Vulkanasche gefährdet Islands Trinkwasser
Wie die isländische Lebensmittel- und Veterinärbehörde verlautete, werden zur Zeit die Auswirkungen des Vulkanausbruchs auf das Trinkwasser untersucht. Insbesondere die Wasserversorgung für Tiere könnte gefährdet sein, nachdem große Teile des Landes von Vulkanasche bedeckt sind. Landwirte wurden angewiesen, ihre Tiere in den Ställen zu belassen. Die Asche enthält Fluoride, die, insbesondere mit Magensäure in Verbindung tretend, zu inneren Verätzungen führen können.
Nachdem Islands öffentliche Trinkwasserversorgung überwiegend auf Grundwasser basiert, halten sich die Gefahren in diesem Bereich in Grenzen. Deutlich mehr Probleme zeigen sich bei der landwirtschaftlichen Tierhaltung. „Es ist wichtig, Vorsorge zu treffen, dass die Asche nicht mit der Wasserversorgung in Berührung kommt, für die Gesundheit von Mensch und Tier ebenso aber auch für die Sicherheit der Milchproduktion“, erklärte Halldor Runolfsson.
Während sich dessen Kollege Guthjon Gunnarsson bezüglich der Sicherheit der menschlichen Trinkwasserversorgung optimistisch zeigt, erklärt er, dass isländische Bauern bereits angewiesen wurden, ihre Tiere nicht auf die Weiden zu lassen. „Es ist bekannt, dass die Einnahme von Fluoriden zu Zahn- und Knochenproblemen führt, insbesondere bei heranwachsenden Tieren.“ Weiters fügte er hinzu: „Die Asche kann auch Probleme im Atmungs- und Verdauungsbereich verursachen.“
In erster Linie ist die Konzentration von Fluoriden von Bedeutung, die in der Nähe des Vulkans zwischen 23 und 35 Milligramm pro Kilo Asche beträgt.
Inwieweit die Aschewolken, die seit Tagen den Flugverkehr lahm legen, eine Verseuchung anderer Teile Europas mit Fluoriden hervorrufen können, wird im vorliegenden Artikel nicht näher behandelt.









