Freitag , 29 Juli 2016
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Schweinegrippe-Impfung und auftretende Narkolepsie Fälle

mueder_mannDie Hysterie rund um das Thema Schweinegrippe H1N1 aus dem vergangenen Jahr, ist bei vielen Menschen noch sehr gut in Erinnerung. Nach Angaben der Ärztezeitung wurden allein innerhalb der europäischen Union 30 Millionen Menschen vorsorglich gegen den Schweinegrippevirus geimpft. Sehr denkwürdig: Kürzlich wurde auf der Webseite der schwedischen Arzneimittelbehörde MPA zu dem Thema Schweinegrippe und Impfung ein Bericht veröffentlicht, der zeigt, dass Verdachtsfälle aufgetreten sind, die eine enge Verbindung zwischen der H1N1-Impfung und sechs Fällen von Narkolepsie bei Jugendlichen naheliegend werden lassen.

Den Berichten zufolge traten bei sechs Kindern und Jugendlichen, allesamt in einem Alter zwischen 12 und 16 Jahren, die Symptome einer Narkolepsie auf. Die Symptome und deren Ausbruch selbst, tauchten hierbei durchschnittlich ein bis zwei Monate nach der Impfung gegen die Schweinegrippe auf. Eingehende Untersuchungen bei den betroffenen Kindern konnten tatsächlich eine Narkolepsie bestätigen. Auch bekannt unter dem Namen Tagesschläfrigkeit, erweist sich die Krankheit als unheilbar und das obwohl Wissenschaftler bereits seit langer Zeit nach den Ursachen und wirksamen Behandlungsmethoden forschen. Aktuell fehlen zwar noch weitere Informationen, ob ein definitiver Zusammenhang zwischen der verabreichten Impfung und den typischen Narkolepsie Symptomen besteht, jedoch scheint die Verbindung bei den bekannt gewordenen Fällen sehr wahrscheinlich.

Was verbirgt sich hinter der Schlafkrankheit?

Das charakteristische an einer Narkolepsie ist eine fast ständig vorhandene Schläfrigkeit. Diese erweist sich bei einer detaillierten Betrachtung als eine anhaltende massive Störung des wichtigen Schlaf-Wach-Rhythmus und zieht einen starken Schlafdrang nach sich. Unabhängig der Tages- oder Nachtzeit und auch unabhängig dessen wo man sich befindet. Ebenfalls unter den Begriffen „Schlummersucht“ oder „Schlafkrankheit“ bekannt, erleiden etwa 26-50 je 100.000 Menschen eine Narkolepsie, wobei der Anteil der Männer etwas höher liegt als bei Frauen und die Dunkelziffer der Betroffenen vermutlich eine deutlich erhöhte Zahl umfasst. Normalerweise treten die klinischen Symptome einer Narkolepsie nicht vor der Pubertät auf, allerdings ist es nicht ausgeschlossen, dass das eine oder andere Kind auch vor diesem biologischen Zeitpunkt von einer Schlummersucht befallen wird.

Worin die genauen Ursachen einer Narkolepsie begründet liegen, ist zum derzeitigen Stand der Forschung noch nicht bekannt. Vermutet wird jedoch, dass innerhalb der Zentren des Gehirns, so etwa im Suprachiasmatischen Nucleus und Hypothalamus, es zu einer Fehlsteuerung des Schlaf-Wach-Rhythmus kommt. Diese Fehlsteuerung führt schlussendlich dazu, dass bei den Betroffenen unterschiedliche Ausprägungen hervorgerufen werden. Diese sind in der Regel eine Schlaflähmung mit sogenannten hypnagogen Halluzinationen, Kataplexien (ein Verlust der Muskelspannung) sowie ein als abnorm zu bezeichnender Schlafrhythmus und ein massiver Schlafzwang. Doch wie bei den meisten Beschwerden und Erkrankungen, zeigen sich die unterschiedlichen Symptome der Schlafkrankheit ebenfalls als recht individuell, so dass eine Narkolepsie nicht gleich eine Narkolepsie bedeutet.

Weitreichende Folgen einer Narkolepsie und die Frage nach weiteren Erkrankungsfällen

Nichtsdestotrotz leiden die betroffenen Frauen, Männer oder Jugendlichen unter der permanenten Schläfrigkeit, die folgerichtig einen massiven negativen Einfluss auf den Alltag und somit die Lebensqualität verursacht. Wie bereits erwähnt, ist eine Narkolepsie aktuell noch nicht heilbar, allerdings gibt es geringfügig wirkende therapeutische Möglichkeiten, um eine gewisse Linderung oder Stabilität der Schlafstörungen zu ermöglichen. Hierunter fallen das Umsetzen der Schlafhygieneregeln, individuell angepasste Tagschlafepisoden oder auch eine Angleichung der Tagesabläufe, die wiederum auf die spezifischen Symptomausprägungen ausgerichtet wird. Ergänzend werden mitunter auch Medikamente verabreicht, die allerdings bei einer genaueren Betrachtung lediglich eine Abmilderung der Schlafkrankheit ermöglichen und keine konkrete Regulierung der Schlafstörungen.

Interessant ist nun der Erkenntnisstand der schwedischen Experten, dass der Impfstoff gegen die vermeintliche Schweinegrippe zu den Erkrankungsfällen bei den Jugendlichen geführt haben soll. Sechs Fälle von vielen weiteren? Es bleibt abzuwarten, welche Informationen sich zu diesem wichtigen Thema noch ergeben werden, denn auch hier in Deutschland ließen sich Millionen Menschen präventiv gegen die Schweinegrippe impfen.

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