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Deepwater Horizon: Studie zur Ölausbreitung im Golfstrom

strand floridaDie Ölkatastrophe im Golf von Mexiko hat noch lange kein Ende, und Mitteilungen des Ölkonzerns BP darüber, dass bis August das ausströmende Öl im Griff sein soll, erscheint mehr als ignorant. Die weitreichenden Folgen der Zeitverzögerung sind derzeit selbst in Expertenkreisen noch nicht gänzlich abzuschätzen, allerdings werden fast täglich neue Erkenntnisse offensichtlich, die aufzeigen, dass noch lange Zeit die Ölkatastrophe ihre Kreise ziehen wird. Welche Auswirkungen die Ölpest tatsächlich haben kann, konnte nun ein internationales Forscherteam anhand einer Modellberechnung bedrückend zur Dokumentation gelangen lassen. 

Forschern des National Center for Atmospheric Research (NCAR) in Boulder und des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel, konnten aufgrund gezielter Modellberechnungen zwischenzeitlich ermitteln, dass der Ölteppich bzw. die Ölflocken weitaus größere Kreise ziehen können als es vielleicht momentan noch den Anschein hat. Noch zeigen sich unter anderem die Strände von Florida und vielen weiteren Küstenregionen in einem sauberen Zustand, allerdings konnten die Wissenschaftler berechnen, dass durch bestimmte Strömungen des Meeres, dieser Zustand relativ schnell eine Änderung erfahren könnte. Von ersten Verschmutzungen in Florida tauchen außerdem bereits Meldungen auf.

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Nach Ansicht der Experten, eine Tatsache, die sich rasch bewahrheiten könnte, denn die Studienergebnisse offenbaren, dass sich das Öl aus dem Golf von Mexiko hinausbewegen und in den Atlantik einfließen kann. Die Ölverschmutzung könnte, den Berechnungen nach, bereits in wenigen Wochen aufgrund der Strömungen die karibischen Gewässer ebenso wenig verschonen wie auch den Atlantik. Der Grund findet sich darin, dass, die Karibik als Wiege des Golfstroms, rund 32 Millionen Kubikmeter Wasser durch die sogenannte Floridastraße bis in den Atlantik einströmen lässt. Die Karibik als Warmwasserheizung Europas, scheint somit ein weiterer zentraler Punkt innerhalb der Ölkatastrophe einzunehmen, weshalb gerade Forscher ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung außerhalb des Golfs von Mexiko und die Ausweitung der Ölseuche werfen.

In einer Kooperation der deutschen Wissenschaftler mit Kollegen des Los Alamos National Laboratory (LANL) und National Center for Atmospheric Research (NCAR) in Boulder, wurden, mit der Unterstützung eines hoch aufgelösten Ozeanmodells, sechs verschiedene Strömungsmuster einer eingehenden Analyse unterzogen. Da bereits bekannt ist, dass die Strömungsgeschwindigkeit der Wassermassen durchschnittlich 150 Kilometer täglich beträgt, war das Ergebnis der Studie keine wirkliche Überraschung. Weitere Untersuchungen sollen nun langfristige Auswirkungen der Ölkatastrophe ermitteln, sowie die Entwicklung auch für den europäischen Raum im Fokus behalten.

Quelle: Leibnitz-Institut für Meereswissenschaften

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