Dienstag , 27 September 2016
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Kopfschmerzen bei Kindern – Ursachen & Hilfe

Kopfschmerzen bei Kindern werden ebenso wie bei Erwachsenen häufig auch durch andere Erkrankungen verursacht. Darüber hinaus treten aber Migräne und Spannungskopfschmerzen bei jungen Menschen ebenfalls auf. Diese primären Kopfschmerzen sind keine Begleiterscheinung einer sonstigen Ursache und führen bei Kindern schlimmstenfalls zu chronischen Beschwerden. Insofern vorbeugende Maßnahmen keine Wirkung zeigen, ist es ratsam, mit dem Nachwuchs einen Kinderarzt aufzusuchen, um die für eine Therapie erforderliche Diagnose zu erhalten.

Mögliche Symptome für gesundheitsgefährdende Ursachen

Obwohl sekundäre Kopfschmerzen bei Kindern, die mit einer lebensbedrohlichen Ursache zusammenhängen, eher selten sind, müssen Mütter und Väter entsprechende Symptome im Zweifelsfall unbedingt ernstnehmen. Denn ein schneller Arztbesuch rettet im Extremfall Leben. Ein äußerst heftiger und urplötzlicher Schmerz im Kopf ist bei Kindern nicht normal und spricht dafür, dass es sich dabei um das Symptom einer anderen Erkrankung mit möglicherweise großen Risiken handelt. Sehr hohes Fieber, Nackensteife und ein ungewohnt starkes Erbrechen sind bei jungen Menschen manchmal weitere Anzeichen für den Zusammenhang zwischen Kopfschmerzen und gefährlichen Ursachen.

Darüber hinaus ist es wichtig, bei einer Benommenheit oder einem erstmaligen Krampfanfall des Kindes schnell zu handeln. Ein umgehender Besuch in der Arztpraxis oder einer Klinik ist insbesondere beim ungewöhnlichen Auftreten von neurologischen Symptomen alternativlos. Hierzu zählen sowohl eine Schwäche in den Extremitäten oder Gangunsicherheiten als auch Sprach- und Sehstörungen. Im Rahmen der Suche nach der eigentlichen Ursache für Kopfschmerzen von jungen Erwachsenen und derartige Begleiterscheinungen kommt es teilweise zu einer Magnetresonanztomografie.

Kopfschmerzen bei Kindern
Migräne bei Kindern und Jugendlichen kommt häufig vor / Bild: Pixabay.com/de – Counselling

Ursachen und Vorbeugung gegen primäre Kopfschmerzen bei Kindern

Wenn Kopfschmerzen bei Kindern häufig ohne eine andere Erkrankung auftauchen und dabei über ein hämmerndes oder pochendes Gefühl geklagt wird, handelt es sich meistens um Migräne. Forscher haben bisher noch nicht endgültig geklärt, welche Ursachen für diese Beschwerden verantwortlich sind. Dennoch wurden durch Experimente und die Beobachtung von Kindern mit Migräne bereits einige Theorien bestätigt. Wissenschaftlern ist es beispielsweise im Rahmen von Studien mit Zwillingen gelungen, nachzuweisen, dass neben genetischen Veränderungen genauso Umwelteinflüsse eine Voraussetzung für die Entstehung der primären Kopfschmerzen sind.

Deshalb gelten die sogenannten Triggerfaktoren als ein Auslöser für die Migräne von jungen Menschen. Hierzu zählen Stress, Schlafstörungen und hormonelle Schwankungen. Kopfschmerzen bei Kindern beginnen in vielen Fällen, weil sich mehrere Triggerfaktoren summieren und das Gehirn überlasten. Indem Eltern ihren Nachwuchs vor stressigen Situationen und einem ungesunden Schlafrhythmus schützen, verringert sich demnach die Migräne-Gefahr. Obwohl die Anfälligkeit für derartige Kopfschmerzen bei jungen Menschen erblich bedingt ist, bestehen somit durchaus Möglichkeiten zur Vorbeugung.

Insofern Kinder einen Druckschmerz am Kopf spüren und hierfür keine Krankheit verantwortlich zu sein scheint, leidet der Patient häufig unter Spannungskopfschmerzen. Forscher gehen davon aus, dass diese Probleme durch das Zusammenspiel von äußeren und inneren Faktoren entstehen. Neben muskulären Verspannungen benennen Experten oft Stress und unterschiedliche emotionale Probleme als Grund für Spannungskopfschmerzen bei Kindern. Denn hierdurch kommt es sowohl im Rückenmark als auch im Gehirn langfristig eventuell zu einer veränderten Verarbeitung der Schmerzreize. Die Vermeidung von Stresssituationen und Angstzuständen trägt daher möglicherweise erfolgreich dazu bei, Kinder vor Spannungskopfschmerzen zu schützen, bevor es wegen der Blockierung von schmerzlindernden Impulsen zu chronischen Beschwerden kommt.

