Verseuchte Strände, vergiftetes Wasser
Das folgende Video demonstriert zwei schockierende Fakten. Aufgenommen in Grande Isle, Louisiana, zeigt es hoffnungslos verdreckte Strände mit Fischkadavern. Warnschilder erinnern, dass nur „autorisierten Personen“ der Zutritt gestattet ist. Ohne weiter Informationen, schwenkt die Kamera mehrmals auf Militärfahrzeuge. Worum es jedoch genau geht, sind Wasserproben. Eine vorläufige Laboruntersuchung zeigte eine enorm hohe Konzentration von Propanidol (Propylenglykol). Für Menschen angeblich ungefährlich, nicht jedoch für Fische.
Wie in dem Video (englisch) erklärt wird, stammte eine der Proben von einem anonym bleibenden Mitglied des Reinigungsteams, der diese zwanzig Meilen vom Ufer entfernt entnommen hätte. Das Ergebnis der vorläufigen Analyse wird am Telephon mitgeteilt. Auch hierbei wird auf Anonymität Wert gelegt. Die Proben stünden jedoch jederzeit für weitere Analysen zur Verfügung.
Der Anteil von Propanidol, ein Bestandteil des Lösungsmittels Corexit 9500, wurde mit 360 bis 440 ppm (Parts per Million) angegeben. Wie der Labormitarbeiter am Telefon erklärt, sei eine Konzentration von mehr als 25 ppm für Fische bereits gefährlich.
Propanidol findet in einer Vielzahl von Hygieneprodukten Anwendung und ist, unter der Nummer E 1520, sogar als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen. Auch Tests mit Ratten haben schon vor Jahrzehnten gezeigt, dass selbst die Einnahme in hohen Konzentrationen ungefährlich ist. Zumindest für Ratten, auch für Menschen und Hunde, wird behauptet. Wie die englische Ausgabe von Wikipedia zu berichten weiß, ist in Amerika die Zugabe von Propanidol zu Katzenfutter untersagt, weil sich artenspezifische Begleiterscheinungen gezeigt haben. Im gleichen Artikel wird auf den Einfluss auf den Sauerstoffgehalt im Wasser verwiesen. Und genau darin scheint die Gefahr für Fische zu liegen. Wenn wir den Erklärungen des Chemikers Glauben schenken, so liegt die Konzentration von Propanidol in den betroffenen Teilen des Golfs von Mexiko 150 Mal höher als akzeptabel.




