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Fracking?

fracking_folgenUnd das mittlerweile in Niedersachsen. Wann immer ich irgendjemand frage, ob er/sie dieses Wort schon einmal gehört hat oder etwa gar dessen Bedeutung nur ansatzweise erfasst hat, ernte ich stets nur fragende Gesichter oder bestenfalls noch ein intellektuelles "Häää?". Mit altertümlicher Bekleidung hat es übrigens nichts zu tun.

Die umtriebige Firma Exxon fördert unter anderem in der unmittelbaren Nähe meines Wohnortes Erdgas, indem unterhalb der Grundwasserschicht immense Mengen unterschiedlichster Chemikalien in den Boden gepresst werden. Dieses soll angeblich dazu dienen, Risse im Gestein zu erzeugen, wodurch das in verschiedenen Bodenschichten gebundene Erdgas endlich gelöst und abgezapft werden kann.

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Die Liste der verpressten chemischen und keinesfalls gesundheitlich unbedenklichen Stoffe ist so lang, dass der alte Teppichknüpfer Harun al Raschid seine Probleme mit dem Muster und vor allem dem Sinn dieser Aktion gehabt hätte. Ich habe heute meine Probleme damit. Wieso? In den Vereinigten Staaten ist diese Möglichkeit der Erdgasförderung auf viel Kritik gestoßen, da weite Teile Pennsylvanias verseucht sind. Plötzlich durch Gas im Grundwasser, welches zwar kostenlos aus dem Wasserhahn kommt und auch verbrannt werden kann, jedoch zusammen mit diversen anderen Chemikalien aber leider das Selbige für die orale Aufnahme recht ungeeignet erscheinen lässt.

Frankreich möchte auch weiter feinstes Tafelwasser verkaufen und hat sich dazu entschlossen, derartige Abbaumethoden (vorerst) zu unterbinden. Analysen und Kernbohrungen hin und her; für mich sieht das nach nur oberflächlichster Recherche nach einer nicht kontrollierten und sehr wahnsinnigen Chemikalienentsorgung im großen Stil aus.

Ich dachte in meinem naiven Geiste, dass dieser Schwachsinn der systematischen Zerstörung unseres Lebensraumes nach dieser unglücklichen Fukushima-Geschichte nun endlich der Vergangenheit angehört oder mindestens sukzessive reduziert werden muss. Aber Nein! Das alte Spiel geht munter weiter.

Nach meinen bescheidenen Informationen, sollten die fossilen Brennstoffe doch grob geschätzt bis zum Jahr 2050 reichen. Zeigt sich mit dem "Fracking" genannten Förderungsverfahren, dass Erdgas plötzlich heute schon knapp ist? Fahren die "Big Boys" des Ölgeschäftes jetzt schon auf der Felge? Oder haben da etwa wieder findige amerikanische Geschäftemacher eine Möglichkeit gefunden, an jeder Aufsicht und Behörde vorbei mit der Verpressung von Chemie in unseren Grund und Boden unter Vortäuschung von innovativer Erdgasförderung gewaltige Mengen an Geld und Fördermitteln zu scheffeln? Na, bei zwei Millionen Euro pro Bohrung, welche das Land Niedersachsen zuschießt, (Quelle: Weserkurier 21.9.2011) sollte ich vielleicht auch mal schauen, ob ich nicht doch vielleicht irgendwie meinen alten Kompressor reanimiert bekomme. Zum Verpressen müsste in der Garage auch noch irgendwo ein Kanister mit Batteriesäure stehen.

Aber mal wieder ernsthaft: Reicht es nicht, stattdessen noch ein paar leistungsfähige Biogasanlagen zu bauen, muss immer alles, was diese "Ölköppe" aushecken, mit nachhaltiger Zerstörung, Schaffung von unabsehbaren Risiken und ohne Rücksicht auf Verluste passieren? Meine Meinung, dass sich derartige Probleme nur mit der strengen Reglementierung des Mammons (Geld) in den Griff kriegen lassen, scheint sich leider wieder einmal zu bestätigen.


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