Kopfschmerzen bei Kindern
Lassen Sie einen Arzt alles abklären / Bild: Urheber: ilona75 / 123RF

Erfolgreiche Erstellung einer Diagnose beim Arzt

Eine möglichst exakte Diagnose beim Arzt ist eine unverzichtbare Voraussetzung für die Bekämpfung der Kopfschmerzen von jungen Menschen. Neben einer neurologischen und körperlichen Untersuchung spielt hierbei für Mediziner insbesondere die Beschreibung der Beschwerden durch das Kind eine entscheidende Rolle. Eltern unterstützen Kinderärzte bei der Diagnose, indem sie den Nachwuchs dazu ermuntern, Erfahrungen mit den Schmerzen am Kopf sehr genau zu schildern. Weil Kinder sich nicht immer genau an den Krankheitsverlauf erinnern, erkundigt sich ein Mediziner üblicherweise auch nach den Beobachtungen der Eltern. Darum ist es beispielsweise sinnvoll, wenn die Erziehungsberechtigten sich Auffälligkeiten sofort notieren, um Ärzte mit ausführlichen Berichten zu unterstützen. Oft erhalten Väter und Mütter hierzu sogar ein spezielles Kopfschmerzen-Tagebuch, in dem alle relevanten Fakten festgehalten werden. Darüber hinaus erstellen Kinderärzte häufig Fragebögen für die Kinder und die Eltern. Die Auswertung der gemachten Angaben trägt entscheidend zu einer erfolgreichen Diagnose bei.

Therapie gegen Kopfschmerzen bei Kindern

Solange primäre Kopfschmerzen von Kindern nur gelegentlich und in leichter Form auftreten, sind nicht unbedingt Medikamente erforderlich. Entspannung und Ruhe gelten als bewährte Mittel bei der Bekämpfung von mäßigen Beschwerden. Außerdem ist es hilfreich, wenn Kinder sich mit positiven Dingen beschäftigen, um Stress abzubauen. Sobald die Kopfschmerzen von jungen Erwachsenen sich trotzdem verschlimmern, muss eine medikamentöse Behandlung in Betracht gezogen werden.

Es ist jedoch unbedingt davon abzuraten, für den Nachwuchs ohne die Absprache mit kompetenten Medizinern, einfach selbst Arzneien aus der Apotheke zu besorgen.

Denn eine unkontrollierte Selbstmedikation fügt den Kindern schlimmstenfalls sogar eher Schaden zu. Nur ein erfahrener Kinderarzt ist dazu in der Lage, einzuschätzen, welche Arzneimittel mit einer entsprechenden Dosis für das Wohl der jungen Menschen optimal sind. Zudem stellen Medikamente nie die einzige Lösung im Verlauf der Therapie von Kopfschmerzen bei Kindern dar. Nachdem die richtigen Maßnahmen ergriffen wurden, sind Arzneien möglicherweise bereits nach wenigen Tagen überflüssig.

Kopfschmerzen bei Kindern
Der Arzt verschreibt die Medikamente und nicht Sie / Bild: Pixabay.com/de – jarmoluk

Bekämpfung von Migräne bei jungen Menschen

Für die erfolgreiche Bekämpfung von Migräne genügt es manchmal bereits, wenn sich ein Kind in einem abgedunkelten Raum hinlegt und ausruht. Im Anschluss an einen kurzen Mittagsschlaf sind die Beschwerden dann in vielen Fällen verschwunden. Ein bewährtes Hausmittel gegen diese primären Kopfschmerzen bei Kindern ist Pfefferminzöl, das am Nacken, dem Scheitel und der Schläfe mit sanften Bewegungen eingerieben wird. Hierbei müssen Eltern aber darauf achten, dass das Öl nicht ins Auge gelangt und dort Reizungen verursacht. Insofern ein junger Mensch den Pfefferminzgeruch als unangenehm empfindet, wäre es wiederum sinnvoller, darauf zu verzichten. Darüber hinaus ist ein kaltes Tuch auf der Stirn eines Kindes ebenfalls hilfreich.

Bei der Anwendung von Medikamenten bekämpft Ibuprofen die Symptome der Migräne von jungen Patienten laut Untersuchungen etwas effektiver als Paracetamol. Hierbei muss die Menge auf 10 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht begrenzt werden. Zum Teil ist es ratsam, Kindern zuvor ein vom Arzt verschriebenes Mittel gegen Erbrechen und Übelkeit zu verabreichen. Obwohl Aspirin und sogenannte Triptane bei der Behandlung von Migräne bei Erwachsenen effektiv sind, müssen Mütter und Väter auf diese Substanzen ohne ausdrücklichen ärztlichen Rat bei Patienten unter 14 Jahren unbedingt verzichten.

Therapie gegen Spannungskopfschmerzen von Kindern

Nachdem bei jungen Menschen Spannungskopfschmerzen aufgetreten sind, genügt es bei der erfolgreichen Therapie der Beschwerden oft, gezielte Entspannungsübungen durchzuführen. Außerdem hilft Bewegung in der frischen Luft nicht selten im Kampf gegen diese Art von Kopfschmerzen bei Kindern. Insofern Medikamente erforderlich sind, empfehlen Experten bei Spannungskopfschmerzen neben Ibuprofen und Paracetamol auch die verschreibungspflichtige Substanz Flupirtin.

Titelbild: Pixabay.com/de – mintchipdesigns

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