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Ukraine: Organhändler-Ring lieferte Nieren für Israel

operation_kanueleOrganspenden sind für tausende von Menschen oftmals die einzige Möglichkeit, um weiterleben zu können. In Deutschland gilt, wie in den meisten Ländern rund um den Globus, das Organspendegesetz, welches alle wichtigen Details rund um die Themen Aufklärung der Bevölkerung, Erklärung zur Organ- und Gewebespende, Organ- und Gewebespenderegister, sowie den Organ- und Gewebespendeausweis regelt. Ein Organhandel, bei dem gesunden Menschen gegen Bezahlung ein Organ entnommen wird, um es wiederum gegen Bezahlung einem anderen Menschen zu transplantieren, ist verboten und unterliegt einer strafrechtlichen Verfolgung. Nichtsdestotrotz floriert der Organhandel in zahlreichen Ländern und das ohne Rücksichtnahme darauf, ob ein zuvor gesunder Spender anschließend zum Invaliden wird.

Wie die Ärztezeitung berichtete, konnte nun in der Ukraine ein Organhändler-Ring aufgedeckt werden, der seit Jahren Nieren an gutbetuchte israelische Geschäftsmänner lieferte. Der international agierende Händlerring in der Ukraine, arbeitete den Angaben der Ärztezeitung zufolge, mit vier Medizinern aus renommierten Kiewer Kliniken zusammen. Diesen Ärzten wird vorgeworfen gesunden Menschen Nieren entnommen zu haben, um diese über den Organhändler-Ring nach Israel zu verkaufen. Die Spender sollen hierbei für ihre Niere rund 8.ooo Euro erhalten und vielfach auch selbst neue Organspender angeworben haben. Überwiegend aus der Ukraine, Weißrussland, Moldau, Russland und Usbekistan stammend, bedeutete diese Geldsumme ein Vielfaches dessen, was die Menschen in dem jeweiligen Land jährlich an Einkommen ihr Eigen nennen können.

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Die gespendeten Nieren sollen durch den Händlerring an reiche Geschäftsleute im Nahen Osten verkauft worden sein, die für das lebensrettende Organ, und somit die illegale Operation, zwischen 100.000 und 200.000 Dollar bezahlten. Wie dem Bericht der Ärztezeitung zu entnehmen ist, soll der Organhändler-Ring unter der Leitung eines israelischen Staatsbürgers agiert haben. Zwölf Personen gelten derzeit als Verdächtige, die sich, dem Erkenntnisstand nach, aktiv für die Vermittlung und den Verkauf der Organe eingesetzt haben sollen. Die vier, in der Ukraine ansässigen, Ärzte, denen unter anderem persönliche Bereicherung vorgeworfen wird,  befinden sich bereits in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen gegen die Organhändler, werden in diesem länderübergreifenden Fall, durch Juri Kutscher, Abteilung Menschenhandel des ukrainischen Innenministeriums, geleitet.


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