Sonntag , 11 Dezember 2016
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Warum bleibt Strom so teuer?

Um die 23,5 Milliarden Euro in Form von Subventionen müssen die Deutschen in diesem Jahr für die Energiewende hinblättern. Nur so kann der teure Zufallsstrom aus Sonne und Wind bezahlt werden. Auch wenn es sich dabei um eine enorm hohe Summe handelt, ist das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Daran kann auch die Ökostrom-Reform vom Wirtschaftsminister Gabriel nicht viel ändern.

Stromnetz läuft ungehindert am Rande seiner Stabilitätsgrenze

Der Ausstieg aus der Kernenergie bezahlt jeder Bundesbürger in Deutschland mit rund 300 Euro. Gabriel will diesen Irrsinn nun beenden. Doch das ist kaum möglich, wenn das „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ nicht grundsätzlich geändert oder sogar aufgehoben wird. Und so drohen uns weitere negative Auswirkungen in Form von neuen Kostensteigerungen beim Strompreis sowie bezüglich der Arbeitsplätze und der Netzstabilität. Da das Stromnetz aber ungehindert am Rande seiner Stabilitätsgrenze läuft und auch die Preisentwicklungen hart durchschlagen, bleibt der Politik nichts anderes übrig als endlich zu handeln. Doch keiner bringt den Mut auf, dass System komplett zu ändern stattdessen wird weiterhin an der EEG-Umlage herumprobiert. Das führt wiederum dazu, dass ein paar Euro im Bereich der Subventionen gekürzt werden und ein paar Windanlagen weniger gebaut werden. Leider ist von Einsicht so nichts zu spüren.

Bildquellenangabe: ©www.Rudis-Fotoseite.de / pixelio.de
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Schattenkraftwerke verursachen zusätzliche Kosten

Grundsätzlich ist es aber egal wie viele Windräder noch aufgebaut werden, denn eine Vollversorgung durch Windenergie ist pyhsikalisch einfach unmöglich. Schließlich kann niemand genau sagen wann der Wind weht und wann eben nicht. Somit müssen die sogenannten Schattenkraftwerke zumindest in Betriebsbereitschaft bleiben. Und das führt wiederum zu enormen Kosten, aber zu keinerlei an Gewinnen für die Betreiber. Auch der Strompreis kann so natürlich nicht gesenkt werden. Doch den Grünen ist das so wie es scheint recht egal. Sie lassen sich ihre Träume nicht von der Realität verderben. Und so ist es kaum noch verwunderlich, dass Oliver Krischer, der grüne Abgeordnete davon spricht, dass die Windenergie eines der kostengünstigsten Formen der Stromerzeugung ist und immer mehr Geld fordert. Ein weiterer großer Nachteil ist, dass im Bereich der Politik in diesem Bereich leider keine Fachleute gibt. Somit bleibt es spannend, ob die Politiker so weit gehen werden, bis es zu einem totalen Blackout im Stromnetz kommt und zu einer weiteren Abwanderung der Wirtschaft aufgrund der erhöhten Kosten.

Quarks & Co – Blackout Deutschland, die Revolution im Stromnetz

Die Wahrheit über erneuerbare Energie (ARTE/Doku)

„Für sauberen Strom aus der Steckdose zahlt der Verbraucher gerne etwas mehr. Und Europa plant aus angeblicher Sorge vor den Folgen des Klimawandels die große Energiewende. Danach sollen die Stromanbieter bis zum Jahr 2050 ihren CO2-Ausstoß nahezu auf null herunterfahren. Doch was steckt wirklich hinter den schönen Versprechen von sauberer Energie?“

Einfach und unkompliziert den Stromanbieter wechseln – So funktioniert´s

Trotz der recht düsteren Aussichten haben Verbraucher noch immer zahlreiche Möglichkeiten, um ihre Stromkosten so gering wie möglich zu halten. Doch wer den steigenden Energiekosten die Stirn bieten möchte, der muss in erster Linie aktiv werden. Dank eines Anbieterwechsels können Sie sogar mehrere hundert Euro pro Jahr sparen.

