“, trat nordlicht300am 1. und 2. September des Jahres 1859 auf. Sowohl Begeisterung als auch Furcht erregende bunte Lichter erhellten den Nachthimmel über Rom, über der Karibik und über Hawaii, die ansonsten nur nördlich des Polarkreises wahrzunehmen sind. In nördlicheren Regionen sollen die Himmelserscheinungen derart hell gestrahlt haben, dass Goldgräber sich daran machten, ihr Frühstück zuzubereiten, weil sie glaubten, der Tag breche an.

Ob derartige, selten auf die Erdoberfläche treffenden, kosmischen Strahlungen schädliche Einflüsse auf den menschlichen Organismus ausüben, darüber lässt sich bestenfalls spekulieren. Allerdings, eine damals noch brandneue Erfindung, die elektrische Telegraphie, erlitt auf beiden Seiten des Atlantiks schwere Schäden. Die geladenen Wolken drangen in die Telegraphennetze ein und legten sie lahm. Und, dass nicht nur primitive Telegraphenleitungen den koronalen Massenauswürfen zum Opfer fallen können, zeigen die bereits erwähnten Stromausfälle in Quebec und Südschweden. Das Auftreten eines Sonnensturms in ähnlicher Intensität wie 1859 könnte auf die moderne Welt mehr als katastrophale Auswirkungen haben.

Für Menschen in Europa oder Nordamerika ist ein Leben ohne Strom nur schwer vorstellbar. Welchen Einfluss das Vorhandensein von Elektrizität auf unseren Alltag ausübt, zeigen bereits seltene und kurze Stromausfälle. Ohne Strom, könnte weder ich den Text zu Papier – oder auf den Bildschirm – bringen noch könnten Sie ihn von ihrem Rechner aus lesen. Doch nicht nur unser täglicher Komfort, nicht nur unsere warme Suppe, bedürfen eines funktionierenden Stromflusses. Insbesondere, seit sich unsere Gesellschaft in die Abhängigkeit von Computern begeben hat, ist praktisch alles, die Versorgung mit Treibstoff, Nahrungsmitteln, ja selbst Trinkwasser, mit elektrischem Strom direkt oder indirekt verbunden.

Eine gewisse Menge an Strom lässt sich vorübergehend durch Generatoren erzeugen. Doch nicht nur, dass solche nur beschränkt, etwa in Krankenhäusern und größeren Kaufhäusern, zur Verfügung stehen, sie sind von der Versorgung mit Treibstoff abhängig.

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Sollte das Stromnetz durch Sonnenstürme eines Tages am ganzen Kontinent zusammenbrechen, so lässt sich dies in keiner Weise mit einer vorübergehenden, räumlich begrenzten Panne vergleichen, wie sie während der vergangenen Jahre, auch Wetter oder technisch bedingt, eingetreten sind. Vor einigen Jahren wurde auf irgend einem amerikanischen Fernsehsender eine Dokumentation zu diesem Thema ausgestrahlt, die leider auf Youtube nicht zu finden ist. Die Regierungen sind mit dieser Gefahr vertraut. Es werden, zumindest teilweise, Vorsichtsmaßnahmen, wie etwa besonders starke Isolierungen, getroffen. Doch reichen diese Maßnahmen aus, falls wirklich eines Tages Unmengen von Energie von der Sonne auf die Erde treffen?

Worüber es sich auf alle Fälle nachzudenken lohnt, ist diese enorme Abhängigkeit von der Technik, in die sich die moderne Menschheit begeben hat. Selbst das Geld auf der Bank verschwindet ins nichts, wenn der Strom fehlt, um den Computer in Gang zu setzen. Und die romantische Vorstellung, anstatt das Licht einzuschalten, einfach eine Kerze anzuzünden, wäre auch nur eine vorübergehende Lösung. Ohne Strom lassen sich nämlich keine neuen Kerzen herstellen.

Wissenschaftler sind grundsätzlich vorsichtig damit, auf mögliche drohende Gefahren zu deutlich hinzuweisen. Tritt der befürchtete Fall nicht ein, finden sie sich mit Vorwürfen der Panikmache konfrontiert. Doch selbst die Überzeugung, dass ein bestimmtes Ereignis zu wirklich hoher Wahrscheinlichkeit eintreten könnte, was sollte eine Regierung unternehmen, um dem Schaden vorzubeugen, abgesehen vom Einbau effizienterer Isolierungen? Trotzdem, wurde vor rund einem Jahr auf Fox-News über eine Warnung der amerikanischen Weltraumbehörde, NASA, berichtet, die, neben dem 11-Jahres-Zyklus, offensichtlich noch andere Faktoren beobachtet, die koronale Massenauswürfe unserer Sonne für das Jahr 2012 befürchten lassen.

 

Klingt diese ganze Idee nicht doch irgend wie absurd, dass ein Stromausfall zum Weltuntergang führen könnte? Natürlich haben die Auswirkungen des Zusammenbruchs der Stromversorgung, und aller davon abhängigen technischen Errungenschaften, nichts mit dem Ende der Welt zu tun. Indische Bauern, die ihre Felder mit dem Ochsengespann bestellen, die Landbevölkerung in der gesamten sogenannten dritten Welt, ja selbst die Mennoniten Nordamerikas, die wir so leicht als rückständig quetzalcoatleinstufen, wären davon praktisch überhaupt nicht betroffen. In den modernen Städten wäre die Situation aber eine Tragödie ungeahnten Ausmaßes, über deren Details ich mich hier nicht weiter auslassen möchte. Und sollte ein derartiges Ereignis wirklich eintreffen, und noch dazu gerade im Jahr 2012, in dem der von den Mayas respektierte Sonnenzyklus von 5.125 Jahren zu einem Ende kommen wird, dann hätte uns der Zufall einen ordentlichen Streich gespielt. Genau wie den Azteken, die von einer Prophezeiung der Mayas wussten, dass an einem bestimmten Tag, der dem 21. April 1519 unserer Zeitrechnung entspricht, der reinkarnierte König Quetzalcoatl auftauchen werde. Genau an dem Tag traf nämlich der spanische Eroberer, Hernando Cortés, an der Küste Mexikos ein und freute sich über den würdigen Empfang.

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  05.02.2012 The Intelligence
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