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Was geschieht mit den Tieren in der Todeszone von Fukushima?

fukushima_rinderRund 80.000 Menschen lebten in der nun restlos gesperrten Zone rund um das Kraftwerk von Fukushima. Doch nicht nur Hab und Gut musste von den Bewohnern weitgehend zurückgelassen werden, in der betroffenen Gegend befinden sich auch rund 300 landwirtschaftliche Betriebe mit Tierhaltung. 3.000 Rinder, 30.000 Schweine und 600.000 Hühner wurden ihrem tragischen Schicksal überlassen. Während sich Hunderte von Rindern von verstrahltem Gras ernähren, sind die meisten Tiere in den Ställen bereits verendet. Bauern, die trotz der Gefahr regelmäßig zu ihren Höfen fuhren, um ihre Tiere zu versorgen, droht nun eine Strafe von fast 1.000 Euro oder 30 Tagen Arrest.

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Wie die staatliche japanische Rundfunkanstalt NHK berichtet, wurden Zehntausende Tiere in den, rund um Fukushima gelegenen, landwirtschaftlichen Betrieben zurückgelassen. Ein von den Behörden beauftragter Veterinär, der die Gegend inspizierte, bevor sie zum Sperrgebiet erklärt wurde, gab an, dass fast alle der 600.000 Hühner bereits verendet seien. Rund 70 Prozent jener Schweine, die in Ställen mit automatischen Fütterungsanlagen untergebracht sind, seien noch am Leben. Ebenso sind die meisten Milchkühe bereits tot. Rinder, die der Fleischverwertung gewidmet waren, wurden überwiegend freigelassen. Sie ziehen unkontrolliert über die Felder und ernähren sich von radioaktiv verseuchtem Gras.

Dass den Landwirten erlaubt werden könnte, ihre bereits verstrahlten Tiere aus dem Sperrgebiet zu evakuieren, scheint ausgeschlossen. Zwar findet sich in dem Bericht von NHK keine diesbezügliche Erwähnung, doch scheint es ebenfalls unwahrscheinlich, dass Bewilligungen zur weiteren Betreuung der Tiere ausgegeben werden könnten. Von einigen Bauern wurde jedoch ein Ansuchen erstellt, ihre Tiere zumindest einschläfern zu dürfen, anstatt sie ihrem qualvollen Schicksal zu überlassen.

Nachdem die freigelassenen, langsam verwildernden Rinder sich unkontrolliert bewegen, gibt es Befürchtungen, dass Krankheiten dadurch in andere Regionen verschleppt werden könnten.


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  24.05.2012 The Intelligence

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