Sonntag , 11 Dezember 2016
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Unglück von Tianjin – Wurden bei den Detonationen giftige Chemikalien freigesetzt?

tjanjingTianjin (China). Die am Mittwoch in der chinesischen Hafenstadt erfolgten Explosionen vermitteln ein Bild der Zerstörung. Nach der Katastrophe beginnen jetzt die Nachforschungen wie es zu diesem Unglück kommen konnte und ob bei dem Unglück giftige Gase freigesetzt wurden. Über 200 Chemieexperten untersuchen das Gelände.

Die Zahl der Opfer und Verletzten steigt

Das Unglück von Tianjin erfolgte durch mehrere Detonationen weitläufiger Sprengkraft. Mittlerweile ist die Zahl der Todesopfer auf über 50 gestiegen, Verletzte wurden auf über 700 gemeldet. Inzwischen laufen die Bergungsarbeiten, dabei wird durch das Militär auch nach möglicher Freisetzung giftiger Substanzen geprüft. Wie die Nachrichtenstelle Xinhua meldet, werde die Luft auf giftige Gase getestet, Greenpeace warnt eindrücklich vor der Gefahr gefährlicher Substanzen. Die Ursachenforschung sucht nach Hinweisen, wie es zu den verheerenden Explosionen kommen konnte, bislang gibt es dazu keine offiziellen Meldungen.

In der chinesischen Hafenstadt kam es am Mittwoch im großräumigen Bereich einer Lagerstelle für gefährliche Güter zu einer Serie von Explosionen. Einer ersten Detonation folgte ein stärkerer zweiter Ausbruch. Die Sprengkraft ließ Türen und Fenster noch in kilometerweiter Entfernung bersten. Bei den Löscharbeiten der entstandenen Brände kamen zwölf Menschen der Feuerwehr ums Leben. Der Unglücksort befindet sich in einem Industriegebiet des Hafens von Tianjin. Benachbarte Bereiche wurden weitestgehend zerstört. Neben den zahlreichen Opfern wurden Frachtcontainer, Industrieanlagen und Gebäude stark vernichtet und beschädigt.

Wurden während des Unglücks giftige Chemikalien freigesetzt?

Auch nach dem Unglück kann keine Entwarnung gegeben werden. Die involvierte Frachtfirma lagert und transportiert gefährliche Stoffe und Chemikalien. Deshalb erfolgen die Untersuchungen vor Ort unter besonderen Sicherheitsmaßnahmen, die Mitarbeiter tragen Schutzkleidung um sich vor austretenden Chemikalien zu schützen. Die Umweltbehörde von Tianjin gab bereits vorsichtige Entwarnung aufgrund niedriger Giftstoffkonzentration in der Luft. Von offizieller stattlicher Seite wurden der Öffentlichkeit keine Informationen über die Art der Chemikalien bei der Explosion übermittelt. Die Aktivisten von Greenpeace warnen vor der Gefahr giftige Substanzen und fordern eine umfassende Überwachung des Unglücksortes. In der Nähe der Brandstelle befinden sich mehrere Hundert Tonnen Natriumcyanid. Die Rettungskräfte bemühen sich um die Entfernung dieser Chemikalien.

Titelbild: Wikipedia/ User:Walkama

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