Sonntag , 11 Dezember 2016
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Shell nimmt nach Jahren wieder Ölbohrungen vor Alaska auf

oelplattform
Ölplattform Kulluk

Tschuktschensee (Alaska). Der Mineralölkonzern Shell hat eine Genehmigung erhalten, die es dem Konzern erlaubt, Mineralöl vor der Küste von Alaska zu fördern. Das Innenministerium der USA gab diese Entscheidung an diesem Montag bekannt. Umweltschützer kritisieren die Entscheidung und sehen eine erhöhte Gefahr für die Region.

Die Auflagen für die Wiederaufnahme der Öl-Förderungsaktivitäten sehen spezielle Sicherheitsmaßnahmen vor, wie zum Beispiel bei Zwischenfällen, wie einem Leck und bei der Materialverwendung. Die Ausrüstung muss solche Gefahren unterbinden können, Umweltschützer sehen hier eine große Gefahr, denn die Region an der Nordküste von Alaska ist im Krisenfall nur schwer erreichbar.

Shell nimmt Arbeit nach Problemen wieder auf

Mit der Erlaubnis tief in den Meeresboden vorzudringen und dort Öl zu fördern erweitern die USA die bisherigen Genehmigungen für niedrigere Bohrungen. Der Shell-Konzern nimmt nach einer Stilllegung der Aktivitäten im Jahr 2012 seinen Betrieb auf, zuvor kam es zu Zwischenfällen wie der Havarie der Bohrinsel Kulluk Anfang 2013. Die Ölförderplattform sollte zwecks Instandhaltungsarbeiten nach Puget Sound geschleppt werden, riss sich beim Transport und aufgrund stürmischer See los und strandete mit mehr als einer halben Million Liter Diesel vor der Küste Alaskas. Bereits einige Wochen zuvor kam es bei einem Bekämpfungsschiff von Ölaustritten zu Sicherheitsmängeln. Das Schiff war Seeuntüchtig.

Greenpeace übergibt überdimensional großen symbolischen Putzlappen

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace startet mit einer eigenen Initiative gegen die bevorstehenden Aktivitäten von Shell vor Alaska. Mit dem Projekt „Riesenlappen gegen Riesensauerei“ arbeiten die Umweltschützer an dem größten Putzlappen der Welt. Auf jedem einzelnen von tausenden Lappen steht geschrieben „Stop Sell!“ Ende August wird Greenpeace den riesigen, etwa 300 Quadratmeter großen, symbolischen Putzlappen an Shell übergeben.

Bildquelle Kulluk Ölplattform – By Petty Officer 3rd Class Jonathan Klingenberg, United States Coast Guard ([1]) [Public domain], via Wikimedia Commons

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