Samstag , 29 April 2017
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Warum sind Elektroautos in Deutschland wenig beliebt?

Der Kampf gegen das Kohlendioxid soll durch eine Förderung in Höhe von 500 Millionen Euro vorangetrieben werden. Das Geld wird für die Mobilitätsforschung eingesetzt, um Elektroautos auf dem Markt attraktiver anbieten zu können. Die teuren Elektroautos sollen bis 2020 effizienter und günstiger für den Erwerber gekauft werden können. Die Technik von heute ist in der Lage Autos ohne Benzinmotor mit einer Reichweite bis zu 500 Kilometer zu produzieren. 2013 sind in Deutschland circa 4500 Elektroautos zugelassen. Im Jahr 1890 lag die Anzahl der Elektroautos bei über 50 Prozent. Diese Zahl wurde von einem Historiker bekannt gegeben und beruht auf der Anzahl der Autos in New York. Heute im Jahr 2013 ist der prozentuale Anteil trotz einer hochwertigen Technik verschwindend gering.

 

Ist die Politik die Bremse in dem System oder sind die erneuerbaren Energien dafür verantwortlich?

Das Auto ist mehr als ein Fortbewegungsmittel

Das Auto wird als materielles Statussymbol gesehen. Die Form von einem Elektroauto zu verändern und das Fahrzeug mit dem notwendigen Komfort auszustatten ist für die Hersteller kein Problem. Das Geräusch und das Vibrieren von einem V8 Motor ist ein wesentlicher Bestandteil von dem Status. Ingenieure haben Elektroautos mit Geräuschen beim Start und beim Fahren ausgestattet. Der Käufer ist zweifellos davon überzeugt worden, leider ohne Erfolg. Die Angst davor das ein Nachbar mit einem Lächeln das neue Auto mit künstlich erzeugtem Motorengeräusch beurteilt ist die Hemmschwelle. Bei den Kleinwagen ist die Motorisierung nicht der ausschlaggebende Faktor. Die Umwelt, Kosten und das gute Gewissen der Natur gegenüber finden bei einem Kleinwagen oder dem Zweitwagen einen höheren Stellenwert.

Die Medien verbreiten in geregelten Abständen die Neuigkeiten über die hohen Kohlendioxidwerte in den Metropolen von China oder den USA. Die elementare Bedeutung der Natur wird von der Gesellschaft nicht erkannt und von den Automobilherstellern nicht ausreichend vermittelt. Die Politik ist begrenzt, die Maßnahmen für das eigene Land durchzusetzen. Ein globaler Standard ist weit entfernt. In den USA und Frankreich wird vom Staat ein Zuschuss von 5000 bis 8000 Euro beim Kauf von einem Elektroauto bezahlt. In Deutschland ist von dem Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer keine Zusage über eine Prämie beim Kauf von einem Elektroauto ausgesprochen worden.

Die Erzeugung von Strom durch Windkraft muss einer starken Kritik standhalten

In den USA wurde am Computer eine große Windfarm erstellt. Die Windgeneratoren haben eine Höhe von 156 Meter. Die heranströmende Luft trefft auf die Windräder und verursacht Turbolenzen die zu einer Veränderung von dem Klima führt. Die Wissenschaftler konnten in einer Studie nachweisen, dass diese Turbulenzen noch Tausende von Kilometer das Klima verändern.

In der Windenergiebranche ist dieser Effekt bekannt. Die einzelnen Windräder müssen einen Abstand zueinander einhalten. Das Computermodell ist so groß dimensioniert, dass ein Passatwind zu einem Sturm mutieren könnte. In der Realität sind die Anlagen um ein Vielfaches kleiner, damit dieser Effekt vermieden wird. Die Solarenergie benötigt ausreichend Platz und eine konstante Sonneneinstrahlung damit Strom erzeugt werden kann. In Südamerika, Spanien, Italien oder Afrika sind diese Voraussetzungen gegeben. Strom kann direkt in Kondensatoren oder Spulen gespeichert werden. Die Kondensatoren bestehen aus elektrisch leitenden Schichten, die durch nicht leitende getrennt werden. Ist eine Elektrode angelegt, entsteht ein elektrisches Feld. Der Nachteil ist das nur geringe Mengen von Strom abgegeben werden können. Die Spule erzeugt ein magnetisches Feld in der die Energie gehalten wird.

