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Erfreuliche Transparenz in Bretton Woods

george_soros_bretton_woodsWie bereits berichtet, fand zwischen dem 8. und 11. April in Bretton Woods, dem Standort, an dem im Juni 1944 das gleichnamige globale Finanzsystem ausgearbeitet wurde, eine internationale Konferenz über Reformen des Währungssystems statt. Während von der Jahresversammlung der Trilateralen Kommission, die zum gleichen Wochenende in Washington abgehalten wurde, praktisch keine Informationen nach außen drangen, wurden die Vorträge und Diskussionen in Bretton Woods aufgezeichnet und binnen kürzester im Internet zur Verfügung gestellt. Auch wenn die Ausarbeitung der aus den einzelnen Beiträgen zu ziehenden Schlüsse gewiss einige Zeit in Anspruch nehmen wird, wer über ausreichend Interesse verfügt, dem stehen die Aussagen der international bedeutendsten Finanz- und Wirtschaftsexperten aus erster Hand zur Verfügung.

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Die Zahl der Teilnehmer, ursprünglich mit 200 beziffert, dürfte 400 Personen betragen haben. Organisiert wurde die Konferenz von einer, im Oktober 2009 von Multi-Milliardär George Soros ins Leben gerufenen, Vereinigung mit Namen Institute for New Economic Thinking (INET – Institut für neues Wirtschaftsdenken). In der Liste der Vortragenden und Diskussionsteilnehmer finden sich Namen wie - natürlich - George Soros, Claudio Boro von der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich,  James Boughton, Historiker des Weltwährungsfonds, der ehemalige britische Premierminister Gordon Brown, Nobelpreisträger Joseph Stiglitz, Professor an der Columbia University oder Larry Summers von der Universität in Harvard, um nur einige zu nennen.

Ein erster Überblick zeigt, dass die Notwendigkeit international bindender Regulierungen im Finanz- und Wirtschaftsbereich, auf Kosten nationaler Souveränität, der einzige Weg zu sein scheint, die angespannte Finanzlage langfristig in den Griff zu bekommen. Auch die Frage einer Wiedereinführung bestimmter Kapitalverkehrsabgaben wurde ernsthaft ins Auge genommen, um insbesondere die durch Spekulation beeinflusste Entwicklung von Wechselkursen keinen wirtschaftsschädigenden Schwankungen zu unterwerfen. Eine mögliche Ausrichtung der Weltwährungen an den sogenannten Sonderziehungsrechten, einer künstlichen Währungseinheit, die schon 1969 vom Weltwährungsfond ins Leben gerufen wurde, wird von einigen Experten als wünschenswert erachtet.

Wie erwähnt, wird es noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis zusammenfassende Berichte zur Verfügung stehen. Auf der Webseite des Institute for New Economic Thinking findet sich rechts, unter der Überschrift: „Bretton Woods Proceedings", eine Liste der einzelnen Programmpunkte mit Links zu den Videoaufzeichnungen.




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  24.05.2012 The Intelligence

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