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Thunderbird wird nicht mehr weiterentwickelt

thunderbird screenshot websiteDie Email-Software „Thunderbird“ wird von nun an nicht mehr erweitert, gab Mitchell Baker, die Vorsitzende der Mozilla Foundation, am Freitag bekannt. Die maximale Leistung sei erreicht, und von nun an ginge es nur mehr darum, Stabilität und Sicherheit zu erhalten. Vorläufig bis November 2013 werden alle sechs Wochen Updates durchgeführt. Die aktuelle Version 13 wird jedoch nicht mehr verändert werden.

Bakers Erklärungen bezüglich der Entscheidung lassen eine gewisse Enttäuschung durchklingen. Sie schreibt:

„Viele Male haben wir uns die Frage über neue Erweiterungen von Thunderbird gestellt. Über Jahre hinweg haben wir uns bemüht, Thunderbird als bahnbrechendes Angebot zur Verfügung zu stellen, um die Aufgabe einer modernen Internet-Nachrichtenübermittlung zu erfüllen, mit Spielraum für Innovationen unter wachsender und aktiverer Beteiligung. Dieses Ziel haben wir nicht erreicht.“

Während vom Unternehmen selbst somit keine Erneuerungen mehr ausgearbeitet werden, Benutzern von Thunderbird gleichzeitig aber auch ein Weiterbestehen der kostenlosen Email-Software in der aktuellen Version zugesichert wird, sind „Thunderbird-Developer“ eingeladen, ihre Ideen weiterhin vorzubringen.

Vorgestellt wurde das Email-Programm am 7. Dezember 2004. Innerhalb von nur 10 Tagen wurden eine Million Downloads gezählt. Heise-Online zufolge, beträgt die Zahl der Benutzer bis jetzt allerdings nicht mehr als 20 Millionen. Es ist also anzunehmen, dass die Mozilla Foundation kein nennenswertes Wachstumspotential erkennt. Die Mitarbeiter, die bis jetzt in diesem Bereich tätig waren, werden von nun an anderen Aufgaben zur Verfügung stehen. Erwähnung findet auch, dass sich webbasierte Anwendungen zur Email-Verwaltung zunehmender Beliebtheit erfreuen.

Ob Thunderbird auch nach November 2013 noch zur Verfügung stehen wird, ist vorläufig noch ungewiss. Bis dahin wird den Benutzern jedenfalls zugesichert, dass Updates in jeweils sechswöchigen Zeitabständen auch in Zukunft Sicherheit und Stabilität garantieren werden. Die endgültige Entscheidung wird gewiss auch von der Reaktion der derzeitigen Benutzer abhängen.

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