 

In China werden Superkondensatoren eingesetzt, die an jeder Haltestelle neu aufgeladen werden müssen. Eine Hybridlösung aus Akkumulatoren und Kondensatoren ist in der Testphase. Der Kondensator ist in der Leistungsdichte überlegen. Der Nachteil von dem Kondensator ist eine Energiedichte von nur 5 Wh/Kg. Dieser Wert liegt weit unter dem eines Akkumulators. Ein Lithium-Ionen-Akku kann eine Reichweite bis zu 500 Kilometer bewältigen. Dieser Wert ist nur zutreffend, wenn das Auto nicht häufig anfahren muss. Das Anfahren wird wesentlich effizienter durch den Kondensator mit seiner hohen Leistungsdichte bewältigt. Eine Kombination aus einem Kondensator, Akkumulator, Generator und Verbrennungsmotor ermöglichen eine große Reichweite. Die Akkumulatoren können direkt über das Stromnetz aufgeladen werden. Die Sonnenenergie auf dem Hausdach kann zum Aufladen benutzt werden. Die Windenergie wird mit dem EEG-Zuschlag von diversen Anbietern für das Eigenheim angeboten. Die nachstehenden Werte zeigten einen Vergleich zwischen dem Treibstoff, der Energiedichte in KWh/Kg und dem Wirkungsgrad in Prozent auf.

  • Elektromotor mit Bleiakku. Energiedichte 0,03 und 96 Prozent Wirkungsgrad
  • Elektromotor mit Lithium-Ionen Akku. Energiedichte 0,14 und 96 Prozent Wirkungsgrad.
  • Benzinmotor verfügt über eine Energiedichte von 11,4 und 15 Prozent Wirkungsgrad.
  • Dieselmotor hat eine Energiedichte von 11,9 Prozent und einem Wirkungsgrad von 15 Prozent.

Die Energiedichte ist für die Verteilung der Energie zuständig. Ein Elektroauto mit einer hoher Energiedichte kann große Reichweiten erzielen. Die zweite Möglichkeit ist ein Hybridantrieb, der einen enorm geringen Kohlendioxidausstoß und einen Kraftstoffverbrauch von 2,1 Liter auf 100 Kilometer benötigen. Peugeot bietet den 208 als Hybridauto an welches unter Autoscout24.de/studie/ überzeugend dargelegt wird.

Bild: ©autoscout24.de

Förderprogramme vom Staat für das Elektroauto

Nach dem Jahressteuergesetz können ab 2013 die Kosten für eine Batterie von einem Elektroauto von dem versteuernden Listenpreis geltend gemacht werden. Es werden 500 Euro pro Kilowattstunde abgezogen. Die Grenze liegt bei 10.000 Euro. Im folgenden Jahr liegt die Grenze bei 500 Euro pro Jahr. Wird die Batterie gemietet, greift diese Regelung nicht. Es gilt eine Steuerbefreiung von Elektroautos für 10 Jahre ab dem Tag der Anschaffung. Ein Elektroauto als Firmenfahrzeug zu nutzen unterliegt der 1-Prozent-Regelung. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber 1 Prozent von dem Listenpreis als zusätzliches Einkommen versteuern muss. Die Regierung will mit diesem Modell dem privaten Nutzer einen Anreiz geben, um eine breite Marktakzeptanz zu erreichen. Diese Maßnahme verhindert nicht den hohen Anschaffungspreis von dem Elektroauto. Viele Hersteller bieten das Auto nur mit einer Batterie zu einem festen Mietpreis an. Der geförderte Kauf der Batterie ist entweder nicht möglich oder verursacht erhebliche Kosten, die sofort zu bezahlen sind.

 

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