Tarifwechsel über einen Stromrechner

Ein Tarifwechsel ist nicht so kompliziert wie viele zunächst vermuten. Er dauert gerade einmal wenige Minuten und birgt ein starkes Sparpotenzial. Besonders zu empfehlen ist unser Strompreisvergleich. Dank dieser Übersicht können mittels Stromrechner um die 6300 Tarife verglichen werden und Sie können den Stromanbieter wechseln. Der große Vorteil besteht außerdem darin, dass die Daten stetig aktualisiert werden und auch geplante Preiserhöhungen beinhalten, falls diese dem Dienstleister bekannt sind.

1000 Anbieter kämpfen um die Gunst der Kunden

Seitdem der Strommarkt im Jahre 1998 liberalisiert wurde, kämpfen über 960 Versorger um neue Kunden. Allen voran natürlich die örtlichen Stromversorger wie RWE, E-ON, EnBW oder Vattenfall. Einige Anbieter haben sogar Billigstrom-Töchter ins Leben gerufen, damit sie den Billigpreisen von Anbietern wie Teldafax oder Flextstrom die Stirn bieten können. Besonders beliebt sind zunehmend auch Ökostrom-Anbieter, auch wenn sie nicht immer zu den günstigsten gehören.

Bildquellenangabe: ©Uwe Schlick / pixelio.de
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Wovon hängt der Preis ab?

In der Regel errechnet sich der Strompreis aus zwei Komponenten: Dem Grundpreis (Grundgebühr) und dem Arbeitspreis. Beim Arbeitspreis handelt es sich um den Preis je genutzter Kilowattstunde. Abhängig davon wie hoch der Gesamtverbrauch ist, sollte der Tarif eine optimale Kombination aus beiden Komponenten sein. (Quelle)Ein Single fährt so zum Beispiel mit einem Grundpreis sehr günstig, auch dann wenn er Geräte wie TV oder PC auf Standby laufen lässt. Bei einer Familie sieht das Ganze natürlich wieder etwas anders aus. Der Kilowatt-Verbrauch kann hier durch den Dauereinsatz von Waschmaschine und Wasserkocher schnell in die Höhe schnellen. Hier lohnt sich wiederum ein niedriger Arbeitspreis mit höheren Grundpreis.

In 4 einfachen Schritten zum neuen Stromtarif

1. Stromverbrauch ermitteln

Der erste Schritt besteht darin, seinen eigenen Stromverbrauch zu ermitteln. Aufschluss kann hierbei die Jahresabrechnung geben. Ansonsten kann man sich auch auf Schätzwerte verlassen. So verbraucht ein Single im Durchschnitt 1.500 kWh pro Jahr und eine vierköpfige Familie um die 4.000 bis 5.000 kWh pro Jahr.

2. Stromvergleich mit Vergleichsrechner starten

In den gewählten Vergleichsrechner müssen dann nur noch der Verbrauch in kWh sowie die Postleitzahl eingegeben werden. Schon werden alle aktuell günstigsten Anbieter praktisch gegenübergestellt. Beim Vergleich sollte allerdings nicht nur auf den Preis geachtet werden, sondern auch auf die Konditionen, auf die Laufzeiten und auf besondere Boni. So gibt es zum Beispiel auch Anbieter die Vorkasse verlangen. Und bei Bonus-Aktionen sollten die Konditionen genau studiert werden, da viele Boni erst gegen Ende der Laufzeit den Preis drücken.

3. Örtlichen Versorger kontaktieren

In der Regel haben die örtlichen Versorger zusätzlich zum Grundtarif auch noch billigere Tarife. Daher lohnt sich direktes Nachfragen. Auch hier gilt natürlich auf Laufzeiten und Konditionen achten.

4. Tarif wechseln

Wer sich dann für einen bestimmten Anbieter entschieden hat, der kann seinen Tarif ganz einfach direkt online wechseln. So bietet der Vergleichsrechner von Verivox nicht nur eine aktuelle Übersicht aller Stromtarife, er ermöglicht auch einen schnellen Wechsel. Die Kündigung des alten Anbieters übernimmt dabei der neue Anbieter. Natürlich haben Sie auch die Möglichkeit die Unterlagen dann direkt herunterzuladen und auszudrucken. Dann nur noch das Formular ausfüllen und versenden. Hinweis: Beim Wechsel des Anbieters nicht vergessen den Dauerauftrag bei der Bank zu ändern.

Frontal 21: Strom wird immer teurer – Wer zahlt drauf, wer profitiert?

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