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Die Schuldenkrise in Europa ist noch nicht vorbei

euro_scheineBetrachtet man die ökonomische Landschaft in Europa, so wird klar, dass die Schuldenkrise noch lange nicht vorbei ist. Aktuelle Beispiele sind, neben Griechenland, jetzt Irland und Portugal. Zwar ist es diesen Staaten gerade gelungen, neue Schulden an den Finanzmärkten aufzunehmen, aber die Aufschläge (spreads), die sie zahlen müssen, sind hoch. Irland zum Beispiel zahlt zwischen 5 und 6 Prozent, Griechenland gar 9 Prozent. Im Vergleich dazu zahlt Deutschland nur 2,5 Prozent. Die Aufschläge sind damit höher als zur Zeit der akuten Finanzkrise im Frühjahr.

Eine der größten Probleme ist der irische Bankensektor, besonders die Anglo Irish Bank. Die drittgrößte irische Bank ist in großen Schwierigkeiten und muss wohl aufgespalten oder liquidiert werden. Niemand weiß, was das den Steuerzahler kosten wird. Darüber hinaus ist der irische Immobilienmarkt auch in der Krise. Da braut sich was zusammen. Daher wird Irland die Haushaltssanierung bis 2014 nicht fortsetzen können. Es gibt Gerüchte aus Investmentkreisen, Irland müsse beim Internationalen Währungsfonds (IWF) oder bei der EU um Hilfe bitten. Daher sind die Kreditgeber noch vorsichtiger geworden.

Die Schuldenkrise ist, wie das Beispiel Irland zeigt, noch längst nicht ausgestanden. Große Schuldenberge, ungenügende Wettbewerbsfähigkeit, schwache Konjunktur und in der Folge ausbleibende Steuereinnahmen, weiterhin hohe Refinanzierungskosten, das sind die Bestandteile einer brisanten Mischung.

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Dazu kommt, dass die Börse in den USA gerade in Turbulenzen gerät. Die US-Notenbank hat angekündigt, der schwächelnden Konjunktur mit Finanzspritzen auf die Beine zu helfen. Diese Ankündigung kam beim Markt gar nicht gut an. In der Folge sackte die US-Börse ab, der Euro aber stieg. Dies zum Ärger der deutschen Exporteure, die von einem niedrigen Euro profitieren. Der Goldpreis erreichte einen neuen Rekordstand, weil Gold als sicherer Hafen gilt. Größtes Problem in den USA ist vor allem die hohe Arbeitslosigkeit, die schlecht für den Konsum ist. Dazu muss man wissen, dass das Wachstum in den USA konsumgetrieben ist, und deshalb diese Kennzahl eine große Bedeutung hat.

US-Präsident Barack Obama hat unterdessen den dritten wichtigen Wirtschaftsberater verloren. Nach dem Rücktritt von Christina Romer, Leiterin des Wirtschaftsrats und dem obersten Haushaltsaufseher im Weißen Haus, Peter Orszag, ist nun auch der bekannte Chefberater Lawrence Summers zurückgetreten. Dies ist ein schwerer Schlag für den Präsidenten, gerade vor den Kongress-Wahlen am 2.November. Die wirtschaftliche Lage in den USA ist mau und nun steht Obama ohne seine wichtigsten Berater da. Man darf gespannt sein, welche Entwicklung die USA nehmen. Das hat auch für Europa große Bedeutung.


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