Montag , 5 Dezember 2016
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Gemeinsam gegen Wirtschaftskriminalität – Die Sicherheitspartnerschaft Hannover

Wirtschaftskriminalität ist ein Thema, welches auch im Großraum Hannover immer wieder für Probleme und Diskussionen sorgt. Genau dies ist einer der Gründe, weshalb sich die IHK Hannover dazu veranlasst fühlte, entsprechende Gegenmaßnahmen zu beraten. Diese sollen ein Weg sein, um selbst den Weg aus der Krise zu finden und sich so neue Wege und Möglichkeiten zu eröffnen.

Die Schritte zur besseren Sicherheit

Ein erster Schritt, der heute als die Grundlage für den Erfolg bezeichnet wird, war die Gründung der Sicherheitspartnerschaft gegen Wirtschaftskriminalität im Jahr 2000. Dabei sollte auch die Bereitschaft zur Kooperation von Staat und Wirtschaft auf ein neues Niveau gehoben werden. Denn bis zu diesem Zeitpunkt taten sich die öffentlichen Stellen allein schon schwer, überhaupt den Start der Ermittlungen in die Wege zu leiten. In einem nächsten Schritt wurde die Partnerschaft dazu genutzt, um die ansässigen Unternehmen in Hannover hinsichtlich der drohenden Gefahr zu sensibilisieren. Gerade die neuen Wege der Wirtschaftsspionage, die sich in dieser Phase über das Internet ergaben, wurden dabei behandelt. Unternehmen können hier selbst tätig werden, und Detektive für Wirtschaftsermittlungen in Hannover beauftragen, welche entsprechende Beweise sichern. Erst darauf kann sich ein Prozess gründen, der bald auch durch flexible Bußgelder geprägt sein soll. Während in anderen Bundesländern ein jährlicher Schaden von vielen Millionen Euro entstand, konnte diese Summe dank der zügig gestarteten Maßnahmen in Niedersachsen gesenkt werden.

Der individuelle Wandel

In einem Bereich sind sich sowohl die Unternehmer, als auch die zuständigen Rechtsprüfer einig. Es reicht nicht aus, einmalig eine solche Partnerschaft in die Wege zu leiten. Aus diesem Grund treten die Verantwortlichen in Niedersachsen mindestens einmal pro Jahr zusammen, um über neue Punkte zu diskutieren und Lösungen zu suchen. Besonders der Tatort Internet war in den vergangenen Jahren ein Bestandteil der Gespräche. Im Fokus stehen erneut große Unternehmen wie Volkswagen, Continental, die Deutsche Bahn oder Sartorius, welche für die gesamte Gegend in wirtschaftlicher Hinsicht prägend sind. Schon lange reicht dabei eine einfache Firewall auf den firmeneigenen Rechnern nicht mehr aus, um sich vor Spionage zu schützen. Die Zeiten, in denen die Diebe vorwiegend in Fernost zu lokalisieren waren, sind lange vorbei. Inzwischen sicken die findigen Täter ihre eigenen Befehle über Rechner auf der ganzen Welt. Dadurch lässt sich am Ende nicht mehr sagen, von welchem Teil der Erde, geschweige denn an welchem Rechner, die Tat verübt wurde. Umso wichtiger ist, bereits in der Entstehung von Wirtschaftskriminalität rigoros dagegen vorzugehen, wie es auch die IHK Hannover empfiehlt.

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Titelbild – Urheber: bialasiewicz / 123RF Lizenzfreie Bilder

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