Schlechtwetter stoppt die Ölreinigung
„Alex“ wurde zum Hurrikan, bahnt sich seinen Weg durch den Golf vom Mexiko, allerdings Hunderte Kilometer südlich des Ölteppichs. Darf vorläufig einmal aufgeatmet werden? Nicht wirklich. Die Reinigungsarbeiten mussten, aufgrund von Schlechtwetter und hohem Wellengang, eingestellt werden. Die endlos ausgelegten Schläuche, die das Öl von den Küsten fernhalten sollen, werden nutzlos. Immer mehr Öl und Teerklumpen werden an die Strände gespült. Gesundheitsschädigende Dämpfe werden weit ins Landesinnere vordringen.
Wie das am Ende eingesetzte Video zeigt, „genießen“ die Helfer arbeitsfreie Tage. Der Wetterkarte auf Stormpulse.com entsprechend, bahnt sich „Alex“ seinen Weg in Richtung Mexiko. Jedoch nicht, ohne in seinen Randbereichen stürmisches Wetter mit sich zu führen. Somit mussten alle Tätigkeiten, eine weitere Ausbreitung des Ölteppichs in Grenzen zu halten, vorübergehend eingestellt werden. Mittlerweile sind es 72 Tage, dass geschätzte 10.000 Tonnen täglich aus der Quelle am Meeresboden austreten.
Die jährlich ansteigende Zahl von Hurrikans motiviert Experten, nach Möglichkeiten zu suchen, solche entweder zu verhindern oder zumindest abzuschwächen. Dazu erschien im Jahr 2005 ein längst vergessener wissenschaftlicher Artikel, der allen Ernstes folgendes vorschlug:
Eine weitere Methode wäre, das Meer in der Zugbahn des Wirbelsturms mit einem - biologisch abbaubaren - Öl zu überziehen. Dieser Ölfilm verringert die Verdunstung und nimmt dem Sturm damit seine Kraftquelle.
Die Ausmaße des Ölteppichs im Golf als Beispiel herannehmend, wie viel „Olivenöl“ müsste dafür wohl ins Meer gekippt werden?



