Donnerstag , 29 September 2016
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Ist TTIP das Ende für die Energiewende?

TTIP ist umstritten, sorgt für jede Menge Schlagzeilen und wird alles andere als transparent verkauft. Dennoch sickern immer wieder Informationen durch, die das transatlantische Freihandelsabkommen näher beleuchten. Und meistens gefällt einem nicht, was offenbart wird.

Energiewende in Deutschland bedroht

Wie der Spiegel nun berichtet, könnte TTIP sogar der deutschen Energiewende gefährlich werden. Als würde die nicht ohnehin schon auf der Kippe stehen und für jede Menge Wirbel unter Unternehmen und Verbrauchern sorgen.

Dabei soll dieser Vorschlag nicht aus den USA kommen, wie man etwa vermuten möchte. Der Vorschlag, der der Energiewende nun gefährlich werden könnte und nun diskutiert werden soll, kommt direkt von der EU.

Demnach sollen sowohl die EU als auch die USA garantieren, dass ihre Stromnetzbetreiber allen Energieerzeugern einen gleichwertigen Zugang gewähren. Das geht aus einem Schreiben hervor, das der Umweltorganisation Greenpeace vorliegt.

Aufgrund der Diskriminierungsfreiheit und wegen kostenorientierter Tarife – beides wird in dem Schreiben gefordert, stellen sich der Energiewende zwei große Probleme. Immerhin hat die Einspeisung von Ökostrom im Rahmen der Energiewende Deutschlands Vorrang, was deutlich der geforderten Diskriminierungsfreiheit widerspricht. Zum anderen sorgte erst vor kurzem für Aufsehen, dass die Anlagenbetreiber statt wie bislang einen festen Betrag für den erzeugten Strom zu erhalten, diesen künftig per Auktion verkaufen dürfen.

Wie der Spiegel schreibt, und dem stimmen wohl die meisten zu, ist keine dieser beiden Methoden kostenorientiert und sogar Schuld daran, dass die Stromkosten für die Endverbraucher immer weiter ins Unermessliche steigen.

Energiewende oder TTIP?

Wie sich das liest, lautet die Devise aktuell TTIP oder Energiewende. Sicher nicht ganz so krass, denn irgendwie werden die Politiker gewiss daran schrauben, allem Widerstand zu trotz, TTIP auf den Weg zu bringen.

Kurioserweise berichtet der Tagesspiegel weiter, dass die deutsche Regierung und Europa den oben genannten Kriterien, die das Ende der Energiewende in Deutschland, Europa und sogar in den USA besiegeln würden, niemals zustimmen würde. Man wolle stattdessen weiter die ehrgeizigen Ziele verfolgen, die man sich gesteckt habe.

Denn nicht nur Deutschlands Energiewende wäre bedroht. Auch andere europäische Staaten und diverse Staaten in den USA handhaben die Energiewende und die Stromeinspeisung wie Deutschland.

Die Frage stellt sich dann nur: Weshalb bringt die EU dann einen Vorschlag in die Verhandlungen ein, dem sie „niemals“ zustimmen würde?

Was können Verbraucher tun?

Die Prognosen in Sachen Strompreise sehen für Verbraucher weiterhin schlecht aus. Zahlreiche Experten warnen davor, dass die Energiewende den Verbraucher teuer kommt – oder gar zu teuer. Das hält die Politik nicht davon ab, an ihrem Kurs festzuhalten. Der Verbraucher zahlt es ja. Den Verbrauchern bleibt zumeist nichts anderes übrig, als sich selbst zumindest nach den günstigsten Tarifen umzusehen. Hierfür gibt es Stromrechner, mit denen sich schnell feststellen lässt, ob sich ein Stromanbieterwechsel lohnt. Ein Strompreisvergleich kann sich also durchaus lohnen.

Über Nicole Saelzle

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