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Zur Fußball-WM nach Südafrika

johannisburgDer kürzlich erfolgte Mord an dem Extremistenführer Terre'blanche wurde zum Anlass, die Frage nach der Sicherheit für Südafrika-Besucher aufzuwerfen. Für den Ermordeten selbst, der eine Vorliebe für naziähnliche Symbole bewies, dürfte sich das Mitgefühl in Grenzen halten. Die Frage ist, inwieweit die Emotionen der überwiegend schwarzen Bevölkerung dadurch beeinflusst sein könnten. Afrikanische Jugendgruppen stimmen zu alten Kampfliedern an: „Tötet die Buren“, wie die weiße Bevölkerung von vielen noch genannt wird. Die Verbrechensraten sind schockierend hoch. Die Spieler selbst werden in abgelegenen Hotels untergebracht, durch hohe Mauern und Stacheldraht geschützt.

Wie die britische Tageszeitung Guardian in ihrer Online-Ausgabe berichtet, weigert sich der Jugendflügel der ANC-Partei, das Singen von Liedern zu Unterlassen, die zum Mord gegen Weiße aufrufen. So sehr Südafrika sich auch bemüht, auf Harmonie zwischen der weißen und schwarzen Bevölkerung zu verweisen, in Johannesburg stationierte europäische Reporter berichten immer wieder von bestehenden Spannungen. Deutsche Medien schreiben von maximalen Sicherheitsvorkehrungen im Zusammenhang mit der, in zehn Wochen beginnenden, Fußball-Weltmeisterschaft. So erklärt etwa der Stern, dass die Zahl der Polizisten auf 188.000 aufgestockt wurde. Wie sehr man sich vor Ort selbst bezüglich möglicher Ausschreitungen sorgt, beweist die Tatsache, dass für Spieler und Funktionäre 32 abseits von Siedlungen gelegene Hotels reserviert wurden, die durch Mauern, Stacheldraht und besonders hohen Einsatz von Sicherheitspersonal hermetisch abgeschirmt werden.

Von rassisch verursachten Problemen gänzlich abgesehen, liegt die Verbrechensrate Südafrikas an der Weltspitze. Wie sich bei Wikipedia nachlesen lässt, wurden zwischen den Jahren 1994 und 2006 420.000 Morde und 650.000 Vergewaltigungen bei der Polizei gemeldet. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Bei einer, in den Provinzen Eastern Cape und Kwazulu-Natal durchgeführten Befragung, sollen es nicht weniger als 27,6 Prozent der Männer gewesen sein, die zugaben, zumindest einmal im Leben eine Frau vergewaltigt zu haben. Allein die diesbezügliche Offenheit zeigt, dass sich die dort lebenden Menschen vermutlich nicht einmal darüber bewusst sind, ein Verbrechen zu begehen.

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Die Zahl der bewaffneten Raubüberfälle wird nicht einmal erwähnt. Im Jahr 1998 entwickelte Charl Fourie einen Abwehrmechanismus gegen sogenanntes „Car-Jacking“, bewaffnete, gewaltsame Autodiebstähle, wenn der Fahrer kurz zum Anhalten gezwungen ist. Wie das folgende Video zeigt, schienen die Auswirkungen den Konsumenten jedoch zu dramatisch gewesen zu sein, und das Unternehmen stellte schon im Jahr 2001 die Produktion wieder ein. Bezeichnend für die Situation ist jedoch, dass derartige Verteidigungsmechanismen in Südafrika völlig legal sind, weil des den Sicherheitsbehörden bei weitem nicht möglich ist, der Bevölkerung entsprechenden Schutz zu gewährleisten.

 

Dass hinter einer großen Anzahl von Übergriffen auch Rassenhass stecken könnte, wird üblicherweise in Frage gestellt. Europäer haben sich damit abzufinden, dass sich Vorwürfe bezüglich Rassismus ausschließlich gegen sie richten. Bei Angriffen von Schwarzen gegen Weiße handelt es sich grundsätzlich um gewöhnliche Verbrechen. Wer sich mit dieser „politisch korrekten“ Auslegung nicht einverstanden erklärt, läuft ebenso Gefahr als rechtsorientiert bezeichnet zu werden wie jemand, der im Zusammenhang mit der, alles vereinigenden, Fußball-Weltmeisterschaft auf Probleme des Gastlandes verweist. Unserem Portal, The Intelligence, vorzuwerfen, eine politisch rechtsgerichtete Meinung zu vertreten, wäre jedoch derart absurd, dass wir auch in diesem Punkt gewohnt objektiv berichten können.

Gewiss ist uns nicht daran gelegen, zu Stornierungen geplanter Reisen nach Südafrika aufzurufen. Die dort herrschende Kriminalität und den durchaus verbreiteten Hass gegen Weiße jedoch zu verharmlosen, würde aber keineswegs dem Konzept eines verantwortungsbewussten Journalismus entsprechen. In jedem Fall sollte jedoch zu Vorsicht angeraten sein. Eine Gefahr, die ebenfalls nicht zu unterschätzen wäre, könnte das gewohnte Verhalten alkoholisierter Hooligans darstellen, was in einem Land wie Südafrika zu massiven Gegenaktionen führen könnte. Dabei kann von einem Großteil der dortigen Bevölkerung wohl kaum erwartet werden, dass sie dazu fähig ist, zwischen Hooligans, Buren und deutschen Reisenden zu unterscheiden.

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  05.02.2012 The Intelligence
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