Freitag , 29 Juli 2016
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Flughafen Berlin-Brandenburg – Projekt gescheitert

„Wer anderen eine Grube gräbt, …“ Es gibt für dieses Infrastrukturprojekt und die aktuelle Situation kein besser zutreffendes Sprichwort. Es ist nicht mehr nur ein Skandal, es ist eine lange Kette von Bürgerbetrug, Lügen und Tricksereien. Es verwundert nicht, dass man sich bei diesem politischen Strickwerk irgendwann verzettelt. Die geplatzte Eröffnung des Flughafens ist nur die mediale Spitze des Eisberges. Denn dieser Flughafen sollte durch Entscheid der Politik an einem untauglichen Standort errichtet werden. Untauglich, aufgrund von Bodenbeschaffenheiten, untauglich aufgrund der ökologischen und ökonomischen Folgen. Untauglich vor allem wegen seiner Lage im Raum, umgeben von zwei dicht besiedelten Bändern. Dies wurde durch zahlreiche unabhängige Gutachten bereits vor dem Bau festgestellt. Mit dem Kopf durch die Wand hat die Politik versucht, sich gegen jeden Sachverstand durchzusetzen. Mit schweren Folgen, wie man feststellt.

airport BerlinDoch auch heute, kurz vor der Eröffnung, ist die sachliche Einschätzung zu diesem Projekt vernichtend. Die Studie der TU Dresden über die “Anforderungen und Verkehrsentwicklung der allgemeinen Luftfahrt in Berlin-Brandenburg” stellt fest, dass dieser angeblich so wundervoll geplante Flughafen nicht geeignet ist, die Kapazitäten aufzufangen. Auch das UBA Gutachten lässt das Projekt nicht glänzen, im Gegenteil. Jetzt müssen sich der Berliner Bürgermeister Hr. Wowereit und der Ministerpräsident aus Brandenburg Hr. Platzeck der Realität stellen. Mit einer Medienkampange im Wert von über 500.000 Euro sollte der Bürger sich selbst von dem Betrug ablenken (Eigentümer sind das Land Berlin, Brandenburg und der Bund). „Wer anderen eine Grube gräbt …“ – diese vom Steuerzahler aufgebrachte Medienkampagne ging nach hinten los. Schade um die Steuergelder und schade, denn das Lügen und Winden fängt jetzt erst richtig an. Wenn diese beide Herren tatsächlich nicht mitbekommen haben sollten, was sich da in ihrem Lande und bei dem angeblich so wichtigen Bauprojekt wirklich abspielt, bleibt nur eine Schlussfolgerung: Sie waren und sind weder in der Lage, die Situation sachlich einzuschätzen noch ihrem gesellschaftlichen Auftrag gerecht zu werden. Sachlich gesehen gibt es nur eine Möglichkeit. Den Flughafen an einem dafür geeigneten Standort zu errichten. Nur so kann man den ökologischen und den ökonomischen Notwendigkeiten gerecht werden. Aber dem nicht genug, auch die politische Verantwortung verlangt dies. Es ist an der Zeit, dass sich jemand findet, der die Größe hat, Berlin und Brandenburg aus dieser Misere herauszuführen. Die Bürgerinitiativen in Brandenburg und Berlin, so auch der BVBB, haben in den letzten zehn Jahren ein Fachwissen aufgebaut, das seinesgleichen sucht. Bisher haben die Landesregierungen massiv gegen diese Menschen agiert, argumentiert und prozessiert. Dabei werden Menschenrechte missachtet, überdeutliche Warnungen zu dem wirtschaftlichen Desaster der nächsten Generation untergejubelt und der Bürger für ein paar lumpige Euro um seine Gesundheit betrogen – dem eigentlich größten Gut unserer Gesellschaft. „Am Ende ist ein Schatz vergraben“. Das Potential des Flughafengeländes in Berlin Schönefeld ist enorm. Nicht als Berliner und Brandenburger Flughafen. Der gehört dort nicht hin – wie bereits vor mehr als zehn Jahren festgestellt wurde. Wer den Mut hat den Bürgern zuzuhören und deren nachhaltigen Forderungen – für einen tragfähigen Flughafen inkl. der Nachnutzung des bestehenden Geländes – folgt, der wird diesen Schatz für sich heben, während andere noch mit ihren Stricken spielen.

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