Montag , 27 Februar 2017
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Schnelle Internetleitungen für Europa: Breitband soll günstiger werden

Speziell in ländlichen Gebieten sind schnelle Internetverbindungen derzeit noch Mangelware. Dagegen will die EU Kommission vorgehen und den Ausbau vorantreiben. Damit das passieren kann sollen Inhaber von Rohrleitungen, Masten oder Schächten dazu verpflichtet werden, die eigenen Rohrleitungen an Internetanbieter zu vermieten.

Ein Großteil der Kosten des Ausbaus entsteht durch Baustellen

Der Vorstoß der EU ist verständlich, denn derzeit entsteht ein Großteil der Kosten durch Baustellen, die notwendig sind, um Breitbandkabel neu zu verlegen. Die EU Kommission beziffert die entstehenden Kosten auf 80 Prozent der Gesamtkosten. Dazu sollen außerdem Pläne über bereits bestehende Infrastruktur wie etwa Stromleitungen durch die Staaten freigegeben werden. Eine zentrale Behörde soll zudem entscheiden, welche Infrastuktur für den Ausbau geutzt werden soll. Bis 2020 könnten durch das Vorhaben rund 60 Milliarden Euro eingespart werden. In Deutschland wird das Verfahren bereits verwendet. Auch einige andere europäische Länder greifen bereits darauf zurück. Der Ausbau von Breitband Internet ist wichtig um letztlich auch ländliche Gebiete an das Internet anzubinden. Die Medienvielfalt sowie der Zugang zu Informations- und Kommunikationsangeboten kann als wichtiges Recht bezeichnet werden. Dass die EU speziell dieses Recht fördert ist zu begrüßen. Fortschrittlicher wäre allerdings eine WLAN Infrastruktur, auf die jeder Bürger individuell kostenfrei zugreifen kann. Derartige Möglichkeiten werden derzeit von einigen deutschen Providern sowie in Ländern wie Großbritannien und Frankreich massiv vorangetrieben.

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